DIE SAMMLUNG FRAU EMMA BUDGET HAMBURG

BERLIN W » BELLEVUESTRASSE

PAULGRAUPI

Unverbindliche Schätzungen

Sammlung Frau Emma Budger, Hamburg

M 2 UND SEPTEMBER

VERSTEIGERUNG

PRINTED IN GERMANY

DIE SAMMLUNG FRAU EMMA BUDGET? - HAMBURG

DIE SAMMLUNG FRAU EMMA BUDGET HAMBURG

Versteigerung am 27., 28. und 29. September 1937

PAUL GRAUDPE BER TENNIS

KUNSTVERSTEIGERER: HANS W. LANGE / BELLEVUESTRASSE 3

AURKR TEONS.BED IN GG rue

Die Versteigerung geschieht in Reichsmark gegen sofortige bare Zahlung in deutscher Reichswährung. Spätere Zahlung istnur mitmeinem ausdrücklichen Einverständnis zulässig und bankmäßig zu verzinsen. Bei Ver- zögerung der Zahlung hat der Käufer für alle durch die Ver- zögerung für die Versteigerungsfirma sichergebenden etwaigen Schäden, insonderheit füretwaige Zins- und Kursverluste, auf- zukommen. Zahlungen von ausländischen Käufern sind in Devisen oder freien Reichsmark zu leisten. Die Annahme von Reichsmarknoten als Zahlung eines Aus- länders ist gesetzlich verboten.

Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 15 %/o zu entrichten.

Von den der Versteigerungsfirma unbekannten Käufern können Gebote oder schrift- liche Aufträge nur dann angenommen werden, wenn bis zu Beginn der Auktion ent- sprechende Deckung hinterlegt wurde. Persönlich anwesende unbekannte Bieter bitte ich, sich bereits vor der Sitzung beider Auktions- leitung zu legitimieren.

Das Eigentum geht erst mit der Zahlung des Kaufpreises, die Gefahr bereits mit dem Zuschlag auf den Käufer über.

Ich behalte mir das Recht vor, Nummern außerhalb der Reihenfolge des Katalogs zu versteigern, Nummern zusammenzunehmen und Nummern zu teilen. Gesteigert wird um mindestens eine Mark, von hundert Mark aufwärts um fünf Mark, von fünfhundert Mark aufwärts um mindestens zehn Mark, von tausend Mark aufwärts um mindestens fünfzig Mark.

Kann eine entstandene Meinungsverschiedenheit über den Zuschlag nicht sofort zwischen den Beteiligten beglichen werden, so wird die fragliche Nummer nochmals ausgeboten. Wenn zwei oder mehrere Personen zu gleicher Zeit ein und dasselbe Gebot abgeben und die Aufforderung zur Abgabe eines höheren Gebotes erfolglos bleibt, entscheidet das Los.

Die Käufer sind gehalten, ihre Erwerbungen sofort nach der Auktion in Empfang zu nehmen. Eine Haftung für die Aufbewahrung verkaufter Nummern kann in keiner Weise übernommen werden. Der Versand erfolgt in jedem Falle auf Kosten und Gefahr des Käufers.

Da Gelegenheit geboten ist, sich durch Ansichtssendungen und an den Besichtigungs- tagen von dem Zustande der Stücke und der Richtigkeit der Katalogangaben zu überzeugen, können Reklamationen keinerlei Berücksichtigung finden. Rückgaben gekaufter Gegenstände können nicht gemacht werden.

Die Zuschreibungen und Bestimmungen erfolgen nach genauer Prüfung, doch wird für Bestimmungen und Beschreibungen keine Garantie übernommen.

Anfragen über Auktionsresultate beantworte ich nur meinen Auftraggebern.

Vereinbarter Erfüllungsort für alle Verpflichtungen der Käufer und ausschließlicher Gerichtsstand ist Berlin.

PAUL GRAUPE - BERLIN W9 - BELLEVUESTRASSE 3 KUNSTVERSTEIGERER: HANS W.LANGE TELEGRAMM-ADRESSE: BUCHKUNST BERLIN » FERNSPRECHER: 211925

Druck Gebr. Mann, Berlin

AEUESESETSEFISTEUENGG BERLIN W9, BELLEVUESTRASSE 3 (EHEMALIGES KÜNSTLERHAUS)

MITTWOCH, DEN 22. SEPTEMBER 1937 BIS

SONNABEND, DEN 25. SEPTEMBER 1937

VON 10-2 UHR UND VON 3-6 UHR

MERSTETG ER WUINIG BERLIN W 9, BELLEVUESTRASSE3 (EHEMALIGES KÜNSTLERHAUS)

MONTAG, DEN 27. SEPTEMBER 1937 VORMITTAGS 10 UHR NR. 1-163 NACHMITTAGS 3 UHR NR. 164— 337

DIENSTAG, DEN 28. SEPTEMBER 1937 VORMITTAGS 10 UHR NR. 338 525 NACHMITTAGS 3 UHR NR. 526— 727

MITTWOCH, DEN 29. SEPTEMBER 1937 VORMITTAGS 10 UHR NR. 728-878 NACHMITTAGS 3 UHR NR, 879-1020

Die Versteigerung

erfolgt im Auftrag der Testamentsvollstrecker

wegen Erbteilung

V 0) R W 0 R I

Die Sammlung Emma Budge f, Hamburg,ist eine der letzten in Deutschland noch erhaltenen kunstgewerblichen Sammlungen von wirklich bedeutender Qualität. Sie wurde von der Besitzerin eifersüchtig gehütet, so daß sie nur einem sehr kleinen Kreise von Sammlern und Museumsleuten bekannt war und in der Kunstliteratur bisher kaum irgendwelche Erörterung gefunden hat. So wird sie jetzt, da sie auf den Markt kommt, für alle interessierten Kreise eine große Überraschung bilden. Bei der Fülle der Gegenstände, die sich auf fast alle Gebiete des Kunstgewerbes verteilen, auf Silber mit be- deutenden deutschen und ausländischen Werken, auf Textilien mit der ebenso großen wie seltenen Abteilung der norddeutschen Wirkarbeiten, auf Bronzen, Keramik und Kleinkunst aller Art sowie auf eine imposante Sammlung hochwertiger Porzellane (die im Wettbewerb mit der Sammlung Feist entstanden ist und sich in vieler Hinsicht mit ihr messen kann) bei dieser Fülle erscheint es zwecklos, hier auf besonders wichtige Einzelstücke zu verweisen. Der vortrefflich illustrierte Katalog gibt den besten Über- blick über das gesamte Kunstgut, zu dem auch noch eine Reihe ausgezeich-

neter Bilder und eine große Anzahl erstklassiger Farbstiche sich gesellen.

Auf Wunsch des Auktionshauses wurden die kunstgewerblichen Arbeiten

von den Beamten des Schloßmuseums katalogisiert, und zwar

die Porzellane von Herrn Prof. Dr. Schnorr v. Carolsfeld,

die Majoliken, Bronzegeräte, Wirkarbeiten, Möbel und Porzellan- dosen von Herrn Dr. Erich Köllmann,

das Silber von Herrn Dr. Erich Meyer,

die Textilien von Herrn Stoffsammlungsverwalter Th.Falkenberg, die Miniaturen und Dosen von dem Unterzeichneten,

die Skulpturen in Marmor, Holz, Ton, Elfenbein, die figürlichen Bronzen von Herrn Prof. Dr.E.F.Bange.

Robert Schmidt

IDLIE

IV.

v1.

VII.

. Gemälde

. Farbstiche

Skulpturen, italienisch, niederländisch und französisch Kleinplastik aus Holz und Elfenbein,

deutsch, niederländisch und französisch

. Bronzestatuetten, deutsch und nieder-

ländisch .

. Bronzestatuetten, französisch

Bronzestatuetten, italienisch

Bronzegeräte und Holz .

. Silber

. Möbel

. Majoliken und Fayence

. Miniaturen, Golddosen und Kleingerät . Fächer

. Kissen

. Tapisserien .

. Teppiche

. Textilien

. Dosen aus Porzellan und Email

. Porzellan

Nr. Nr.

Nr.

I— 23 24— 67 68— 79 80— 87 88— 100 I01—106 107—138

. 139163

r. 164— 270

f. 271—298

‚299337

1. 338383 384401 402—441 442—464 465—479 471—639

r. 640— 727 a

r. 728—1020

Il GEMÄLDE

Nr. 1— 23

Job Adriaensz Berckheyde

Haarlem, 1630—1693

ı Das Kegelspiel. Fast dunkelbraun die Architektur links. In vorwiegend grünlich-bräunlichen Tönen das Laub der Bäume. Rötlich und grau schimmern die beiden Dächer weiter zurück. Einige Farben leuchten in der Kleidung der Vordergrundsfiguren auf: bei den beiden Kegelspielern Graugelb, Blaugrün und Rot, bei dem Paare in modischer Tracht Grau und Weiß neben rötlichen und rosa Tönen. Blau ist die Jacke des Burschen mit dem Korbe. Abendlich glänzender Wolkenhimmel. Auf Leinwand. 56x68 cm.

Provenienz: Aus englischem Besitz. Tafel 3.

Anthonie van Borssom

Amsterdam, 1629 oder 1630—1677

2 Spätnachmittag vor der Stadt. Über der Weide vor dem Herrenhause links im Mittelgrunde beginnt es zu dämmern. Gegen den blauen, noch lichtdurchfluteten Himmel stehen die Bäume dunkelgrün oder grünbräunlih. Warmbraun daneben die Backsteinfassaden der malerischen Wohnhäuser. Die bis zur Höhe der Tür weiß getünchte Mauer des zweiten 4ge Berl, Hauses bildet einen hellen Hintergrund für das hölzerne Treppengeländer und die geöffnete Y Pforte davor, in der die Wäscherin kniet. Das Mädchen links vorn noch im vollen Glanze der Sonnenstrahlen; sein graues Kleid läßt rote Unterärmel frei, leuchtend weiß sind Kragen

und Haube. Auf Leinwand. 44x57 cm.

Tafel 4.

Holländischer Meister

Mitte des 17. Jahrhunderts

3 Wirtshaus am Kanal zwischen Bäumen. In Architektur und Laub vorherrschend braune und

gelbliche Harmonien, grünlich variiert. Der Bauer im Kahne links in Rot. Der rote

Wimpel am Maste des Segelbootes hebt sich vom Grau des Kirchturmes ab. Im grau-

blauen Himmel mit seinen weißlichen Wolken scheint hie und da der warme Malgrund Wells durch. Holz. 31x44 cm.

Ar. Tafel 2

Abraham van Kalraet

Dordredt, 1642—1722

4 Halt dreier Reiter vor dem Wirtshaus. Das Pferd im Profil ein leicht gefleckter Rappe, das

in der Mitte ein Brauner. Das Hündchen braun und weiß. Aus dem warmen, bräunlichen Gesamtton hebt sich kräftiges Rot in der Feder des Kavaliers links heraus, in der Satteldecke des Schimmels rechts und etwas gedämpfter an einigen Stellen des durch graugelbe Lichter belebten braunen Mauerwerks. Blauer Himmel mit warmgrauen Wolken. Holz.

41X36 cm.

Frans van Mieris der Ältere Leiden, 1635— 168:

s Soldat, die Pfeife stopfend. Der Rock lederfarben, mit dunkelrot gefütterten Ärmeln, das

G Oyamdt Rorlin

Beinkleid chamois. Der Küraß spiegelt neben dem Braun des Interieurs und dem kalten Licht das Rot der Schärpe und das Gelb des Armels wider. An grünlich-bräunlicher Wand ein Stich nach Teniers. Holz. 22x 18 cm.

Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 222.

Tafel 5

Caspar Netscher

Heidelberg, den Haag, 1639—1684

6 Die Lautenspielerin mit ihrem Musiklehrer. Die elegante Blondine in graublauer Taille mit

rötlichem Schleier, weißer, rosa abgefütterter Atlasrobe und blauem Unterrock mit Silber- brokatstickerei. Das Schultertuch über dem rechten Arm leuchtend rot und mit Gold- brokatspitze geziert. Der Stuhl des jugendlichen Lehrers purpurrot gepolstert. Dieser trägt einen pflaumenblauen Rock mit gelblichem Futter und eine lachsfarbene Weste; sein Locken- haar dunkelblond. Das Hündchen vorn ist braun und weiß gefleckt. Die statuengeschmückte Wand im Hintergrunde braungrau; der obere Abschluß des Bildes wird durch einen dunkel- grünen Vorhang gebildet. Leinwand. 49,5 x38 cm.

Dieses hervorragende Kabinettsbild ist vielleicht identisch mit der in Hofstede de Groots Be- schreibendem und Kritischem Verzeichnis, Band V, 1912, S. 196 unter Nr. 120 aufgeführten Musikszene (Nr. 2 der Verst. P. van Dorp, Leiden, 16. Oktober 1760).

Provenienz: Colnaghi, London.

Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 248.

Tafel r.

Jacques de Rousseau

* Tourcoing heiratet 1636 in Leiden + 1638 Leiden

7 Brustbild eines Mannes mit kurz geschnittenem Vollbart. Braune Augen, braunes, am Bart

lub, Werl

leicht graumeliertes Haar. Über dem dunklen Rock eine Goldkette. Das dunkelgraue Barett mit Rot gefüttert. Auf dem gelblich-braun-grau schattierten Grunde im tiefen Schlag- schatten rechts die Bezeichnung: R 1635. Holz (parkettiert). 51% 39 cm.

Dieses ausgezeichnete Bildnis galt der Spezialforschung zunächst als Rembrandt und trug nach früheren Beschreibungen sogar dessen volle Namensbezeichnung, die offenbar gefälscht war und nicht mehr vorhanden ist. Hofstede de Groot identifizierte es mit Nr. ı der Ver- steigerung Frau J. verw. Bonenfant, geb. Ghijs in Zoeterwoude vom 19. April 1775. Die

Io

Bestimmung auf Jacques de Rousseau wird A. Bredius verdankt. Es scheint nicht ausge- schlossen, daß dieser geistreiche Kopf ein Selbstbildnis des überaus seltenen Künstlers wäre.

Provenienz: Martin H. Colnaghi, London. Charles Sedelmeyer, Paris. Sammlung Rodman Wanamaker, Philadelphia.

Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 272.

Abgebildet: Im großen Rembrandt-Werk von W. Bode und C. Hofstede de Groot, Band VIII (1916), Nr. 568; bei W. R. Valentiner, Rembrandt, des Meisters Gemälde (Klassiker der Kunst, Band II) 1909, S. 210, in den Katalogen von Sedelmeyer XI, ıgır, Nr. 26, und der Hamburger Leihausstellung 1925.

Literatur: W. Bode und Hofstede de Groot, a.a.O., S. 98, Nr. 568. A. Bredius, Ver- slagen en Mededeelingen d. K. Akad. v. Wetenschappen, Afd. Letterkunde, 1919, S. 28. Derselbe, Gazette des Beaux-Arts 1922, I, S. 1—ı2. Cicerone, Band 17, 1925, S. 578. H. Gerson, Thieme Becker, Allgemeines Künstlerlexikon, Band 29, 1935, S. ı13. M. D. Henkel, Kunstchronik, 1914/15, Sp. 379. C. Hofstede de Groot, Beschreibendes und Kritisches Verzeichnis, Band VI, ı9r5, S. 184/185, Nr. 386. Kunstchronik u. Kunst- markt, 1919, S. 560/561 W. R. Valentiner, a.a.O., S. 555 (zu S. 210). Derselbe, Rembrandt, Wiedergefundene Gemälde (Klassiker der Kunst, Band 27) 1921, S. 125. Tafel 2.

Jan Wynants

Haarlem, Amsterdam, 1632—1684

8 Der Weg durch die Düne. Die Vegetation des Vordergrundes erscheint graugrünlich und grün-

lichbraun, der Sand der Düne gelblich, das Laub der Bäume bläulichgrün. Prachtvoller Wolkenhimmel, oben mit strahlend blauem Azur, gegen den Horizont bis zu feinem, rosa ‚nuanciertem Weiß abgestuft. Die Staffage nach Angabe des Kataloges Tak von Adriaen van

/J D, uf . . . . bye /j£iknwde Velde: Der Mann in Grau und Grauschwarz, die Frau mit rotem Rock, die Schafe grau-

gelb. Silbrig klare Atmosphäre. Rechts unten die Bezeichnung: J. Wynants (f). Leinwand. 37%37 em. Provenienz: Verst. J. Tak in Soeterwoude, 5. September 1781, Nr. 59.

F. Nieuwenhuys. Literatur: Hofstede de Groot, Beschreibendes und Kritisches Verzeichnis, Band VIII, S. 547, Nr. 323. Tafel 4.

John Constable, R. A.

East Bergholt (Suffolk), London, 1776—1837

9 Heimkehr von der Kirche. Braun und Ocker des in meisterlicher Breite gemalten rechten

vorw Khrerıle Ha vibrttg 7

harıa, Leer

#r.39

Vordergrundes stehen im Gegensatz zum Grau der Turmspitze, dem Rot der Dächer und dem geschlossenen Grün der Bäume des Mittelgrundes links. Die Frau vorn trägt rosa Kleid, schwarzen Umhang und blaue Haube. Farbiges Zentrum ist das Purpurrot in der Figur an der Umzäunung des Friedhofs. Graue Wolken lassen nur einige Stellen blauen Azurs frei. Pentimenti am Rocke der Frau. Malpappe. 61X45,5 cm.

Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 272. Tafel 16.

Be

u

Jean-Baptiste Corot Paris, 1796—1875 Aus der Harmonie silbriggrauer und zartgrüner Töne heben sich heraus weiße Akzente in den Birkenstämmen, ım Hemd des Mannes mit roter Mütze und in

der Haube der Frau auf dem Wege. In feinem Grau verliert sich die Ferne. Am hell- "e Wolken mit leicht gelblichen Rändern. Links die Bezeichnung:

10 Kanal am Waldesrande.

blauen Himmel graulic COROT. Leinwand (auf Holz aufgezogen). 28,5 x43 cm.

Tafel ro.

Französischer Meister des 18. Jahrhunderts

ornehmen Dame. In grüner, goldbestickter Taille und rotem Überwurf. Reicher

ı1 Brustbild einer v Brust und Ärmeln sowie in dem mit blaugrünem Bande

Perlen- und Edelsteinschmuck an gezierten aschblonden Haar. Vor grünlichbräunlichem Grunde. Leinwand. 73,5x61 cm.

4 Will I Nele! Ausnelderf, Jean-Baptiste Greuze Haniguabtee #4 -Tournes (Saöne-et-Loire), Paris, 1725—1805

12 « La Priere. » Das junge Mädchen trägt weißes gefaltetes Hemd und blauen Überwurf. Blaue Augen. Im braunen Haar ein blaugrünes Band. Blaugrauer Grund. Holz. 40X30 cm. Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. ı1o. Ha Mal Tafel 9. Air vor 120 ce 7%

John Hoppner, R. A. Whitechapel, London, 1758—1810 13 Lady Almeria Carpenter (1752—1809). Das Kleid weiß; im graugepuderten Haar ein helles Band. Die Augen blaugrau. Neutraler, ziemlich dunkler Grund. Leinwand (in Holz ge- faßt). 52X45 cm. Provenienz: Shepherd Brothers, London. Sammlung H. Marquand, New York, versteigert in New York am 23. Januar 1903, Nr. 31.

Mhonı rreya 4 A endanlısi Yolrnlreo [re Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der 47 bay Brrad% Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 145. Literatur: W. McKay & W. Roberts, John Hoppner, R. A., London 1909, S. 45. Supplement to the Connoisseur Auction sale prices ») 28.2. 1903, S. 100.

Tafel ı1.

14 Brustbild einer jungen Dame mit Hut. Über dem dunkelgrünen Kleid ein duftiger weißer Kragen. Der Hut schwarz, mit schwarzen, graugrün schimmernden Federn. Dunkelblondes Haar; braune Augen. Der links kräftig rote Grund erscheint ganz rechts gelblichbraun auf- gehellt, mit schwärzlichem Schlagschatten unten. Leinwand. 79,5 X64 cm.

Wohl das von W. McKay & W. Roberts, a.a.O., S. 289, erwähnte Bildnis aus dem Besitze von Messrs. Lawrie & Co., das am 28. Januar 1905 bei Christie’s versteigert wurde.

Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 144 (als Bildnis einer Lady Bingham).

Tafel ı2.

Nicolas de Largilliere Paris, 1656—1746 ı5 Bildnis der Marquise de Montault. In roter Robe und grünem, gelblich schimmerndem Umhang, der mit Goldbrokat abgefüttert und von großer Perlenschließe zusammengehalten ist. Die hohe grauweiße Frisur geschmückt mit einem Tuff weißer und rosa Blumen und mit prachtvoller Perle an rotem Band. Der Hintergrund vorwiegend blau, links abgeschlossen t durch einen Vorhang in gedämpftem Rot, rechts durch eine braune Säule. Leinwand.

elıet , Bu 81x65 cm. f Urn

Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 172.

Tafel 6.

Sir Thomas Lawrence, R. A.

London, Bristol, 17691830

16 Bildnis der Mrs. Hicks. Sie trägt rotes Kleid und weißes Schleiertuch. Ihr Haar ist blond. Blaugraue Augen. Frischer Teint. Korallenhalskette. Der breit gemalte landschaftliche Grund grün, grünblau und blau. Leinwand (oval). 74% 58,5 cm.

Provenienz: Thomas Agnew & Sons, London.

ullıner Ausgestellt: In Berlin (auf der Kaiser-Friedrich-Museums-Vereins-Ausstellung), 1906, Nr.61 (75), und in Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 176.

Abgebildet: Die Meisterbilder von Lawrence (Weichers Kunstbücher, Band 52), S.26. Photographie von Braun, Clement & Cie.

Tafel 13.

nhunselolent

Charles Andre (Carle) van Loo Nizza, Paris, 1705-1765

ı7 Höfische Jagdpartie. Die schießende Dame mit blauer Robe im weißen Rock hebt sich aus der Gesellschaft als Hauptfigur heraus, aber auch die Ausführung der übrigen Personen in lichten, bunten Farben (Grau, Blaugrau, Hellgrün, Gelb, Rot) ist von ganz ent- sprechender Feinheit. Bläulichgrünliche Landschaftskulissen, mit Fernblick auf duftig blaue Berge. Holz (parkettiert). 59x 89,5 cm.

Ausgestellt: In Berlin (auf der Kaiser-Friedrich- Museums-Vereins-Ausstellung), 1906 Nr. 62 (77), und in Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der } Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 199.

>> add)

< Horn

Abgebildet: Im illustrierten Katalog der Kaiser - Friedrich - Museums -Vereins - Ausstellung, Berlin, 1906.

Tafel 8.

Michele Marieschi Venedig, 1696—1743 18 Ansicht aus Venedig. Die Hausarchitekturen in reichem Wechsel bald heller, bald grünlicher öder rötlicher Fassaden. Zu dem Blaugrün des Wassers kontrastiert die bunte Kleidung der Arbeiter und Fischer mit ihren roten Akzenten. Der elegante Herr links, dem sein Hund folgt, in braunem Rock; der von hinten gesehene Herr auf der zweiten Landungsbrücke in Amgherran -Au'beu

13

Nebeneinander der Schiffsmaste und der Silhouette des Hauses

gelbem Mantel. Pikant das = Ic links, auf dessen Dache zum Trocknen ausgehängte weilse Wäsche in der Sonne leuchtet.

Am blauen Himmel mächtig geballte Wolken. Leinwand. 56x 86 cm.

Tafel 5.

Jean Marc Nattier Paris, 1685—1766

19 Bildnis einer französischen Prinzessin. Prachtvoll glänzend die mit Spitzen gezierte silber-

graue Robe. Nicht minder kostbar der blaue, mit goldenen bourbonischen Lilien bestickte und reich mit Hermelin besetzte Staatsmantel. Grau gepudertes Haar, das vom Dreiklang Gelb-Weiß-Rosa einiger Blumen belebt wird. Bläulichgrünlicher Wolkenhintergrund. Lein-

wand. 79X63,5 cm. Re Die Dargestellte, früher als M”* Victoire de France bezeichnet, wurde späterhin mit der

Dauphine Maria Josepha von Sachsen identifiziert.

Provenienz: Sammlung M”® C. Lelong, Paris (versteigert in der Galerie Georges Petit, Paris, ı1. Mai 1903).

Literatur: Supplement to the Connoisseur („Auction sale prices“) 30. 6. 1903, S. 4. Der Kunstmarkt I, 16. 10. 1903, $. 14.

Tafel 7.

Sir Henry Raeburn, R. A.

Stockbridge (Edinburgh), Edinburgh, 1756—1823

20 Halbfigur einer jungen Dame mit gekreuzten Armen. In dunkelblauem Kleid mit weißem

TE ger: 7 2 Nehleriv (net

Brusttuch. Frische Gesichtsfarbe, blaugraue Augen, gepudertes Haar. Goldenes Armband. Die braune Laubfolie gestattet rechts einen Ausblick in die Landschaft, mit dunklem Wasser im Mittelgrund und grauwarmer Ferne. Leinwand. 76x 62,5 cm.

Angeblich ein Bildnis von Mrs. Maria Elphinstone of Logia.

Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 285 (als Bildnis von „Mrs. Elphinstone“).

Tafel 14.

Hyacinthe Rigaud

Perpignan, Paris, 1659—1743

Bildnis des Marquis d’Angevilliers. Der blaugraue, blau abgefütterte Rock läßt eine gelbe

Ay one yon - ? /

P, z Vekımoyecherr

Weste und das weiße Spitzenjabot frei. Die Farbe des Prunkmantels changiert zwischen Violettrosa in den Lichtern, Grau in den Mitteltönen und bräunlichem Grauschwarz in den Schatten. Blaue Augen, frische Gesichtsfarbe, graue Lockenperücke. Der Grund braungelb. Leinwand. 83,5 x66,5 cm.

Provenienz: Sammlung Marquis d’Ussel.

Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 282.

Tafel 6.

George Romney

Becside (Dalton in Furness), Kendal, 1734—1302

22 Junge Dame mit einem Vogel auf der Hand. In weißem Musselinkleid. Rosa Bänder als Gürtel, an den Ärmeln und im Haar. Dekorativer Landschaftsgrund mit warmbrauner A Baumkulisse rechts und graublauem Fernblick links unter düsterblauem Himmel. Leinwand.

02 Ah 76x63,5 cm.

yemadhnı Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der onen Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 285 (als Bildnis einer Miss Muir).

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George Vincent

1796—um 1850 (?)

23 Sommernachmittag am Wasser. Architektur und Laubwerk Braun in Braun gemalt. Ge- es der Alten, die im Schatten des Hauses emporsteigt. Das Wasser hellen Planken rechts und das weiße

dämpft das Rot des Rc in kühleren graugrünlichen Tönen spiegelt di Hemd des auf der Holzbrücke stehenden Knaben wider. Am warmgetönten Blau des ; GV 1824. Holz

Kerıet ha an ‚Himmels gelblich schimmernde Wolken. Rechts unten ILAHAHUR MM =

(parkettiert). 5rx39,5 cm.

Tafel 15.

Y np, Wriabır

15

1. FARBSTICHE

Nr. 24-67

Ä Pierre Michel Alix

24 Ein Paar Gegenstücke: Costumes Hambourgeois. Der Schlachter-Gesell Der Zucker-Becker- Gesell. Nach Lespinay. Um 1790. Gr.-Folio. Geschabt und in Farben gedruckt.

a ommm MHurnını

< Re ydıı Francis Bartolozzi 25 The Affectionate Broothers. Drei reich gekleidete Kinder vor Landschaftsgrund. Nach Dr J. Reynolds. London, Colnaghi & Son, 1798. Hoch-Folio. De, Punktiertundin Farben ged ruckt,

(.Nobd v 26 The Girl and Kitten. Kleines Mädchen mit Strohhut und schwarzem Brusttuch. Nac

Mn J. Reynolds. London, Bartolozzi, 1789. Kl.-Folio. Im hei R E E En 1 Fe i Punktiert und in Farben gedruckt. Honda a 27 Henry and Emma. Junger Mann mit Flöte und ein junges Mädchen mit einem Blumenstrauß

in der Linken vor einem Baum sitzend. ch J. Opie. Gr.-Folio. Punktiert und in Farben gedruckt.

IH 1e L

KyA n .

Mi 28 Jane Counteß of Harrington, Lord Viscount Petersbam and the Hon incoln Stanhope. Gruppenbild vor einer Säule mit Draperie. Nach J. Reynolds. London, Bartolozzi, 1789. Folio.

Punktiert und in Farben gedruckt.

Tafel 17.

c or 21 pP BR = ci J

29 Lady Smyth. Frau mit großem Federhut, umgeben von drei Kindern. N ach J. Reynolds. London, Bartolozzi, 1789. Folio. Punktiert und in Farben gedruckt.

Tafel 17.

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Benazech

ET I. PS, F 2 : I : e Add 30 Le Couronnement de la Rosiere. Ländliches Fest mit Bekränzung eines jungen Mädchens. Nach Benazech. Paris, Campions freres, um 1785. Kl.-Qu.-Folio.

Aquatinta, in Farben gedruckt.

I6

Louis Marin Bonnet

31 Zwei Blatt Gegenstücke: Le Gouter Le D£jeune. Elegante Rokokogesellschaften beim Tafeln im Freien. Nach Baudouin und J. B Huet. Paris, um 1780. Kl.-Folio. n%y Aenmeyer Aquatintastiche, in Farben gedruckt. Lmvatt. Hl Tafel 17.

udurf

31a ZAvei Blatt Gegenstücke: The Welcome Necos The Pleasures of Solitude. Elegante Damen in Innenräumen. Nach Le Prince. London, um 1780. Kl.-Folio.

RR Aquatinta, in Farben gedruckt.

Wehef William Dickinson 32 The Gardens of Carleton-House with Neapolitan Ballad Singers. Musikanten und Sänger spielen vor zahlreichen Zuschauern. Nach H. Bunbury. London, W. Dickinson, 1785. Kanone Gr-Qu.-Folio. Aernbeune, Punktiertund braun gedruckt.

John Jones

33 Ein Paar Gegenstücke: Black Monday or the Departure for School Dulce Domum or the Return from School. Abschied und Begrüßung eines Knaben in einer vornehmen Familie. Nach W.R. Bigg. London, W. R. Bigg, 1790. Gr.-Qu.-Folio.

RN ‚Geschabt undin Farben gedruckt. $ Ilmger "orcht ls Tafel 18.

34 Ein Paar Gegenstücke: Black Monday or the Departure for School Dulce Domum or the Return from School. Gleiche Darstellung wie die vorhergehenden Blätter. Nach W.R. Bigg. London, W. R. Bigg, 1790. Gr.-Qu.-Folio.

q ‚» - GeschabtundinFarben gedruckt. NMorıshere

Han brers Ja 7 Angelika Kauffmann

35 Ferdinand IV., König von Neapel, mit seiner Familie. Gest. von M. Bovi. London, M. Bovi, 1790. Gr.-Qu.-Folio. Y Punktiert und in Farben gedruckt. Ohne Rand. NOwele yes olerı Charles Knight 36 Nature. Brustbild einer jungen Frau, die sich auf eine Steinbrüstung lehnt. Nach J. Hoppner.

London, C. Knight, 1795. Folio. Punktiertundin Farben gedruckt.

Ka iewueiTafel 19. 37 Miss Farren. Junge, reich gekleidete Frau in Landschaft. Nach T. Lawreince. London, Jeffryes, 1791. Gr.-Folio. Zustandsdruck. Punktiert. 38 British Plenty. Englischer Matrose mit zwei Frauen. Nach H. Singleton. London, C. Knight, 1794. Gr.-Folio. y“ _ Punktiertundin Farben gedruckt. MOURL 70

17

N

ran

R. M. Meadows

Child restored. Zigeuner halten das

aling a Child The gten Familie begrüßt. Nach

39 Ein Paar Gegenstücke: Gipsey’s ste 4 Kind wird von der freudig erre

Kind auf einem Esel fest. Das ger H. Singleton, London, J. R. Smith, 1798. Qu.-Folio.

Punktiertundin Farben gedruckt.

George Morland

ement Youth diverting Age. Vor alten Leuten Dickinson, 1789.

40 Ein Paar Gegenstücke: Chile ish amıs spielende Kinder. Gest. von G. Grozer u. W. Dickinson. London, W. Hoch-Folio. GeschabtundinFarben gedruckt.

3 Hhrek Yrkırt Tafel 20.

Ein Paar Gegenstücke: A Party Angling The Anglers Repast. Vornehme Gesellschaften im

41 Boot und am Ufer picknickend. Gest. von W. Ward u. G. Keating. London, J. R. Smith, 1789. Gr.-Qu.-Folio. 7 ) GeschabtundinFarben gedruckt. IR ir « re ee; Tafel 21 42 Vier Blatt Jagdfolge: Partridge Shooting Snipe Shooting Duck Shooting Woodcock & Pheasant Shooting. Gest. von Simpson, C. Catton u.a. London, T. Simpson, 1789,90. Kl.-Qu.-Folio. HU, Punktiertundin Farben gedruckt. / unter unse zn]? Zwei Blätter neuere Drucke.

Y

Peklerıc Ah Tafel 22.

43 A Tea Garden. Gesellschaft mit Kindern, im Park unter großem Baum an einem gedeckten Te | * - a _* ro . + Br isch sitzend. Gestochen von F.D.Soiron. London, T. Gaugain, 1790. Qu.-Folio.

Punktiert und in Farben gedruckt.

Ya u GIS TE Tafel 24.

44 Ein Paar Gegenstücke: Morning or the Benevolent Sportsman Evening or the Sportsmans

oe >fe a aoe a Tioe . | a ei M Return. Jäger zu Pferde v or lagernden Zigeunern. Heimgekehrter Jäger zeigt seiner Familie einen erlegten Fasan. Gest. von J. Grozer. Publ. London, J. Grozer, 1795. [77 2 - - i ; in Ui ED Gr.-Qu.-Folio. 4 f Geschabtundin Farben gedruckt.

Guard are chen Dr lit til Tafel 23.

v

William Nutter

45 The Moralist. Alterer Herr hält zwei jungen eleganten Damen unter verzweigtem Baum einen 4 7 5 \ ü Vortrag. Nach J.R.Smith. London, J.R. Smith, 1787. Hoch-Folio / ar He Telene Punktiert und in Farben gedruckt.

& aralı Pr IA / a Tafel 24.

18

Joshua Reynolds 46 Master Henry Hoare. Ganze Figur in Landschaft, mit Karren und Hund. Gest. v.C. Wilkin. London, Wilkin, 1789. Gr.-Folio.

en, Punktiert und in Farben gedruckt. Ar. Ale ol

47 Lady Dashwood and Child. Bildnis in Halbfigur, das Kind in den Armen haltend. Gest. v. C. Hodges. London, Dickinson, 1766. Gr.-Folio.

GeschabtundinFarben gedruckt.

F fel /, 7 Wil Tafel 20.

John Rafael Smith

48 Sophia Western. Junge Frau mit gelbem Hut und Kinnschleife, in einer Fensterbrüstung. Nach J. Hoppner. London, J. R. Smith, 1787. Gr.-Folio.

GeschabtundinFarben gedruckt.

re k Tafel 19.

49 Almeria. Dame mit großem, schwarzem Hut. Nach J. Opie. London, J. R. Smith, 1787. Gr.-Folio.

GeschabtundinFarben gedruckt. {y Tafel 19.

5o Flirtilla. Junges Mädchen mit Hut, einen Brief in den Händen haltend. Nach W. Ward. London, J. R. Smith, 1787. Folio.

TR, Punktiert und in Farben gedruckt.

Aolap Intoch

Louisa Mildmay. Junges Mädchen mit Hut, im Sessel sitzend. Nach W. Ward. London, 1787. Folio.

Punktiertundin Farben gedruckt. Hs Ale: echt 52 The Highland Queen. Junges Mädchen mit Hut, ein Buch in der Linken haltend. Nach W. Ward. London, Shaw, 1788. Folio. Punktiert und in Farben gedruckt.

) Nodrrımerıı

James Ward

53 A Boy employed in burning the Weeds. Bauerngehöft, rechts wird einem Reiter ein Trunk gereicht, links legt ein Junge Feuer an. Nach G.Morland. London, Colnaghi, Sala & Co., 1799. Gr.-Qu.-Folio.

Geschabtundin Farben gedruckt.

URN Val Tafel 23.

19

William Ward

54 Louisa. Brustbild nach links, mit rosa Bandwerk auf weißem Rüschenkleid. Nach W. Ward. 5 London, J. R.Smith, 1786. Kl.-Folio. Arschal | Punktiert und in Farben gedruckt.

“a G Wırıfeln Tafel 24. Koll erıolor 55 Hesitation. Junges Mädchen mit Hut beim Schreiben eines Briefes. Nach W. Ward. London, er Dickinson, 1786. Folio. Ira Wvatrer Punktiert und iin Farben gedruckt. NHerdın arır a Änelırerfel le RUHE EBEN 497 f s6 Thoughts on Matrimony. Junge Frau ın weißem Spitzenk J. R. Smith. London, J. R. Smith, 1786. Folio. ey Punktiert und in Farben gedruckt. 0 Amelirl! MR

REN Tafel 24.

leid mit rosa Bänderschmuck. Nach

7 The Soliloquy. Junges Mädchen mit Hut unter einem Baum, einen Brief in der Linken.

Nach W. Ward. London, Dickinson, 1787. Folio. Punktiert und in Farben gedruckt. M uraferıi 58 Alinda. Kniefigur vor Landschaft, im Rund. Nach W. Ward. London, 1787. Folio.

Punktiert und in Farben gedruckt.

heyer Ar 59 Ein Paar Gegenstücke: A Visit to the Child at Nurse AVisit to the Boarding-School. Vor- nehme Dame besucht ihr Kind bei einer Amme. Dame besucht ihre junge Tochter, die von einer Lehrerin in das Zimmer geführt wird. Nach G. Morland. London, J. R. Smith, 1788 NT. SHorsanersor u. 1789. Gr.-Qu.-Folio. E hart. » | GeschabtundinFarben gedruckt. " Aumebnald Tafel 2ı.

60 Vier Blatt Kinderfolge: Blind Mans Buff Children nutting Juvenile Navigators Children playing at Soldiers. Nach J.Morland. London, J. R. Smith, 1789. Gr.-Qu.-Folio.

@) RT ' ı pol abe undinFarben gedruckt. Tafel 25.

Ein ‚Paar Gegenstücke: The First of September, Morning Evening. Jäger koppelt im Stall die Meute. Jäger vor dem Wirtshaus. Nach G. Morland. London, T. Simpson, 1796. Gr.-Qu.-Folio. Porn wow Geschabtundin Farben gedruckt. » Dı, fl Kill Tafel 22. Ah

62 Ein Paar Gegenstücke: The Truants The Romps. Figurenreiche Kinderszenen in Räumlich- keiten. Nach W. R. Bigg. London, W. R. Bigg, 1796. Gr.-Qu.-Folio.

55

VW, . hd Geschabtundin Farben gedruckt.

h dena es: Tafel 18.

William Ward

63 The lovely Brunette. Junge Frau mit Muff und großem blauem Hut. Gest. v. E. Williams. Um 1795. Folio.

Moprı kei . : PR Punktiert und iin Farben gedruckt.

1

64 The Farmers Stable. Stallinneres mit Schimmel und Knechten. Nach G. Morland. London, J. R. Smith, 1795. Qu.-Folio.

GeschabtundinFarben gedruckt.

Fleck Tafel 23.

James Watson

65 Mary, Lady Boynton. Reich gwandet, in ganzer Figur vor Landschaft stehend. Nach F. Cötes. London, Rob. Sayer, 1770. Gr.-Folio.

Geschabt und in Braun gedruckt.

Francis Wheatley

66 Cries of London, Plate 3: Sweet China Oranges. Orangenverkäufer. Gest. vonL. Schiavonetti. London, Colnaghi & Co., 1796. Folio.

r

rau Punktiert undin Farben gedruckt. Rand ergänzt. u. HunmAa

67 Cries of London, Plate rr: A New Lowe Song... Liedertextverkäufer. Gest. v. A. Cardon. London, Colnaghi & Co., 1796. Folio.

ö Punktiert und in Farben gedruckt. Rand ergänzt.

Ühece ermwerıır

ER | / Uurtlmshondam,

21

IN.

Italienische, niederländische und französische SKULPTUREN

Nr. 68— 79

o 68 Büste einer Frau, mit einer nach unten abschließenden Manteldraperie. Der Kopf ist wenig nach rechts gewendet. Das vorn gescheitelte Haar ist kunstvoll mit Zöpfen und eingeflochtenen Aaeı Bändern frisiert; ein Tuch ist von hinten über den Hinterkopf gelegt. ke darıın Gebrannter Ton; weißblau glasiert; mit blauen Augen. Mehrfach gekittet. H. 48 cm. 75} Florenz, Werkstatt der Robbia, 16. Jahrh. 69 Schlafender Amor, nackt, auf dem Rücken liegend. Neben ihm Bogen und Köcher. Über den felsigen Boden ist ein Tuch gebreitet. Marmor. Der Zeigefinger der linken Hand und eine Zehe am rechten Fuß sind abgebrochen. Der kleine Finger der rechten Hand und das obere Ende des Bogens sind gekittet. Br. 24 cm, L. 45 cm. Italien, ı. Hälfte 17. Jahrh. 70 Meleager. Büste eines jungen, nach rechts blidkenden Mannes, mit kurzem, gelocktem Haar. Um die Schultern liegt das Fell des erlegten kalydonischen Ebers. Reh Br Marmor. H. 48 cm. 1 Viel, Gegenstück zur folgenden Nummer. f Italien, 17. Jahrh. 70a Diana. Büste einer nach links blickenden Frau in dünnem Gewand, das die linke Brust frei- läßt, und einer nach unten abschließenden Manteldraperie. Das Haar ist hochfrisiert und von Zöpfen durchflochten. Eine Locke fällt auf die Schulter herab. Vorn über der Stirn die Mondsichel. Marmor. H. 48,5 cm. Gegenstück zur vorigen Nummer. Italien, ı7. Jahrh. A 71 Junger Bacchus, mit einem Kranz aus Weinblättern im Haar, lehnt sich an ein F ß, das mi { ö n Haar, lehnt sich an ein Faß, das mit

1 die

gehalten wird. In der erhobenen Linken

Weintrauben gefüllt ist. Als Schurz dient ihm ein Pantherfell, das von Weinra über die Schulter und um die Hüften gelegt sind ap Ageol Tove; hält er eine Traube.

Prardıleliunf/dau. Statue. Marmor. H. 68 cm.

ent.) Niederlande, ı7. Jahrh.

72 Herbst und Winter, aus einer Serie der Jahreszeiten. a) Herbst als nackter, auf einem Felsstück gelagerter Putto, der sich mit der Linken auf- stützt. Er blickt zu einer Traube empor, die er in der erhobenen Rechten hält. Rechts Br neben ihm Trauben und Weinlaub. Ark Karfeld Statuette. Marmor. Der Felsblock aus mehreren Teilen gestückt. Gekittet: die rechte Kderıkung Hand unterhalb des Handgelenks und die beiden Zehen des linken Fußes. H. 36 cm.

elloh Erokldf bb) Winter als nackter, auf einem Felsblock sitzender Putto, der sich frierend in ein Tuch zu

de Ara, ö hüllen sucht. Links neben ihm ein Schwan. Altgechrrelısev Statuette. Marmor. Kopf und Hals des Schwanes viermal gebrochen und gekittet. H. 32 cm.

Belgien, ı. Hälfte 18. Jahrh. Aus dem Kreise des Laurent Delvaux (1696— 1778); in der Art des Pierre-Frangois Le Roy.

73 Verherrlichung der Maria Theresia. Auf einem verkröpften Sockel mit Feldern aus grünem Marmor zwei nackte Kinder, ein Knabe und ein Mädchen, die zu einem Banner mit dem Brustbild der Maria Theresia aufblicken. Der auf einer Trommel sitzende Knabe hält mit der Linken den Schaft des Banners und zwei Lanzen. Das stehende Mädchen, mit einem "Tuch um die Hüften, greift mit der erhobenen Rechten nach dem Banner. Am Boden Sieges-

trophäen.

Gruppe. Marmor. Die Finger der linken Hand des Mädchens sind gekittet. Die Spitze des Banners ist verdübelt. H. (mit Sockel) 9r cm.

Belgien (Brüssel), Mitte ı8. Jahrh.

Die Gruppe dürfte auf den für Maria Theresia glücklichen Ausgang des Erbfolgekrieges und die Anerkennung der habsburgischen Kaiserwürde im Frieden von Aachen im J ahre

1748 Bezug nehmen.

74 Puttengruppe. Ein von links hera

’Tuche am Boden liegt und mit der Linken eine Maske hält, einen Backenstreich.

neilender Putto gibt einem zweiten Putto, der auf einem

Gruppe. Marmor. Die linke Hand des linken Putto gekittet; der Zeigefinger ist abgebrochen. H. 30,5 cm, L. 35cm.

Belgien, Mitte 18. Jahrh.

Was

Allegorie des Wassers. s und links von einer Urne sitzen,

>utto hält mit der Rechten einen Fisch; zu

Zwei Putten, die re

75 Puttengrı

aus der Wasser fließt; der linke, höher sitzende I

seinen Füßen ein Schwan.

Gruppe, auf ovaler Standplatte. Gebrannter Ton. Der Kopf des Schwanes ist abgebrochen und gekittet. H. 17 cm, L. ı8 cm.

Frankreich, Mitte 18. Jahrh.

76u erkur unterrichtet Amor. Merkur, unbekleidet, mit dem Flügelhut auf dem Kopfe. Er

sitzt auf einem Postament, über das sein Mantel, der heruntergeglitten ist und seinen rechten

Oberschenkel bedeckt, herabfällt. Merkur wendet sich dem neben ihm stehenden Amor zu,

j der : aufblickt. Mit der Bewegung seiner Hände unterstreicht er seine Worte, die eg Amor im Begriff ist, auf eine Tafel zu schreiben. Auf der Rückseite des Postamentes die

Gottfried Knöffler Königl: Hoffbildhauer Dresten 1757.

‚Standplatte. Gebrannter Ton. Kittstellen an den Zehen des finger der rechten Hand Merkurs. H. 36 cm, Standplatte

rechtecki

Gruppe, auf

linken Fußes und am

28,7% 17,6 cm.

Gegenstück zur folgenden Nummer.

Venus züchtigt Amor. Venus, unbekleidet, nach links gewendet auf einem Postament sitzend, hat den veidenden Amor mit der Linken ergriffen und gegen ihr rechtes Knie gezogen, um ihn mit der Rute (in der erhobenen Rechten) zu strafen. Ein Manteltuch, das über ihren Oberschenkeln liegt, fällt über das Postament herab. Auf der Rückseite des Postaments die Signatur: Gottfried Knöffler Königl: Hoffbildhauer Dressden 1757.

Gruppe, auf rechteckiger Standplatte. Gebrannter Ton. Gekittet sind die rechte Ecke der Standplatte, der Kopf der Venus und Amors rechter Unterschenkel und Fuß. H. 38 cm,

Standplatte 28,5 X 17,2 cm.

Gegenstück zur vorigen Nummer.

Gottfried Knöffler, geb. 1715, gest. 1779 in Dresden.

1750 Hofbildhauer in Dresden.

Tätig in Berlin und Dresden. Seit

78 Brunnenmodell. Grottenaufbau mit einem Wasserbecken in Form einer Muschel. Darüber ein junges, nach rechts gelagertes Mädchen mit einem Krug, aus dem Wasser in das Becken her- abfließt. Mit der Linken stützt es sich auf einen Korb mit Blumen. Rechts liegt ein Ziegen- bock. Als hinterer Abschluß ein Feldweg mit Resten eines rohgezimmerten Zaunes.

Gruppe. Gebrannter Ton. H. 29 cm, L..27°cm-

Ale at or tätig in Paris. Schüler und Nachahmer Clodions.

Hohe, ln Joseph-Charles Marin, 1759— 1834,

79 Zwei Allegorien:

a) Wasser. Ein nach rechts gelagerter Knabe stützt sich mit dem linken Arm auf eine Urne,

aus der Wasser herunterströmt; mit der Rechten hält er eine Muschel in das Wasser. Im

i gelockten Haar, über dem linken Ohr, ein Büschel Schilfrohr. Ein Blatt am Schilfrohr

x don chharınıer über dem Ohr ist abgebrochen. Gebrannter Ton. H. 47,2 cm. Die ovale Standplatte L. 57 cm, T. 33 cm.

b) Zufl. Ein nach links gelagertes Mädchen, das einen Vogelkäfig geöffnet hat. Sie blickt zu einem Vogel empor, der zwitschernd und mit zum Fluge geöffneten Flügeln auf der erhobenen Linken sitzt. Vor dem Käfig zwei Tauben. Links am Käfig eine Rosenranke; nach rechts hin breitet sich ein Tuch aus. Das Haar des Mädchens ist mit einem Band geschmückt, das mit kleinen Blumenrosetten besetzt ist. Gebrannter Ton. H. 42,5 cm. Die ovale Standplatte: L. 56 cm, T. 29 cm.

Frankreich, 19. Jahrh.

IV.

Deutsche, niederländische und französische

KLEINPLASTIR AUS HOLZ UND ELFENBEIN

Nr. 8087

80 Stehender Christusknabe, unbekleidet, mit segnend erhobener rechten Hand, in der Linken eine Blume haltend.

Statuette. Lindenholz. Alte, beschädigte Bemalung, Haare und Blume vergoldet. Auf nicht

ten fagehöriger Standplatte. H. 36,5 cm.

de

NMuretogtr

„Süddeutsch (Tirol?), um 1470.

Alte Frau, die einen Satyr prügelt. Gruppe aus einem Fastnachtsspiel (?). Der bärtige Satyr,

nackt bis auf einen Schurz aus Lederstreifen, mit Bockshörnern und langen Ohren, mit Wein-

laub im Haar und an den Waden, wehrt sich verzweifelt gegen eine vermummte Alte, die

RB ‚mit einer Rute in der erhobenen Rechten auf ihn einschlägt. Während die Alte den Satyr

“mit der Linken bei den Haaren zu packen versucht, hat er selbst eine lange Haarsträhne der Alten ergriffen. Standplatte und Gruppe aus einem Stück.

Gruppe. Buchsbaumholz. Zwei Lederstreifen am Schurz des Satyrs sind abgebrochen. Die Rute in der erhobenen Rechten ist ergänzt. Der Faltenbausch auf dem Rücken der Alten ist angeleimt. H. 17,5 cm.

Süddentsch (Nürnberg), ı.Hälfte 17. Jahrh.

Tafel 26.

82 Dudelsackpfeifer. Ein mit gekreuzten Beinen auf einem Baumstumpf sitzender Jüngling in der Tracht eines Hirten oder Bauern, den Dudelsack spielend. Auf dem Kopfe trägt er einen breitrandigen Hut.

Statuette. Buchsbaumholz. H. 13,9 cm. Niederlande, ı7. Jahrh.

Nach der bekannten, von W.v.Bode dem Giovanni Bologna zugeschriebenen Bronze- statuette, von der sich Exemplare in Berlin und Braunschweig befinden; vgl. W.v. Bode, Bronzestatuetten, Bd. III, Taf. CCV, und Katalog der Bronzestatuetten des Kaiser- Friedrich-Museums, Berlin, Nr. 170.

Tafel 26.

25

33 Maria mit dem Kinde auf Schlange und Halbmond über Wolken stehend. Maria, mit einem

vorn verschnürten Kleid und einem lang herabfallenden Mantel, der zugleich als Kopftuch

dient, hält mit beiden Händen das zu ihr hinauflangende nackte Kind. Auf altem, zu- ‚he

i i Toluten, eine rub i ittelfeld, einer Tuchgirland gehörigem Sockel mit rahmenden Voluten, einem Cherub im Mittelteld, girlande

und einer die Mitte bekrönenden Muschel. 2 ) Statuette. Buchsbaumholz. H. ohne Sockel 17 cm, H. mit Sockel 21,5 cm. C Buß. Uaperma i = Niederlande, ı7. Jahrh. Die Statuette gehört zu einer größeren Gruppe unter sich verwandter Marienfiguren, die z = . .. möglicherweise auf ein berühmt gewesenes Wallfahrtsbild zurückgehen.

Tafel 26.

Maria mi hristusknaben. Maria, von einer Strahlenglorie umgeben, mit einer Krone 84 Maria mit dem Christusknaben. ! h g

auf dem vorn gescheitelten, nach hinten hochgebundenen Haar, auf der Weltkugel stehend,

= R sad se wor ihr F eine Ache

hält mit der Rechten das segnend erhobene Händchen des vor ihr auf einem Drachen

stehenden Knaben. Maria, in einem Kleid mit geschnürtem Mieder und einem um die

Schultern gelegten Mantel, blickt nach rechts unten. Die Erdkugel mit Ländern und 7 Meeren in flachem Relief, dem Aquator, der Sonnenbahn und den Breitengraden in flachen, Aaukmao, die Kugel umziehenden Bändern ist zwischen Tod und Amor, dem die Augen verbunden

/

lo sind, eingebettet.

Statuerte. Buchsbaumholz. Hinten ausgehöhlt. Der Arm des Kindes und die rechte Hand der Maria waren abgebrochen. Der Zeigefinger der rechten Hand ist abgebrochen. Der Kopf des Drachens ist ergänzt. H. 65 cm.

Niederlande, Anfang 18. Jahrh.

Tafel 27.

e; mit reicher Manteldraperie, groß-

85 Büste eines pockennarbigen Mannes in Allongeperüch gemustertem Brokatrock und Spitzenkrawatte, die mit einer Schleife zusammengebunden ist. Am linken Armabschnitt die vertieft geschnittene Signatur: C. Lacroix fecit. ke} ©

Büste. Elfenbein. H. (ohne Sockel) 14,3 cm. Auf dem Kopf zwei Bohrungen.

he Aauhoslıe C. Lacroix, Elfenbeinschnitzer aus Burgund. Tätig Ende 17. Jahrh. Die Tracht des Dar- Ad, Arocugı. gestellten um 1680. Nach P. Mantz, Gazette des Beaux Arts, Bd. XIX, S. 343; befand stellten Kunst- hnete Elfenbeinbüste

sich auf der Weltausstellung in Paris im Jahre 1865 unter den dort ausg

werken aus dem Besitz eines Herrn Fau eine „C. Lacroix fecit“ bezei eines vornehmen Mannes aus der Zeit Ludwig XIV., die gleiche Büste, die Gonse, L’Art ancien & l’exposition de 1878, Paris, S.206, erı Tafel 26.

86 Tänzerin und Mezzetin. Zwei Statuetten aus einer Serie von Komödienfiguren.

A a) Tänzerin im Kostüm einer Jägerin mit seitlich erhobenen Armen im Tanze auf dem

: ee HE n R 5 = rechten Fuße stehend. Sie trägt ein mit breiten Schnallen zusammengehaltenes, eng er geschnürtes

rel Te

Au.

Mieder mit weiten Ärmeln, einen über den Hüften breit ausladenden Rock mit einem Überwurf darüber; an den Händen Handschuhe mit langen, bis zum Oberarm

enden Ärmeln; auf dem lockigen Haar, das in zwei langen Zöpfen herabfällt, einen Dreispitz mit einer Feder als Schmuck; um den Hals eine Perlenkette.

b) Mezzetin, stehend, den Kopf nach rechts gewendet, in langärmeligem, vorn geknöpftem Wams, mit einer Krause am Halse und kleineren Krausen an den Ärmeln, mit Schulter- mantel, kurzen Hosen, Strümpfen und Halbschuhen; auf dem Kopfe eine breite Beutel- mütze. Mit der Linken hält er die beiden Enden des Schultermantels; die Rechte weist

nach unten.

Statuetten. Buchsbaumholz. Tänzerin: H. 21 cm. Ergänzt die Finger der linken Hand. Mezzetin: H. 21 cm. Ergänzt der Zeigefinger der rechten Hand. Der Rücken ist roh bearbeitet.

Frankreich, Anfang 18. Jahrh.

Tafel 28.

87 Allegorie. Stehende Frau in langer Gewandung, die Arme und Brust freiläßt. Mit der Linken hält sie einen Korb mit Blumen, von dem ein Tuch auf die Blumen in der neben ihr stehenden Vase herabfällt. Mit der Rechten rafft sie das Überkleid.

Statuette. Buchsbaumholz. H. (ohne den Sockel) 18,6 cm.

Ren: co . . . 6. E Die Statuette ist bis auf den Blumenkorb im Arm, dem herabhängenden Tuch und der Vase

am Boden die getreue Kopie einer französischen Statuette (einer Juno mit dem Pfau, Buchsbaumholz, H. 26 cm) aus der Zeit um 1600, die 1928 in Wien versteigert worden ist; vgl. Katalog der 298. Kunstauktion von Wawra und Werner (Katalog von E. Kris) Nr. 69.

NV.

Deutsche und niederländische

BRONZESTATUETTEN

Nr. 88—100

88 Kleopatra, aufrecht stehend, nur mit einem Mantel bekleidet, der von der linken Schulter über den Rücken herabfällt, wird von zwei Schlangen gebissen. Die eine Schlange, die Kleopatra mit der Linken hält, beißt in ihre linke Brust; eine zweite Schlange ringelt sich um den rechten Oberschenkel an der Hand empor, die in das Mantelende greift. Der Blick ist mit schmerzlichem Ausdruck nach oben gerichtet.

Statuette. Bronze. H. 24 cm. Auf mitgegossener runder Standplatte.

Süddeutschland, Mitte 16. Jahrh.

Tafel 29.

Ale Hlerı fa Lt

Kunı oA, rue

89 Kaiser Maximilian II. von Österreich (1527— 1576). Brustbild auf zugehörigem rundem, mehrfach profiliertem Sockel. Rüstung mit Reliefschmuck an den Schultern; Halskrause und Orden vom Goldenen Vlies. Auf dem Sockelschaft, innerhalb der Büste, steht ein- graviert in alter, jedoch nicht ursprünglicher Schrift: MAX. II.

Büste. Bronze, mit rötlichem Lack. H. (mit Sockel) 28 cm.

“7 Deutschland, 2. Hälfte 16. Jahrh. Von einem deutschen Meister in der Art des Antonio Abondio. Die Ähnlichkeit mit den bekannten Darstellungen des Kaisers von Antonio Abondio läßt die Bestimmung dieser Büste auf Kaiser Maximilian II. als durchaus wahr- scheinlich erscheinen.

Tafel 30.

90 Herkules im Kampfe mit dem vielköpfigen Drachen (im Garten der Hesperiden). Herkules, als bärtiger Mann, unbekleidet, hat den rechten Fuß auf den am Boden liegenden Drachen gesetzt. Mit beiden Händen hat er die Keule zum Schlage gegen ihn erhoben.

Y Alkrochh Gruppe. Bronze. Die Sockelplatte ist später hinzugefügt. Die Keule ist für sich gegossen u, ers und angeschraubt. H. 47 cm. lderlelok 5 r se Süddeutschland (München), Anfang 17. Jahrh. Tafel 31. 91 Raub einer Sabinerin. Ein nackter, bärtiger Mann entführt eine nackte, sich lebhaft wehrende Frau, die er mit beiden Armen umschlungen hält. Gruppe. i i Fe ve e ; PRe Pionze, mit hauchfeiner Feuervergoldung unter dünnem Lacküberzug. H. 16 cm. In 2 It Niederländisch-süddeutscher Meister, um 1600.

ho. ya wi M [ex Tafel 29. $ /

92 Geflügelter Putto, nach rechts gelagert, mit übereinandergelegten Beinen, den Kopf nach links gewendet, hielt mit beiden vorgestreckten Händen einen (jetzt verlorenen) Gegenstand. Er liegt auf einem Tuch, das nach rückwärts im Winde flattert.

Bronze, rötliche Patina mit Resten alter Feuervergoldung am Kopf. Der rechte Arm ist an- gestückt; am linken Arm eine Bruchstelle. Kleinere Gußfehler und alte Ausbesserungen. Beide Flügel sind angesetzt. Das Tuch ist für sich gegossen. H. 28 cm, L. 54 cm.

Die Figur gehörte mit der folgenden in einen größeren dekorativen Zusammenhang.

Niederländisch-italienischer Meister, ı7. Jahrh.

93 Geflügelter Putto, nach links gelagert, mit übereinandergeschlagenen Beinen, den Kopf nach rechts gewendet, weist mit der linken Hand nach oben; der rechte Arm war ursprünglich aufgelehnt. Der Putto liegt auf einem Tuch, das den rechten Oberschenkel bedeckt und um

den rechten Oberarm herumgeführt ist.

Bronze, rötliche Patina mit Resten alter Feuervergoldung an den Haaren. Die Flügel sind rate ITEM ; : : D angesetzt. Das Tuch ist für sich gegossen. Die rechte Hand und der linke Arm sind an-

ruheuuorgestückt. H. 28 cm, L. 27 cm. Die rechte Hand und der linke Arm sind angestückt. H. 28 cm, L. 27 cm. Die Figur gehörte mit der vorigen in einen größeren dekorativen Zusammenhang.

Niederländisch-italienischer Meister, 17. Jahrh.

94 Venus Callipygos, im Gegensinn der im Neapeler Nationalmuseum befindlichen antiken Marmorstatue frei nachgebildet. Statuette. Bronze. H. 26 cm.

Niederlande, ı7. Jahrh.

96 Zwei Kühe, stehend; mit einwärts gerichteten Hörnern. Die Schwänze endigen in je zwei langen Haarbüscheln. Als Gegenstücke entworfen. 7 Statuetten. Bronze, ziseliert. Braunrote Patina. H. 14 cm. Atar Niederlande, ı7. Jahrh. » Tafel 32.

OR

97 Liegender Hund (Mops?) mit langen, herabhängenden Ohren; den Kopf dem Beschauer zugewendet. Die Glasaugen modern ergänzt. \ Statuette. Bronze, ziseliert. Auf dem Nacken ein abnehmbares Stück, das mit einer Schraube Saal befestigt ist. H. 9,8 cm, L. 16 cm. Süddeutschland, um 1700.

98 Büste des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern (1662—1726). In Allongeperücke, mit scharf nach rechts gewandtem Kopf. Über einem Prunkpanzer mit reicher Manteldraperie trägt er den Orden vom Goldenen Vlies. Auf zugehörigem, reich gestaltetem, in Boulle-Technik

Yp ausgeführtem Sockel mit vier Löwenklauen aus vergoldeter Bronze. Auf der Rückseite der

IP BEER 3 Sry R a S =

44 & rechten Schulter die eingravierte Signatur: G. de Grof F.

{x a “. . - . . - . .

I. Büste, Bronze, im Feuer vergoldet. Die Ordenskette ist für sich gearbeitet und an den du N . .. .

F ; Enden vernietet. H. der Büste 17 cm, H. (mit Sockel) 42,5 cm.

15

innehoeı Guillielmus de Groff (Grof), geb. um 1680 in Antwerpen, gest. 1742 in München. Tätig in München als Hofbildhauer. Die Büste dürfte annähernd gleichzeitig mit der um 1717

29

99 Zwei Köpfe, einer jungen Frau und eines jur

ıra

ıoo Lipiz

vermutlich als Modell zu einer Reiterstatu Bayr. Nationalmuseum in München) entstanden sein.

Tafel 35.

e gegossenen Bronzestatuette des Kurfürsten (im

ngen Mannes, einander zugewendet. Das über der hochgenommen und zur Schleife gebunden.

Stirn gescheitelte Haar der Frau ist hinten H Blei, grünlicher Lack. H. des

Beide Köpfe auf Holzsockeln der 2. Hälfte des 18. Jahrh. Frauenkopfes, ohne Sockel 24 cm. H. des Männerkopfes, ohne Sockel 22 cm.

Österreich (Wien), 2. Viertel 18. Jahrh.

schreitend, mit erhobenem rechten Vorder- und linken Hinterbein. Der enig zur Seite gewendet. Die lange

aner Hengst, Kopf mit vorgestellten Ohren ist angezogen und w Mähne ist geflochten und mit zwei Schleifen geschmückt. Statuette. Bronze, im Feuer vergoldet. Der Schwanz ist für sich gegossen und angeschraubt. H. 18,5 cm.

Österreich, 18. Jahrh.

Tafel 34.

VI. Französische BRONZESTATUETTEN

Nr. 101 —106

ıoı Büste des Dichters Torquato Tasso (1544—1595). Der mit dem Lorbeerkranz geschmückte

Dichter trägt einen vorn geknöpften Rock mitHalskrause und langen, eng zulaufenden Ärmeln

mit schmalen Krausen an den Handgelenken. Über dem Rock ein ärmelloser Talar mit

Kragen. Um den Hals hängt ein Band, dessen Enden vorn in den Rock geschoben sind.

7 aleufng Mit der Rechten hält er die Handschuhe; die Linke ruht auf einem schräggestellten Buch

mit der Altersangabe „AN. AET. XXXIII“, der Jahreszahl „ıs71“, der Signatur A.A.D.

und einer aus griechischen und lateinischen Buchstaben gebildeten Inschrift, die keinen Sinn ergibt.

Kira

Büste. Bronze. Hellgelbe Naturpatina mit dunkelblauem Lack. Ziseliert.

H. 19,8 cm.

Frankreich, 1571.

Der Meister A. A.D. ist sonst nicht bekannt. Daß es sich um ein Bildnis Tassos handelt, erweist der Vergleich mit den zahlreichen bekannten Porträtstichen. Der Dichter weilte im Jahre 1570 in Begleitung des Kardinals Lodovico d’Este in Paris, wo er von Karl IX. mit großen Ehren gefeiert wurde. Die Büste ist im folgenden Jahre entstanden. Bei der Angabe des Alters hat sich der Künstler geirrt.

Tafel 30.

102 Diana, nackt, stehend; mit der Rechten greift sie nach rückwärts über die Schulter, um aus dem Köcher einen Pfeil zu nehmen. Der mit Pfeilen gefüllte Köcher wird mit einem Bande, das vorn verknüpft ist, gehalten. Mit der Linken hält die Göttin den auf dem Boden aufstehenden Bogen. Zwischen ihren Beinen ein Hund, der zu ihr aufblickt. Das hoch- genommene und kunstvoll frisierte Haar ist mit einem Diadem geschmückt.

An Statuette. Bronze, mit grünlichem Lack. H. 20 cm. / 'rankreich, Anfang 17. Jahrh. Tafel 29.

103 Büste einer Fran, unbekleidet, mit nach rechts gewendetem Kopf. Das kunstvoll frisierte, von einem Bande durchzogene Haar ist mit einem Diadem geschmückt. Als unterer Abschluß eine runde Standplatte mit kleiner Kartusche.

4 Afsopg,, Büste. Bronze, mit grünlicher Patina. H. 22 cm. Dh y) y, Frankreich, 17. Jahrh. Der Kopf im Gegensinn nach der Badenden von Giovanni Bologna im Giardino

Boboli in Florenz.

104 Venus auf dem Taubenwagen im Spiel mit

od 7 oA Vs

©

>

105 Geflügelter Amor, nackt, auf einem

Amor, den sie mit der Rechten stützt; Amor greift

mi inke ält. Der reich verzierte Wagen ruht auf nach dem Bogen, den Venus mit der Linken emporhält. De g auf

Wolken; vorn rechts ein Taubenpaar.

Gruppe. Bronze, mit schwarzem Lack. Der linke Arm der Venus ıst angestückt. Amor und s 4 B > . r . Eu ü

das Taubenpaar sınd für sich gegossen. Linker Flügel und Zeigefinger der er Hand der

Venus sind abgebrochen. Vom Bogen in der Hand der Venus ist nur ein kleines Stück

erhalten. H. 45 cm.

Frankreich, um 1700.

Baumstumpf sitzend, das rechte Bein in kniender Haltung auf ein Tuch gestützt, das über den Boden ausgebreitet ist. In der Rechten hält er einen Schreibgriffel, in der Linken ein Schriftband. Auf dem Boden liegen der Bogen, ein Köcher mit Pfeilen und eine Muschel. Auf mitgegossener; rechteckiger Standplatte.

Statuette. Bronze, braune Naturpatina mit bräunlichem Lack. Die Flügel sind für sich gegossen und angesetzt. Auf Louis XVI-Sockel. H. 22 em. Standplatte: 18% 13,5 cm.

Frankreich, um 1700.

106 Diana, unbekleidet, in Laufstellung auf den Zehen des linken Fußes ruhend. Die rechte Hand,

die einen Pfeil hielt, ist vorgestreckt; in der gesenkten Linken der nur zum Teil erhaltene Bogen. Im hochfrisierten Haar eine kleine Mondsichel.

Statuette. Bronze, grünliche Lackpatina. Das linke Bein und beide Arme sind für sich gegossen und angesetzt. Die Statuette ist mit dem linken Fuß in eine runde Bronzeplatte eingelassen. H. 56 cm.

Frankreich, Ende 18. Jahrh. Nach der signierten und 1790 datierten Bronzstatue (H.2,04 m) von Jean Antoine Houdon im Louvre. Das für diese Bronze im Jahre 1776 entstandene Modell wurde 1777 ausgestellt. Eine von Houdon ausgeführte Marmorwiederholung aus dem Jahre 1780 wurde von Katharina II. für Petersburg erworben (heute in der Eremitage). Eine gleichfalls zeitgenössische Wiederholung in Bronze (H. 33 cm) befand sich in der ehe- maligen Sammlung P. Morgan; vgl. W.v. Bode, Katalog der Bronzen der Sammlung P. Morgan, Paris 1910, Bd. II, Nr. 222.

VI.

Italienische BRONZESTATUETTEN

Nr. 107— 138

107 Büste eines jungen Mädchens, unbekleidet; im langen, offen herabfallenden Haar ein Diadem. Die Augen waren ursprünglich mit Glasflüssen ausgelegt. Die Ohren sind zur Anbringung von Ohrringen durchbohrt. Bronze, mit rötlichbrauner Naturpatina und grünlichem Lack. MAE nlecuhel,,Die Brustwarzen sind ziseliert. Alte Flickstellen. H. 18,7 cm. N of Oberitalien, um 1450. Vgl. eine Marmorstatue in der Estensischen Kunstsammlung in Wien, L. Planiscig, Die Estensische Kunstsammlung, Wien 1919, Nr. 85. Tafel 30.

108 Stier, schreitend, mit erhobenem rechtem Vorderfuß. Die Hörner sind seitlich gerichtet. Der Kopf ist nach rechts gewendet. Statuette. Bronze, im Feuer vergoldet. H. ır cm. Padua, um 1500. Nach der Antike. Wiederholungen aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts \ Kor ku. lassen sich mehrfach nachweisen. Exemplare u.a. im Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin, im Kunsthistorischen Museum in Wien. Vgl. W.v.Bode, Bronzestatuetten, Bd. II, Taf. CXIV; W.v.Bode, Katalog der Bronzestatuetten (Kaiser-Friedrich-Museum, Berlin), Nr. 110; L. Planiscig, Die Bronzeplastiken (Katalog, Kunsthistorisches Museum in Wien), Nr. 74. Tafel 32.

109 Nackter Jüngling von herkulischer Gestalt mit Weinlaub im Haar und Früchten in der vor- gehaltenen Linken. Der Kopf ist lauschend gesenkt, während die Rechte mit gehobenem Zeigefinger nach oben weist. Gegenstück zu einer nicht erhaltenen Figur.

Ixpa}, Krrtuette. Bronze, mit geringen Spuren von Lack. H. 29,5 cm.

Oberitalien (Mantua?), ı. Hälfte 16. Jahrh. Die Statuette steht unter dem Einfluß antiker Vorbilder.

ıro Genius mit Füllhorn. Jüngling, aufrecht stehend, in kunstvoll gegürtetem Gewand. Vorn auf der Brust ein rundes Schmuckstück. Im linken Arm trägt er ein Füllhorn mit Blumen und Früchten; eine darin befindliche runde (jetzt geschlossene) Offnung diente ursprünglich zur Befestigung eines Kerzentellers. Die rechte Hand greift nach hinten in das Gewand. Das in Locken herabfallende, mit einem Bande durchzogene Haar ist mit einem Diadem geschmückt. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack und vereinzelten Resten von kalter Vergoldung. Geringfügige Gußfehler. H. 40 cm.

Pnohe Gegenstück zur folgenden Nummer; vgl. dort. Y Florenz, Ende 16. Jahrh. ; ; Tafel 33.

33

ırı Genius mit Füllhorn, im Gegensinn der vorig

en Figur entsprechend. Gegenstück; vgl. dort. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. Kleine Gußfehler. H. 40 cm.

Florenz, Ende 16. Jahrh. Ein gleiches Paar befand sich in der ehemaligen Sammlung P. Morgan; vgl. W.v.Bode, Katalog der Bronzen der Sammlung P. Morgan, Paris ıgıo,

Bd. II, Taf. CIII, Nr. 143/144. Tafel 33.

3 RE 112 Schreitender Hengst mit erhobenem rechtem Vorder- und linkem Hinterfuß. Der angezogene

(am Zügel stehende) Kopf mit geöffnetem Maul und gestellten Ohren ist ein wenig zur Seite gewendet. Die Mähne ist bis auf je einen Haarbüschel im Nacken und über der Stirn kurz geschoren. Der lang herabfallende Schweif ist kurz unterhalb der Schwanzwurzel mit einer Spange geschmückt. i j

Statuette. Bronze, mit dunkelbraunem Lack. Am rechten Hinterfuß eine Bruchstelle. H. 14,5 cm.

Oberitalien, ı. Hälfte 16. Jahrh.

Tafel 34.

113 Schreitender Hengst mit kurzgeschnittener hoher Mähne und aufgebundenem Schwanz. Der

Kopf, mit geöffnetem Maul und hochgestellten Ohren, ist ein wenig zur Seite geneigt. Auf der Stirn ein hochstehender Haarschopf. Um den Hals ist ein zweistreifiger Gurt gelegt. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. 24 cm.

Venedig, ı. Hälfte 16. Jahrh. Nach einem der vier antiken Pferde an der Markuskirche in Venedig.

Tafel 29.

ı14 Herkules, stehend, mit einem Schurz und dem Löwenfell bekleidet. Der Schurz ist an einem

VAlfe Horihv: y Krrırt Jioles ; e ırurika JlkreehA 7 "EN Anlueo/fer.ch j / r Yınfırvarırı

Strick befestigt, der um die Hüften gelegt ist. Das Löwenfell, das über die linke Schulter geworfen ist, fällt über den linken Arm herab. Mit der Rechten umspannt Herkules den Schaft der auf dem Boden aufstehenden Keule; in der vorgestreckten Linken hält er die Apfel der Hesperiden. Im Haar ein aus zwei Ruten geflochtener Kranz.

Statuette, Bronze, hellbraune Patina mit Resten von schwarzem Lack. Der rechte Arm ist gebrochen. Der Armreif wurde angebracht, um die Bruchstellen zu verdecken. H. 26,5 cm. Florenz, Mitte 16. Jahrh.

ı15 Ruhender Herkules, nach links gelagert, auf den rechten Unterarm gestützt, den Kopf nacı

Ab“ Aunoche

links gewendet, hält mit der erhobenen Linken die seitlich auf den Boden aufgestellte Keule. Im Motiv der „Morgendämmerung“ von Michelangelo nachgebildet.

Statuette. Bronze, mit dunkelgrünem Lack. H. 17,5 cm, L. 25,5 cm. Florenz, Mitte 16. Jahrh.

116 Schreitender Hengst mit erhobenem rechtem Vorder- und linkem Hinterfuß. Der angezogene

Kopf mit geöffnetem Maul und vorgestellten Ohren ist ein wenig nach rechts gewendet. Mit lockiger Mähne und langem Schweif.

Statuette. Bronze. Schwanz und Mähne mit kalter Vergoldung. Schwarzer Lack. Bruch- stellen an den Beinen und am Halse. H. 17 cm. Florenz, um 1600. Die Statuette, die in mehreren Exemplaren bekannt ist, steht unter dem

Einfluß des von Giovanni Bologna geschaffenen Pferdetypus. Vgl. u.a. W. v. Bode, Bronze- statuetten, Bd. II, Taf. CCI.

Tafel 34.

34

117 Zwei Engel, Gegenstücke:

a) Engel, stehend, mit einer Lilie in der Rechten, weist mit der Linken nach oben. Der Blick ist nach rechts gerichtet. Er trägt ein kurzärmeliges Gewand, das über den Hüften gegürtet ist. Der lang herabfallende Rock öffnet sich über dem Knie. An den Füßen hohe Stiefel.

i Auf mitgegossener dreieckiger Standplatte. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. f.Wurıklfa H.28,5 cm.

2

AA ek

b) Engel, freistehend, in der Bewegung seinem Gegenstück entsprechend. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. 28,5 cm.

Girolamo Campagna, Padua, Venedig, Verona und Urbino, 1550 bis nach 1623. Tafel 29.

118 Victoria als junge Frau in langem, hochgegürtetem Gewand, das die rechte Brust freiläßt. Das linke Bein ist bis zum Knie sichtbar. In der erhobenen Rechten hielt sie einen Kranz, in der gesenkten Linken ein jetzt verlorenes Attribut. Das hochgebundene Haar ist kunst- voll frisiert. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. 26,7 cm.

Venedig, Ende 16. Jahrh. Diese Statuette ist in mehreren, unter sich in Einzelheiten ab- weichenden Exemplaren bekannt. Vgl. W.v.Bode, Bronzestatuetten, Bd. II, Taf. CI; W. v. Bode, Katalog der Bronzestatuetten (Kaiser-Friedrich-Museum, Berlin), Nr. 250; L. Planiscig, Katalog der Bronzeplastiken (Kunsthistorisches Museum, Wien), Nr. 180.

119 Venus, nackt, stehend, den Kopf nach rechts gewendet, hält mit beiden Händen ein Tuch, das den Rücken bedeckt. Zu ihren Füßen ein Delphin und der schlafende Amor.

Statuette. Bronze, mit brauner Naturpatina und schwarzem Lack. Einzelne Gußfehler.

Y) / H. 42 cm.

Mana Venedig, Ende ı6. Jahrh.

ı20 Diana, stehend, nur mit einem Tuch bekleidet, das von einem Gurt gehalten wird. Es fällt über den Rücken bis auf den Boden herab; das eine nach vorn geschlagene Ende bedeckt beide Oberschenkel. Diana stützt sich auf einen (jetzt verlorenen) Speer. Die Rechte hat sie in die Hüfte gestemmt. In dem kunstvoll hochgebundenen Haar, von dem einige Locken in den Nacken herabfallen, ein Diadem.

Statuette. Bronze, dunkelbraune Patina, mit Resten von schwarzem Lack. H. 35,5 cm. Venedig, Ende 16. Jahrh.; in der Art des Tiziano Aspetti (1565—1607). Tafel 33.

121 Diana, stehend, unbekleidet, den Blick nach oben gerichtet, greift mit ihrer Linken an ihre linke Brust. In der gesenkten Rechten hält sie den oben abgebrochenen Speer. Das kunst-

voll geflochtene Haar, von dem einige Locken auf die Schulter herabfallen, ist mit einem Üaspedanım, Diadem geschmückt.

Statuette. Bronze, mit dunklem Lack. Vereinzelte Gußfehler. H. 42 cm. Venedig, spätes 16. Jahrh. Tafel 33.

35

en.Der Heilige auf sprengendem Pferde holt mit dem

Schwert in der erhobenen Rechten zum Schlage gegen den am Boden liegenden Drachen aus. Gruppe. Bronze. Reiter, Pferd und Sockelplatte mit dem Drachen sind gesondert gegossen. Das Schwert in der Hand des Heiligen sowie der Zügel sind abgebrochen. H. 34 cm.

’) a Oberitalien (Mailand), Ende 16. Jahrh. Die gleiche, in wenigen Einzelheiten geringfügig my HI (0 > : } h ; veränderte Statuette besitzt das Victoria and Albert Museum ın London (Nr. 963-1882).

In London fehlt die Sockelplatte mit dem Drachen. Tafel 34.

122 Hl.Georg im Kampfe mit dem Drach

123 Venus nach dem Bade. Die Göttin, die den linken Fuß auf einen dreieckigen Sockel gestellt hat, trocknet sich mit einem Tuch die linke Brust, während sie mit der Rechten das zwischen den Knien herabfallende Badetuch hält. Auf mitgegossener Standplatte.

Statuette. Bronze, mit geringen Gußfehlern. H. 34 em.

Y Ha 2 N Italien, Anfang 17. Jahrh. Nach einer Statuette von Giovanni Bologna im Kunsthistorischen Museum in Wien (Kat.-Nr. 249).

Die Statuette ist vielfach, und zwar in der unmittelbaren Werkstattnachfolge Bolognas,

dann aber auch im weiteren Verlauf des 17. und selbst auch im 18. Jahrhundert wieder-

holt worden. Vgl. die Aufzählung zahlreicher Wiederholungen und Nachahmungen bei

W. v. Bode, Katalog der Bronzestatuetten (Kaiser-Friedrich-Museum, Berlin), Nr. 156, und

L. Planiscig, Die Bronzeplastiken, Katalog des Kunsthistorischen Museums in Wien, Nr. 249.

Tafel 33.

124 Moses, aufrecht stehend, in weitfaltigem Gewand mit darüber hängendem, auf der rechten

Schulter mit einem Knopf gehaltenen Mantel, hält mit der Linken die beiden Gesetzestafeln,

die er gegen die Hüfte stemmt. Die Rechte hat er vor die Brust erhoben. Das Gewand ist

über der Brust geöffnet; an den Füßen trägt er Sandalen. Einzelheiten, wie die rechte Hand

Ka worluager und der Bart, verraten das Vorbild Michelangelos. Auf mitgegossenem achteckigem Sockel. L- f Statuette. Bronze. H. 47,5 cm.

Rom, ı7. Jahrh. Aus dem Einflußbereich des Alessandro Algardi (1602— 1654). Tafel 33.

i Nauhhrr f

125 Schlafender Christusknabe, nackt, auf den Leidenswerkzeugen ruhend, das Gesicht dem Beschauer zugewendet. Pr B Statuette. Bronze, braune Naturpatina und schwarzer Lack. H. 8 cm, L. 23,5 cm.

= ö hyınyaler Italien, 17. Jahrh.

126 Löwenpaar:

a) Löwe, schreitend, mit lockiger Mähne; der Kopf ist leicht nach rechts gewendet. Der Schweif ist hochgeworfen und liegt mit der Quaste auf dem Rücken. Statuette, Bronze, mit schwarzem Lack. H. 13,5 cm, L. 19 cm. Alter b) Löwin, schreitend, den Kopf dem Beschauer zugewendet. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. ı2 cm, L. 19 cm. Italien, 17. Jahrh.

Tafel 32.

127 Sitzender Putto (Christusknabe?); den Kopf ein wenig nach links geneigt, die linke Hand auf die Brust gelegt; die rechte Hand, in der er einen jetzt verlorenen Gegenstand (ein Kreuz?) hielt, ist seitlich erhoben. Er sitzt auf einem Tuch, das über den linken Oberschenkel gelegt

[oa ist. IN alror

Statuette. Bronze, mit grünlichbraunem Lack und brauner Naturpatina. Der rechte Arm Ni ist für sich gegossen und angestückt. Einzelne kleine Gußfehler. H. 47,5 cm.

Italien (Rom), 17. Jahrh.

128 Atlas, in Schrittstellung, mit langem wallendem Bart, unter der Last einer auf seinem Nacken ruhenden Armillarsphäre gebeugt, die er mit beiden Armen stützt. Ein Tuch, das von der linken Schulter über den Nacken herabfällt, bedeckt den rechten Oberschenkel.

Statuette. Bronze. Braune Naturpatina mit schwarzem Lack. H. 40 cm.

Italien (Rom), 17. Jahrh.

N, Velraı

129 Putto, in lebhafter Bewegung nach links gewendet, zu einem Gegenstand emporblickend, den er auf seiner erhobenen Rechten hielt; die linke Hand ist seitlich abgestreckt. Ein Tuch, das über den Rücken herabfällt und den rechten Oberschenkel bedeckt, ist an einem Gurt befestigt. Die Statuette gehörte vermutlich mit der folgenden zu einer größeren Figuren- gruppe.

Statuette. Bronze, mit Resten von schwarzem Lack. Das über den Rücken fallende Tuch ist für sich gegossen und angenietet. Vereinzelte Gußfehler. Die linke Hand ist durchbohrt. H. 18,8 cm.

Italien, ı7. Jahrh.

130 Putto, nach rechts schreitend, den Kopf dem Beschauer zugewendet, hielt mit beiden vor- gestreckten Händen einen (jetzt verlorenen) Gegenstand. Ein im Winde flatterndes Tuch liegt über der linken Schulter und bedeckt den rechten Oberschenkel. Die Statuette gehörte vermutlich mit der vorigen zu einer größeren Figurengruppe.

Statuette. Bronze. Der rechte Arm war abgebrochen. Bruchstellen unter dem Arm und auf dem Rücken sind ausgefüllt. Kleine Gußfehler. H. 16,8 cm.

A 2

v Italien, ı7. Jahrh. 131 Geflügeltes Puttenpaar. Nackt, sitzend, mit einem Tuch um die Lenden, eine Hand auf die Brust gelegt, die andere mit dem Griff eines abgebrochenen Gegenstandes emporhaltend. Statuetten. H. 31,5 cm. Bronze, mit grünlichbrauner Naturpatina und Resten von schwarzem Lack. In den Haaren Reste kalter Vergoldung. Kleine Gußfehler und aus-

gebesserte Stellen.

Italien, 17. Jahrh.

ı32 Der Borghesische Fechter. Nackter Jüngling in vornübergebeugter Kampfstellung, den Schild in der erhobenen Linken, das Schwert in der gesenkten Rechten.

Statuette. Bronze, braune Naturpatina mit gelbbraunem Lack. Arme und Beine sind für

G Affro0Bıl sich gegossen und angesetzt. Der Schild ist angeschraubt. H. 34 cm.

» „7? Nachbildung des im Louvre befindlichen „Borghesischen Fechters“, der Anfang des 17. Jahr-

ANLUPRA

“7° hunderts in Porto d’Anzio unter Papst Paul V. (1605— 1625) gefunden wurde. Die Statue

37

ist in vielen Bronzenachbildungen des 17. Jahrhunderts bekannt. Von den vier allein in Wien befindlichen Nachbildungen hat L. Planiscig das im Katalog der Bronzeplastiken (Kunst- historisches Museum) unter Nr. 275 beschriebene Exemplar dem Antonio Susini zugeschrieben. Zwei weitere Nachbildungen der gleichen Sammlung gehen auf Balthasar Herold zurück. Weitere Nachbildungen u.a. in Mailand, Florenz, Berlin.

Italien, ı7. Jahrh.

133 Herkules Farnese, nackt, aufrecht stehend, mit dem linken Arm auf die Keule gestützt, über die das Löwenfell herabhängt. Die Rechte ist auf den Rücken gelegt. mit schwarzem Lack. Beide Beine und der linke

Statuette. Bronze, dunkelbraune Patina, gegossen und angesetzt. Zahl-

Unterarm mit Keule, Löwenfell und Bodenstück sind für sich reiche nicht vernietete Formstiftlöcher. H. 48 cm.

= Italien, 17. Jahrh. DR Nach der im Jahre 1540 in den Thermen des Caracalla gefundenen Herkulesstatue des Glykon aus Athen, die unter dem Namen des Herkules Farnese (heute im Museo Nazionale

in Neapel) bekannt ist.

134 Satyr mit der Fußklapper, nackt, in den Händen die Tschinellen, mit dem rechten Fuß auf die Klapper tretend. Statuette. Bronze, mit dunklem Lack. H. 52 cm.

Italien, Ende 17. Jahrh. Sau Yılk Yıelel Nach der in den Uffizien in Florenz befindlichen antiken Statue, deren Kopf und Arme im alte: 16. Jahrhundert ergänzt wurden. AHelkıricliefr: 6

135 Jüngling (Meleager), nackt, aufrecht stehend, hält im linken Arm einen Stab. Die Rechte ist mit der äußeren Handfläche nach hinten auf die Hüfte gelehnt. Ein Mantel, der auf der rechten Schulter mit einem Knopf zusammengehalten wird und über Brust und Schulter

R: fällt, wird um den linken Arm gezogen. Die Scham wird von einem mitgegossenen Feigen- JB p 4 blatt verdeckt.

Mn Arohı

/ / Statuette. Bronze. Es handelt sich offenbar um eine verworfene Ausformung, die unziseliert geblieben ist. Auf mitgegossener Standplatte. H. 81 cm.

Italien, 17. Jahrh.

Nach der im Vatikanischen Museum befindlichen, seit dem 16. Jahrhundert bekannten antiken Statue des Meleager.

136 Apollo und Daphne, zwei Statuetten; der Gott verfolgt die Nymphe mit vorgestreckten Armen; in der Rechten hielt er einen jetzt abgebrochenen Gegenstand. Ein Tuch, das von der Schulter herabfällt und mit seinem Ende den rechten Oberschenkel bedeckt, bauscht sich im Winde. Daphne, mit hocherhobenen Armen, trägt ein kurzes, hochgegürtetes Kleid,

4 Ah nocdık das die Brüste frei läßt. Haare und Finger verwandeln sich in Lorbeerzweige. Der linke Kind in Fuß (auf mitgegossener Standplatte) verwandelt sich in Wurzeln.

J Statuetten. Bronze, grünlichgelbe Naturpatina mit Resten von schwarzem Lack. H. (Apollo 31 cm, H. (Daphne) 38 cm.

Italien, ı7. Jahrh.

137 Satyr, schreitend, mit Bocksfüßen und langen spitzen Ohren, mit Bart und zwei vorstehenden Hörnern auf der Stirn; mit beiden Händen hält er ein mit Blättern verziertes Füllhorn, das zur Aufnahme einer Kerzentülle bestimmt war. Die Statuette dürfte ursprünglich zu

7 einer größeren Gruppe gehört haben. VD pt ALALUMEN LPRR „4, Francesco Bertos, tätig Ende 17. und Anfang 18. Jahrh. in Venedig und Rom. Val 138 Springender Hengst mit kurzgeschorener Mähne, aufgebundenem Stirnschopf und langem Schweif. Statuette. Bronze, mit braungrünlichem Lack. H. 20,5 cm.

Italien, 18. Jahrh.

Die Statuette ist bis auf den weggelassenen Zaum eine getreue Kopie eines im Jahre 1761 6b in Herkulanum gefundenen Pferdes (im Museo Nazionale in Neapel, Nr. 1488). Ein Ale Zyyeites Exemplar besitzt das Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin (Kat. W. v. Bode, Nr. 215).

q Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. 22 cm.

39

VIH. BRONZEGERÄTE UND HOLZ Nr. 139 —163

139 Schmuckkästchen. Rechteckiger Kasten mit dachförmigem Deckel. Die Flächen mit Kupfer- emailplatten bedeckt, die Szenen der antiken Sage in Weiß, Grün und Blau mit goldenen Beischriften auf dunklem Grund zeigen. Die schlicht profilierte Umrahmung der Felder aus vergoldeter Bronze. An den Kastenecken korinthische Pilaster. Als Füße dienen vier Groteskfiguren. H. ır cm, Br. 18,5 cm, T. 12,5 cm.

7a Limoges, 1. Hälfte 16. Jahrh. Ähnliches Stück abgebildet Burger, Abendländische Schmelz- bar r arbeiten, Berlin 1930, Abb. 129, Farbtafel VIII.

/, Mar Tafel 36.

140 Vier Teller einer Folge. Email auf Kupfer in Grau und Schwarz mit wenig Gold und Rot gemalt. Auf dem Rand Groteskenfries, in der Vertiefung vielfigurige Szenen aus der Argonautensage. Auf der Rückseite Wappen in Rollwerk und Groteskenumrahmung. Durchm. 20,5 cm. Limoges, 2. Hälfte 16. Jahrh. Art des Pierre Reymond.

es ou f Tafel 36.

141 Pfau aus blauem Glas und vergoldeter Bronze. Der Körper des Vogels besteht aus einer kürbis- förmigen Flasche aus dunkelblauem Glas, um das der Kopf, der ausgebreitete Schwanz und die Füße durch Bänder montiert sind. Moderner schwarzer Holzsockel. H. mit Sockel 32 cm.

de Wahrscheinlich Sachsen, um 1600.

142 Tischuhr, Bronze vergoldet, in Form eines Turmes. Kastenförmiger Sockel auf vier Delphinen, die Wände mit graviertem Ranken- und Groteskwerk. Darüber schlanker Aufbau mit Eck- säulchen, auf den Wänden, die gravierte Landschaften zeigen, ausgeschnittene Reliefs. An

9, [, der Schauseite unter dem Zifferblatt Wappen mit schreitendem Löwen, an den drei anderen

(Mar NAAL . . . . . PR

UEIA Seiten Caritas und zwei weitere Frauengestalten nach Reliefs von Peter Flötner. Auf den } Pr v vier oberen Ecken sitzen musizierende Engel. Als oberer Abschluß Kuppel und Tambour

mit 12 Fensterausschnitten und acht bekrönenden Vasen. H. 30 cm, Br. 12,5 cm. Augsburg oder Nürnberg, 2. Hälfte 16. Jahrh.

143 Tischuhr mit Kamel, Ebenholz, vergoldete Bronze und Silber, Auf einem kastenförmigen

Sockel auf Kugelfüßen mit Silberbeschlägen, der an der vorderen Breitseite das silberne,

schwarz und blau emaillierte Zifferblatt trägt, das schreitende Dromedar auf einer Platte

mit graviertem Fliesenmuster. Auf dem Höcker des Dromedars sitzt ein Neger, der das

finde, Kugotu Halfterband hält. Der Neger, das Geschirr und ein Halsband aus Silber. H. 29 cm, Br. 19 cm, T. 13 cm.

Augsburg, ı.Hälfte 17. Jahrh.

40

143a Ein Paar Hirsche, Bronze vergoldet. Die schlanken Hirsche (Zwölfender) sind springend dargestellt. Als Sockel dient eine schwarze Holzplatte. H. 28 cm, Br. 24 cm.

Te Deutschland, 2. Hälfte 16. Jahrh.

Arch .

144 Ein Paar Kaminleuchter, Bronze und Marmor. Auf einem in Goldbronze gefaßten Säulen- stumpf aus Rosso antico ein dunkler, geflügelter Putto, mit goldenem Schleier, der in jeder Hand eine brennende Fackel, die als Lichttülle gebildet ist, hält. H. 41,5 cm. Frankreich, um 1790.

145 Ein Paar Kaminböcke, Bronze vergoldet. Auf einem durchbrochenen Sockel aus Muscheln und Rocaillen sitzt ein Affe, der einmal in Röckchen und Federhut die Querflöte, das andere Mal mit Schlapphut und Halskrause Blockflöte bläst und Trommel schlägt. Marke:

ee C. couronn® auf den Rändern der Wappenschilde der vorderen Kartusche. a) H. 32 cm, MH AAORE Br. 25 cm; b) H. 30 cm. Frankreich, um 1740. Tafel 39.

146 Ein Paar Ziegenböcke, Bronze vergoldet. Auf einer länglichen Bodenplatte mit angedeutetem Pflanzengrund vorn ein Baumstumpf mit Weinranken, von denen der sitzende, zottige Bock _ friße. H. 17,5 cm, Br. 16 cm. Jurselel Frankreich, um 1770.

Wuklır Tafel 39.

147 Ein Paar Kaminleuchter, Marmor und Bronze, zum Teil vergoldet. Auf schwarzer Marmor- platte weißer Alabastersäulenstumpf mit Goldbronzemontierung. Darauf stehender ge- flügelter Putto, dunkel patiniert, der ein goldenes Füllhorn hält, über dessen Rand Früchte

L hängen und aus dem eine Mohnblüte und drei stark geschwungene, in Groteskmanier ver- /Utafpr zierte Arme herauswachsen, die die Lichttüllen tragen. Bohrlöcher für elektrische Montage. Die Feigenblätter moderne Zutat. H. 105 cm. Frankreich, um 1785.

148 Ein Paar Kaminvasen, Bronze vergoldet. Auf vierpaßförmiger weißer Marmorplatte, mit goldbronzenen Entrelacs und Rosetten verziert, steht die auf Löwenfüßen ruhende Vase. Geschweifter, unten als Vierpaß gebildeter Fuß, eiförmiger Körper mit Volutenhenkeln, ein-

5 gezogenem godronniertem Hals, der von einer Entrelacsborte abgeschlossen ist. Auf dem

Au knwohe Körper weibliche Masken zwischen Eichenzweigen. Auf jedem Volutenhenkel sitzt ein Tritonen-Putto, der zwei stark gebogene Füllhörner hält. Die die Früchte krönenden Pinienzapfen können umgedreht und als Lichttüllen benutzt werden. H. 42 cm. Gleiches Paar in der Jones Collection Victoria and Albert Museum, London. Kat. II, 1924, Nr. 204. Gouthiere zugeschrieben. Frankreich, um 1765. Tafel 37.

149 Ein Paar Toafelleuchter, Bronze vergoldet. Geschweifter kannelierter Fuß mit Blattfries, Blumenkranz und Rankenbordüre verziert, der oben in einer Vase endet. Darauf trommel- förmiger Teil, von einem Stilleben aus Fackel, Bogen, Köcher, Lorbeerkranz und Taube be-

E a krönt, der mit dem Fuß durch einen Bajonettverschluß verbunden ist. Daraus wachsen drei

Ay Huiogeschwungene, zum Teil von Blättern umhüllte Arme hervor, die die Lichttüllen tragen.

H. 38 cm.

Frankreich, um 1780.

Tafel 38.

41

ıso Kaminuhr, Bronze vergoldet und schwarz patiniert. Ovaler Sockel mit rechteckigem Vor- sprung auf Balusterfüßen. Die Seitenwände mit Akanthusranken verziert. Vorn ein Relief, das Putten zeigt, die eine Kanone laden und kriegerische Musik machen. Das weiße, von einem Blumenkranz gerahmte Zifferblatt sitzt in einem ovalen Säulenstumpf, in dessen Kannelüren Lorbeerlaub aufsteigt. Links ein geflügelter Putto mit einem Papierblatt, rechts

Ara. Aullıyın®% ein ungeflügelter mit einem Buch. Als Bekrönung dient eine pokalförmige Vase mit Voluten- n | ' henkeln und eine Weingirlande. Im oberen Teil Porzellanring, farbig und en camaieu be- Serle malt, mit den vier Jahreszeiten. Auf dem Deckel sitzt ein geflügelter Putto auf Papierrollen.

Auf dem Zifferblatt bezeichnet „Robin“. Zum Aufziehen muß man auf einen Knopf der Unterseite drücken, wodurch sich das Puttenrelief öffnet. H. 61 cm, Br. 37,5 cm. Frankreich, um 1775-

Tafel 38.

ısı Carteluhr, Bronze vergoldet. Reichbewegter symmetrischer Aufbau aus Voluten, kannelierten Balustern und Laubgehängen. An dem Eckbaluster rechts vom weißen Emailzifferblatt hängen die Embleme der Kriegskunst, links die des Gartenbaues. Als Bekrönung dient ein

ul Krelı auf Wolken sitzender Adler mit ausgebreiteten Flügeln und einem Lorbeerkranz im Au Ligarf Schnabel. Als unterer Ablauf ein Akanthusblatt. H. 82 cm, Br. 36 cm.

ar Frankreich, um 1770.

a

!

ı52 Ein Paar Leuchtervasen aus Derbyshirespat („Blue John“) und vergoldeter Bronze. Ei- förmiger Körper mit geschwungenen Blatthenkeln, Fuß, Plinthe und vier Kugelfüßen. Der Deckel zum Umstecken mit einer Lichttülle versehen. H. 22,5 cm.

Ur,, AH 1e# England, um 1775.

153 Kaminuhr, vergoldete Bronze und weißer Marmor. Über einem ovalen Grundriß mit recht- eckigem Vorsprung Sockel aus Marmor mit Bronzeeinlage und Balusterfüßen. Darauf ein- gezogene Plinthen mit Blattfries, worauf zwei Nixen neben dem annähernd würfel- förmigen Uhrgehäuse knien und die Deckplatte, die mit einem Eierstab verziert ist, halten. Als Bekrönung dient die Doppelbüste „Le baiser donnd“ nach Houdon. Um den Fuß der Büste fattern vier Tauben. Rechts und links davon Dreifußvase mit Flammen. Weißes Emailzifferblatt mit schwarzen und roten Zahlen. Bezeichnet: Bourret A Paris. H. 46,5 cm, Br. 27,5 cm.

Frankreich, um 1785.

ı54 Ein Paar Kaminziervasen, Bronze vergoldet. Auf einem kastenförmigen Sockel mit ab- gerundeten Schmalseiten und Kugelfüßen, der vorn einen Adler im Lorbeerkranz auf dem Donnerkeil, an den Seiten Perlengehänge trägt, stehen zwei geflügelte Putten, die die spitz- kelchförmige Vase tragen, die in einer breiten Zone tanzende Nymphen in flachem Relief zeigt, am Lippenrand Lorbeerblätter und Bocksköpfe. Auf dem Deckel und an der unteren ) Endung Palmetten. Ein Stück Lorbeer an der Rückseite einer Vase fehlt. H. 34,5 cm, Br. 16 cm.

Frankreich, um 1800.

ı55 Ein Paar Leoparden, Bronze vergoldet. Die Leoparden schreiten mit erhobenen Köpfen geradeaus. Eine Hälfte des Rückens weggeschnitten. H. 19 cm, Br. 22 cm.

[17 du {A Mur Frankreich, Empire.

42

156 Applique, Bronze. Sitzender Putto mit ausgebreiteten Flügeln, der eine brennende Fackel hochhält. Rechts Lorbeerzweig und Füllhorn mit Geld. Links Ahren und Füllhorn mit 5 Früchten. H. 41 cm, Br. 79 cm. A ae Frankreich, um 1820. vihfe Grabe 157 Ein Paar Kaminböcke, Bronze vergoldet. Phantasiearchitektur aus einem Baluster, einem Säulenstumpf und einer verbindenden Volute, mit Lorbeergehängen bekränzt. H. 23,5 cm,

q # Br. 28 cm. Br “Frankreich, Stil Louis XV und XVI. [ Arırkuleuo

158 Leuchterweibchen, Zirbelholz, geschnitzt und bemalt. Junges Mädchen mit Fischschwanz, in goldfarbenem Kleid mit geschlitzten Ärmeln, das am Mieder blau eingefaßt ist, Hemd mit k hochgeschlossener Halskrause, Goldhaube und flacher Mütze, hält ein schwarz-weiß geteiltes

Workßzsn: 0 Wappenschild (Fribourg). Alte Bemalung, zum Teil aufgefrischt. H. 32 cm, Br. 38 cm.

ehraR ‚Schweiz, 16. Jahrh.

159 Konsole, Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Zwei Löwen liegen an einem mit Rocaillen bedeckten felsartigen Sockel. Mehrfach geleimt. H. 24 cm, Br. 32,5 cm, T. 16 cm. Oberitalien, Mitte 18. Jahrh.

Tafel 31.

160 Zwei Konsolen, Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Über quadratischem Grundriß taburett- förmiger Aufbau aus Voluten, mit Pflanzen, Perlen und Behangwerk verziert. Im oberen Teil gepunzte Ornamente. H. 27 cm, Br. 21 cm. Oberitalien, um 1730.

Tafel 31.

161 Ein Paar Bilderrahmen, Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Glatter Rahmen mit geripptem Falz. Bekrönung und Ablauf aus Voluten, Rocaillen und Blumen. H. 26 cm, Br. 24 cm. Bildausschnitt 11,5x 14 cm.

Italien, Mitte 18. Jahrh.

162 Hängekonsole, Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Fünf Bügel aus Voluten, Rocaillen und Blumen tragen den geschweiften Rahmen für das Standbrett. Mehrfach ausgebessert. H. etwa 30 cm, Br. 33 cm. Italien, Mitte 18. Jahrh.

163 Schmuckkästchen aus Buchsholz mit gravierten Elfenbeineinlagen und Bronzebeschlägen. Truhenförmig, mit gewölbtem Deckel. Auf der Wandung fünf Tugenden, auf dem Deckel Ornamente. Auf dem Boden ein Ritter unter einer Arkade. Der Deckel als Behälter aus-

. gebildet und durch einen Schieber verschlossen, der innen einen Jüngling mit Hut und

Ort Mantel, außen die Brustbilder eines Mannes und einer Frau mit den eingeritzten Buchstaben

A.S. zeigt. Im unteren Teil des Kastens ein Schubfach. H. 7,5 cm, Br. 12,5 cm, T. 5,3 cm.

Süddeutschland, Mitte 16. Jahrh.

43

IX. SILBER

Nr. 164— 270

164 Häufebecher, teilvergoldet. An dem durch einen Ring abgesetzten Lippenrande gravierte Maureskenranke; eingezogener Fuß. H. 5,8 cm. Deutsch, 16. Jahrh. Ohne Beschau. Meisterzeichen HK ligiert.

vr pol 165 Häufebecher, getrieben und vergoldet. Auf dem abgesetzten Lippenrand geätzte Mauresken- ranke und die Inschrit CZ 1577. Die Vergoldung stark abgerieben, verschiedene kleine Y Risse. H. 6,3 cm. w Deutsch, 1577. 166 Becher in Form eines Römers, getrieben und teilvergoldet. Der mit Noppen besetzte ein- gezogene Unterteil steht auf einem von drei Löwen getragenen und mit Kugeln besetzten Reif. Am Lippenrand der glockenförmigen Kuppa ein gravierter Ornamentstreifen mit , Ranken. Auf den Wappenschilden der Löwen Hausmarke und das Monogramm IR. Wrpr 2 HICHeL H. 8,5 cm.

Deutsch, um 1600. Keine Marken außer dem niederländischen Einfuhrstempel R’ 7554.

Tafel 49.

167 Becher, getrieben, teilvergoldet. Die geschweifte, oben stark ausladende Wandung geschuppt, am Lippenrand gravierte Blattranken, auf dem eingezogenen Fuß punktierte Ornamente.

m x H!212,3 cm. vpdeuharr: Deutsch, um 1600. Stempel (Hausmarke) nicht bei R.

168 Eule als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet. Aufgerichtet sitzend, das Gefieder graviert, am abnehmbaren Kopf ein weißsilbernes Halsband. Der in der Mitte erhöhte runde Sockel am Rand als natürlicher Boden gebildet. H. 17 cm. n a E 5 Re Aronrrnvferıı Deutsch, um 1600. Außer undeutlichen Marken die Wiener Repunze von 1806/07 (R" 7875) f Woher und der französische Einfuhrstempel 5907. (. W B / Tafel 47.

169 Deckelpokal, getrieben und vergoldet. Auf dem unteren, eingezogenen Teil der Kuppa Fruchtbündel und Blattmasken, am ausladenden Lippenrand drei Reliefs mit Wild in der Landschaft, dazwischen Engelköpfe. Hoher eingeschnürter Fuß mit Rollwerk und Früchten, Balusterschaft. Auf dem Deckel Landschaften und Knospen. Der bekrönende Krieger hält ein

4 ML sol Schild mit Wappen in Hinterglasmalerei und der Jahreszahl ı612. H. (über alles) 33,4 cm. Yydldı Deutsch, 1612. Undeutliche Marke. Niederländischer Einfuhrstempel R’ 7554.

Tafel 48.

44

170 Pokal, getrieben und teilvergoldet. Die Kuppa unten gerippt, oben mit geschweiftem Blatt- werk auf gepunztem Grunde verziert, Balusterschaft, am Fuß das Monogramm WA. H. 14,5 cm.

Im AR Deutsch (2), 17. Jahrh.

171 Schälchen, getrieben, innen vergoldet. Rund, mit ausladender, zehnfach gebogter Wandung, zwei Schweifhenkelchen und einer Blütenrosette im Boden. Durchm. 10,8 cm.

Yarken Deutsch, ı7. Jahrh. Undeutliche Marke. /

172 Filigrankörbchen mit Untersatz, weißsilbern mit vergoldetem Zierat. Längliche Form mit abgekanteten Ecken. In der Mitte des Untersatzes Relief mit Diana und Aktäon. H. 5,5 em, L. 16,5 cm. Ende 17. Jahrh. Ohne Marken.

173 Münzpokal mit Deckel, getrieben und teilvergoldet. Auf der glockenförmigen, unten durch einen Wulst verdickten Kuppa, auf dem Deckel und auf dem abgestuften Fuß Münzen, da- zwischen Köpfe, Vögel und Fruchtbündel, der vasenförmige Schaft mit Hermen und Löwen-

N) ‚. „masken verziert. Verwendet sind meist böhmische und sächsische Münzen, am Fuß antike. Jraumsfea Im Deckel Doppelwappen mit Umschrift: Everhard Everwyn Cristina Kelffke Anno 1652. H. 46 cm.

Deutsch, Mitte 17. Jahrh. Ohne Marken. Tafel 55.

174 Jagdbecher, getrieben, teilvergoldet. Die nach oben glockenförmig sich erweiternde Wandung verziert mit aus gerollten Bändern wachsenden Halbfiguren von Hirschen, hornblasenden Männern und Hunden. H. 11,9 cm.

/

hakklıya Deutsch (?), um 1700.

175 Trinkgefäß in Gestalt eines Löwen (Wappentier der Nürnberger Patrizier Olhafen). Getrieben, geätzt und vergoldet. Der natürlich modellierte Löwe aufrecht schreitend, die Hinterbeine auf einer mit Mauresken verzierten ovalen Platte, der Kopf abnehmbar. In den Klauen einen Grapen mit dem Wappen der Ölhafen (steigender Löwe mit Grapen). Auf der Sockel- schräge geätzt: ZU GEDECHTNUS JEREMIAS SCHWEICKERS UND ELISABETH OLHEFIN HOCHZEIT MDLXIIII. Auf der Unterseite graviert: Inclyto Scabinorum Lipsiensium Collegio In Sui Majorumque Suorum Imprimis vero Avi LEONHARDI

/ Mami Narnkung Wımkudg

Consulis et eiusdem Collegii quondam Assessoris memoriam Poculum hoc Gentilitium D. D. D. ISAACK OHLHAF de SCHELLENBACH Anno Christi MDCLXXIV. H. 22,3: cm.

Nürnberg, 1564. Von Paulus Dulner (f 1596) R’3912a. Aus der Sammlung Spitzer, Paris (Aukt.-Katalog 1893 Nr. 1752, Frs. 10 700,—).

Tafel 42.

176 Schale, getrieben und gegossen, vergoldet. In der Mitte der auf hohem Fuß stehenden, gleich- mäßig gewölbten Schale Orpheus in einer Landschaft, auf der Geige spielend, von Instru-

) menten und Vögeln umgeben. Auf dem Rande zahlreiche verschiedene Tiere. Am Baluster- vgck@lMischaft geflügelte Köpfe und Buckel. Am Fuß vier Kartuschen mit Delphinen, gefaßt von

45

einem Flechtband. Auf der Unterseite zwei Wappen, dabei das der Nürnberger Familie Geuder von Heroltzberg. H. 13,7 cm, Durchm. 17,5 cm.

Nürnberg, Ende 16. Jahrh. Von Elias Lencker (} 1591). Marke EL im Kreise.

(Ein zweites, nicht ganz ebenbürtiges Exemplar in der Sammlung Karl Mayer Rothschild, später Victor Rothschild. Aukt.-Katalog 1937, Nr. 243, Tafel 22. Siehe auch 3951 bb.)

Tafel 40.

177 Deckelpokal, getrieben und vergoldet. Die unten eingezogene und profilierte, oben sich er- weiternde Kuppa steht auf hohem eingeschnürtem Fuß, der Schaft als Baluster mit Bügeln gebildet. Auf dem Deckel Figürchen eines Kriegers. Die Wandung und der Deckel mit reliefiertem Rollwerk, Früchten und Blumen verziert. Am Schaft Masken.

h ih DL VE

1. davor wrl9fert Nürnberg, Ende 16. Jahrh. Von Nicolaus Emmerling (} 1606). R’4029e. Aus der Sammlung Lanna, Prag. Aukt.-Katalog 1917, Nr. 462. 2020 RM.) Tafel 53.

178 Deckelpokal, getrieben und teilvergoldet. Schlanke, becherförmige Kuppa, runder, ein- geschnürter Fuß, am vasenförmigen Schaft und an der Kuppa vergoldetes Rollwerk auf weißsilbernem, mit Kinderköpfen, Tüchern und Nelken verziertem Grund. Am Lippen- rand graviert AGF. Auf dem Deckel ein schildhaltender Putto. H. 32,8 cm.

Nürnberg, um 1600. Von Martin Rehlein (} 1613). R' 3962. Französischer Einfuhrstempel seit 1893 R’ 5gı1.

Tafel 55.

L sp 2 Wofprı area

179 Nautilus, getrieben, teilvergoldet. Auf glattem, mit vier freistehenden geschweiften Bügeln verziertem Sockel steht Venus, mit einem Fuß auf einen Delphin tretend und die Muschel zwischen Kopf und Hand stützend. Um die Mündung breite Fassung mit drei weißsilbernen

/ Flachreliefs (Sintflut, Jonas vom Walfisch ausgespien, Susanna im Bade). Die vier senk- ET rechten Bügel als Meerweibchen oder geflügelte Frauen gebildet. Das Ganze bekrönt von Harılav g Neptun, der mit dem Dreizack die Seepferde antreibt. In der Muschel ältere Sprünge.

4 H. 43 cm.

Nürnberg, um 1600. Von Thomas Stoer d. A. (f 1611). Ohne Beschau. Meisterzeichen wie 4081, aber mit einem Stern unter den Buchstaben. Tafel 45.

180 Buckelpokal mit Deckel, getrieben und vergoldet. Die Kuppa oben und unten sechsfach ge- buckelt. In der eingezogenen Mitte Blattstengel und Knospen auf gepunztem Grunde. Der hohe Fuß und der von einer Vase mit weißsilbernem Strauß bekrönte Deckel ähnlich ver- ziert. Der Schaft balusterförmig, mit Bügeln. H. 32,2 cm.

G Mlbreetdh Nürnberg, nach 1600. Von Hanf Bertolt (Meister 1601) R’4rıoBc. (Wahrscheinlich aus ) der Sammlung Pannwitz, München. Aukt.-Katalog 1905, Nr. 9. 1900 RM.) Tafel 55.

181 Bär als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet. Aufrecht auf den Hintertatzen stehender Bär, den Kopf erhoben und etwas nach links gewendet; auf der rechten Hinterpfote eine weiß- silberne Eidechse. Kleines Loch unter dem rechten Ohr. Höhe 27,5 cm. ser d-aumv Nürnberg, Anfang 17. Jahrh. Von Michel Michaelis (} 1627). R? 3976b. Tafel 45.

46

ı82 Kleiner Humpen, getrieben und vergoldet. Die Wandung oben und unten gebuckelt, da- zwischen glatte Felder. Als Knauf ein Pinienzapfen. Daumenruhe beschädigt. H. 8,7 cm. au Aulelu Nürnberg, ı. Hälfte ı7. Jahrh. Von Wolff Straub (+ 1644). 3900. Aurıolicrr

4, A

L

183 Schiff als Gefäß, getrieben und vergoldet. Das auf vier Rädern stehende Schiff mit getriebenen

Meerungeheuern auf der Wandung. Das Ausgußrohr am Bug als Vogel gebildet. Die auf Deck und in der Takelage beschäftigte kämpfende Bemannung besteht aus weißsilbernen ge-

Ara Pr gossenen Figürchen. Von dem frei auf dem Rande stehenden Schweifwerk am Heck ein Stück abgebrochen. H. 28 cm. Nürnberg, ı. Hälfte 17. Jahrh. Von Georg Müller ( 1660). R' 4192. (Ähnliches Stück von gleicher Hand in der Sammlung Victor Rothschild. Aukt-Katalog 1937, Nr. 170.)

Tafel 4r.

184 Schiff als Gefäß, getrieben und vergoldet. Wie das Vorige, aber im einzelnen abweichend. H. 31 cm. Nürnberg, ı. Hälfte 17. Jahrh. Von Georg Müller (+ 1660). R? 4192.

Ar Tafel 41.

185 Elfenbeinhumpen in vergoldeter Fassung. Auf der Wandung Relief mit Neptun, der sich auf einen Delphin stützt, umgeben von blasenden Tritonen, geflügelten Mädchen und auf See- pferden, Ziegen und Delphinen reitenden Putten. Auf dem Deckel zwei nackte Kinder. Fassung: Am Fußring und Deckel schwimmende Nereiden. Am Griff ein Fischweibchen

6 mit Früchten. H. 23 cm.

Süddeutsch, 2.Hälfte 17. Jahrh. Fassung Nürnberg. Meisterzeichen HH (R? 4268). Tafel 56.

186 Becher, getrieben und vergoldet. Gerade Wandung, verziert mit reliefierten Fruchtbündeln an Bändern. Auf drei Kugelfüßen. H. 8,8 cm.

v WolkaNürnberg, 2. Hälfte 17. Jahrh. Vielleicht von Johann Eißler ( 1708). jw- Ynolecı KK 187 Deckelkanne mit dünner Vergoldung. Glatte, gerade Wandung, Sförmig geschweifter Griff, profilierter Deckel und Standring, als Daumenruhe eine Kugel. H. 13 cm. EA MH. Nürnberg, Anfang 18. Jahrh. Meister IGH (R° 4291).

/

188 Ein Paar kleine Becher, getrieben, teilvergoldet, auf Kugelfüßen, die Wandung geschuppt.

H. 6,8 cm.

Nürnberg, 2. Hälfte 17. Jahrh. Meisterzeichen R’4231h. (Wohl aus der Sammlung ET, Seyffer, Stuttgart.) hoff A

189 Löwe, auf drei Pyramiden stehend (Wappentier der Grafen Schönborn). Getrieben und graviert. Auf ovaler, mit Akanthus und Bandwerk verzierter Platte drei Pyramiden, darauf aufrechter vergoldeter Löwe mit Krone und Doppelschweif, Maul und Zunge rot

1 bemalt. In den Pranken einen Schild mit dem Schönbornschen Kurwappen und der Zahl Ar 1612. Auf der Rückseite graviert: 1712 den 7. Juni ist in Bamberg witer ein Churfürstl.

Ya. N 9127)

/

47 Aapınnd

haubtschiessen gehalten worden gewan Johann Fronhoffmann von Nürnberg der beste

unter 226 Schütze. Darunter zwei Löwen mit Pulverflasche. H. 42 cm. Nürnberg, 1712. Wahrscheinlich von Johann David Pfaff (Meister 1708), R’ 4285a. Aus der Sammlung Max Baer, Frankfurt. Ausstellung Frankfurt a.M. 1914. Kat.-Nr. 32.

Tafel 46.

190 Teller, getrieben und teilvergoldet. In der Mitte des auf einem (wahrscheinlich später zu- gefügten) Fuß stehenden Tellers Blüten und Früchte. Auf dem Rande Akanthusranken,

N Fruchtbündel und Muscheln. H. 7,5 em, Durchm. 22,3 cm.

ar vllhe KU & s YWp, Nürnberg, Anfang 18. Jahrh. Meister HN (R’ 4289). dbaAartAVg rt ' y haut Lrofj/‘ {gı Tischmenage, getrieben und vergoldet. Auf dem länglichen, in der Mitte eingezogenen pro- filierten Sockel zwei Ringständer, darin geschliffene Glasfläschchen mit vergoldetem Fußring, i Deckel und Griff. In der Mitte ein aus freistehenden Voluten gebildeter Ständer, der oben D widauırı eine große durchbrochene, an den Seiten vier kleinere Schalen trägt. Die Schalen godronniert

Er . n z . . - .

i und ebenso wie der Sockel und die Deckel mit graviertem Bandelwerk verziert. H. 30 cm.

Nürnberg, Anfang ı8. Jahrh. Die Flaschen vom Meister EBF (R’4308). Die übrigen Teile mit ungedeuteten Meisterzeichen.

Tafel 60.

192 Kristallhumpen in gegossener, vergoldeter Fassung. Der hohe, nach oben sich leicht verengende Kristall von drei senkrechten, mit Grotesken verzierten Bändern gehalten. Die drei Festons dazwischen verdecken einen offenbar ursprünglichen Sprung im Kristall. Auf

HlHyler DA dem Fußring Bogenstellungen mit Putten und Frauenbüsten, am Lippenrand Fries mit ) Putten und Fruchtbündeln, auf dem Deckel Engelköpfe in Kartuschen und als Bekrönung ein sitzender Löwe mit Wappenschild (darin ein S). Im Boden Relief mit einem Harfen- spieler und einem Putto. H. 20,7 cm. Süddeutsch, Mitte 16. Jahrh. Ohne Marken.

Tafel 47.

193 Meistersingerpokal, getrieben und teilvergoldet. Die glockenförmige Kuppa durch einen Blatt- stab unterteilt und unten mit Zügen und gestielten Palmetten auf gepunztem Grund, oben mit gravierten Wappen mit Namensumschriften (auf einem das Datum 1625) verziert.

[477 rn Darunter die Inschrift: Mit meiner Harpfen und mit meiner Zungen hab ich meim Gott / Y vil Psalmen gesungen Dis thun auch noch vil Christen mehr da kompt der Musik Becher aim her. Fuß und Deckel mit flachen Pfeifen belegt. Vor dem als Ast gebildeten Schaft ein

Geiger mit einem Turban auf dem Kopf. Auf dem Deckel David mit der Harfe. H. 32 cm.

Deutsch, wahrscheinlich Nördlingen, Anfang ı7. Jahrh. Beschau Adler. Meisterzeichen Hausmarke.

194 Hahn als Trinkgefäß, getrieben, vergoldet. Das Gefieder des stehenden Tieres über und über graviert. Der Kopf abhebbar. H. 22 cm. Ulm, um 1600. Beschau R?4736. Meisterzeichen CF ligiert unter einem Herzen (nicht bei R.). (Fast gleiches Exemplar, aber mit anderen Marken, im Brit. Museum in London [Ch. Read, The Waddeston Bequest 1902, Nr. 142, Tafel 34]).

Tafel 43.

rn inoyeı

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S nÄN fr Klin 48

195 Huhn als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet, das Gefieder graviert. Kopf und Hals als

Deckel abhebbar. Zu dem vorigen gehörend. H. 20,2 cm. Ulm, um 1600. Marken wie vorher. Tafel 43.

196 Schiff als Gefäß. Auf der vergoldeten Wandung getriebene Blumenranken, vorn ein Ausguß-

Pan! Ga e a, i 7 Ulm, 2. Hälfte 17. Jahrh. Von Hans Ludwig Kienle d. J., R? 4780.

Aa KK RER Br em,

rohr. Die Räder und die kämpfende Bemannung auf dem Deck weißsilbern. (Ein Figürchen gebrochen.) H. 20,3 cm.

Tafel 4r.

197 Ein Paar Salzfässer. Durchbrucharbeit, teilvergoldet. Die Sockel rechteckig und in Schweif-

Yır Abı 1p0ke

werk durchbrochen. Auf der Oberseite der Napf und fein gepunzte Ornamente, an den Ecken als Fuß dienende geschweifte Bügel. H. 9,7 cm.

Friedberg (bei Augsburg), ı. Hälfte 17. Jahrh. Beschau R? 2145. Meisterzeichen A.

Tafel 47.

198 Jungfernbecher, getrieben, vergoldet, der Oberteil gegossen. Dame in Zeittracht mit weiß-

Mılafonu

h, venta

silbernem Spitzenkragen, die Rechte zu dem auf ihrem Kopf ruhenden Bügel erhoben, in dem ein glattes Becherlein hängt. Auf dem Rock Renaissance-Blattwerk mit Blüten und Kartuschen auf gepunztem Grunde. H. 22,3 cm.

Augsburg, um 1590. Meisterzeichen EZ, vielleicht Elias Zorn 420. Tafel 41.

199 Deckelhumpen, getrieben und vergoldet. Auf der geraden, nach oben leicht verengten

RUM db,

vlt

7 VA/,Y A, ABK / ) u 201 W 7% Kg L v A Yıurı)

adıpudlulatr-9 - ae OPER: 1 200 Hirsch als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet. Zwölfender mit feinziseliertem Fell, das

Wandung und auf dem Deckel drei reliefierte Landschaften in Rollwerkkartuschen, da- zwischen Früchte; der Knauf als Adler, die Daumenruhe als Meerweibchen gebildet. Dünner, geschweifter Griff. H. 13,8 cm.

Augsburg, vor 1600. Beschau R’129. Meisterzeichen P (R? 392). Straßburger Einfuhr- stempel um 1800 (R? 6959).

Tafel 49.

7

rechte Vorderbein auf einen Baumstumpf gestellt, der Kopf abnehmbar, mit Halsband und Kette. Auf der länglichen Bodenplatte in Flachrelief Heuschrecke, Frosch, Eidechse und

Y Yay ‚/X Schnecke. H. 26,6 cm. /V. vlkonrın dl

Augsburg, um 1610. Von Balthasar Holweck (Meister seit 1602). Mit dem Wiener Frei- stempel für 1809/10, R? 7886.

Tafel 44.

Vindmühlenbecher, getrieben und vergoldet. Die unten runde, nach oben sich erweiternde

und sechsfach gebogte Kuppa mit Buckeln, darüber mit Rollwerk auf gepunztem Grunde verziert. Darauf stehend eine Mühle, deren Flügel durch ein Blasrohr in Bewegung zu setzen sind. Auf einer Treppe daneben ein Bauer mit Getreidesack. Auf der Mühle die Monogramme HHFVH und HHVH. An der Kuppa eine Hausmarke mit den Buch- staben HK. H. 15 cm.

Augsburg, um 1600. Meisterzeichen TK (R? 515).

Tafel 47.

49

202 Deckelhumpen, getrieben und vergoldet. Rollwerk und Fruchtgehänge auf der geraden, nach oben leicht verengten Wandung. Auf dem Deckel der auf einer Kugel stehende Amor und das Monogramm H.S.A. Als Daumenruhe ein Meerweibchen, der Henkel geschweift.

Wy,ıyy H. 15,3 cm.

Maf Kuiltadı 5 ML 2 . Augsburg, nach 1600. Meisterzeichen VA (R’ 516). Tafel 49.

203 Büttenmann, Buchsbaumscnitzerei, die Bütte aus Silber, der Sockel kupfervergoldet. Hagerer

schreitender Mann in Rock und Hosen, mit Stulpenstiefeln, an der Seite ein Besteck, in

den Händen Hut und Stab. Auf dem Erdboden, der die Form einer Blattrosette hat, ein

Frosch und eine Eidechse. Der mit Rollwerk, Früchten und Frauenköpfen verzierte Sockel

10 enthält ein Federwerk, das die auf Rollen stehende Figur in Bewegung zu setzen vermag.

ML, VEveo, Auf der Unterseite ein auf die Benutzung als Becher sich beziehender Vers: AUFS GEREDE

, DAS GESICHT FORNKERT / AUF DEN DER MIT WIRDT VEREHRT. H.28,6cm.

Augsburg (2), nach 1600. Auf der Bütte Augsburger Beschau- und Meisterzeichen HP (R’ 828). Tafel 28.

Hm.

204 Jungfernbecher, getrieben und vergoldet, Oberteil gegossen. Dame in Zeittracht mit weiß- silbernem Spitzenkragen, die erhobene Rechte an dem Bügel, in dem ein eirundes gerautetes Becherlein hängt. Auf dem glockigen Rock getriebenes Rollwerk und Blumen. H. 19,5 cm.

Ay mol Augsburg, um 1610. Vielleicht von Georg Siebenbürgen ($ 1617), R37ıb. Vorbesitzer: ee Lorenz Gedon, München, Aukt.-Katalog 1884 Nr. 130; v.Heyl, Darmstadt. Va Jon fa, Tafel 41

Surap. mm K 205 Jungfernbecher, getrieben und vergoldet, der Oberteil gegossen. In Form einer stehenden

Dame in Zeittracht; in den erhobenen Händen zwei Stäbe, in denen ein eiförmiges

gepunztes Becherlein hängt. Auf dem Rock geschweiftes Rollwerk und Blätter. H. 18,8 cm.

Augsburg, Anfang 17. Jahrh. Meister HI, R? 472. Wiener Repunze von 1806/07 (R? 7876)

und Freistempel von 1810/24 (R? 7887).

Tafel 4ı.

ME O5 IM. HA Tover

206 Löwe als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet. Dem steigenden Löwen dienen die Hinterbeine und der auf dem Boden liegende Schweif als Stütze. Um den abnehmbaren Kopf ein Halsband. H. 22,7 cm.

Augsburg, Anfang 17. Jahrh. Meisterzeichen BL (Balthasar Laubermann oder Bartholomäus

Leitersdorfer), R’ 474 b. Tafel 43.

Yp / Aurshmaruı

207 Schälchen, getrieben und vergoldet. Längliche Form, vierpassige, ausladende Wandung, zwei geschweifte Bügelhenkel. Verziert mit getriebenen und gepunzten Muscheln, im Boden eine Blüte. Durchm. 12,6 cm.

Aa Ay 1 Augsburg, nach Mitte 17. Jahrh. Meisterzeichen VS (R? 556).

l

208 Schraubflasche, teilvergoldet. Auf der sechskantigen Wandung weißsilberne Felder mit schwarz ausgeschmolzenen Gravierungen. Dargestellt sind Landschaften, darüber und darunter Fruchtstücke. Am runden, mit Griff versehenen Deckel ein Blattstab. H. (ohne Griff) 14,2 cm. Augsburg, 2. Hälfte 17. Jahrh. Meisterzeichen PLD (R? 671). Preußischer Steuerstempel Veh / FW von 1809. ei

g. Tafel 53.

7 har

209 Kristallpokal in vergoldeter Fassung. Die kantig geschliffene halbkugelige Kuppa, der Balusterschaft, der Deckel und Fuß aus Kristall. Auf dem Deckel eingeschliffene Ranken. Die schlichte Fassung mit gravierten Rhomben verziert. H. 15,8 cm.

Y } - ; : . -

Ahınra oYranp Augsburg, 17. Jahrh. Meisterzeichen undeutlich. Französischer Einfuhrstempel des 19. Jahr- hunderts R? 5905. Auf der Unterseite: Wight 6 Lodt. Tafel 47.

210 Ein Paar Leuchter, getrieben und teilvergoldet. Der gewundene, mit einer Weinranke verzierte Säulenschaft steht auf einem Teller, der von einem ausladenden gewölbten Fuß getragen wird. Fuß und Traufschale mit großen Barockblumen, Vögeln und Blattwerk in Relief verziert, die Ränder gewellt. Am Schaft (ältere) Reparaturen. H. 28,3 cm.

Augsburg, 2. Hälfte 17. Jahrh. Meisterzeichen Stern und Mondsichel im Oval. Vielleicht Hans Peters (R? 526).

Tafel 55.

olo; FA

ah

2ıı Hirsch, getrieben und teilvergoldet. Achtender, auf einem runden, mit naturalistischen Pflanzen verzierten, am Rand gewellten Sockel stehend. Vor den Füßen des springenden Tieres ein Krebs. Der Kopf abnehmbar. Dabei Hirschkuh, neuere Nachbildung. H. 13,7 cm.

ou 2 Augsburg, Ende 17. Jahrh. Meisterzeichen LD (nicht bei R.). ö Tafel 49.

212 Schälchen, getrieben, innen vergoldet. Länglich, mit gebogter, ausladender Wandung, darauf Blattornamente. Im Boden reliefierte Früchte. Zwei Bügelhenkel. Durchm. 11,7 cm. 7, Augsburg, um 1700. Beschau R? 196/197. Meisterzeichen nicht bei R. VIA uf) 213 Deckelpokal, getrieben und teilvergoldet. Auf der geradwandigen, unten profilierten Kuppa drei Medaillen mit dem Porträt Kaiser Leopolds, der Kaiserin Eleonore und des Königs Joseph in Blattrahmen und mit Umschriften. In den Zwickeln und am Fuß Akanthus. Als Schaft dient die Figur eines Mannes mit einer Elle in der Hand. Auf dem als Krone gebildeten Deckel ein Doppeladler mit Reichsapfel, Zepter und Schwert. Im Deckel die h Inschrift: Allergnädigste Erkantnuß Ihro Röm. Kayserl. Majestät LEOPOLDI des Großen fwrra d durch Ihro Gnaden H. Graf Ferdinand Ernst von Nlollahrt, Kayser. Hoff Camer-Rath v und Obrist Kuchelmeistern, allergnädigst übergeben, an Georg Großen Lechmeistern in VOTIMOHMRS sr, wegen seines rühmlichen Fleisses und treu geleister Arbeit den 1. Februar Ao. 1690 in Augsburg. H. 59,5 cm. Augsburg, 1690. Von Georg Winkler (} 1727), R’ 684a. Aus der Sammlung Karl Mayer Rothschild, Aukt.-Katalog rg9ı1, Nr. 84. Französischer Einfuhrstempel von 1893 (R’sgrr). Tafel 5o.

214 Büttenmann, Buchsbaumschnitzerei in Silberfassung. Schreitender Mann in Hut, Hemd und Hose und zerrissenen Schuhen, auf ovaler Platte. Bütte, Hund, Stab und Fußring aus Silber. . H. 28,6 cm. )y 2 z : r veyr Augsburg (?), um 1700. Auf der Bütte Augsburger Beschau- und Meisterzeichen des Georg Winkler (f 1727), R’ 684.

Tafel 28.

ST:

Der spiralig gedrehte Schaft und d

215 Kelch, teilvergoldet. In der Form eines Flügelg

e I 14 reron a n. gegossene Doppeladler weißsilbern, Kelch und Fuß glatt und vergoldet. H. 19,2 cm. 7 Augsburg, um 1700. Meisterzeichen nicht bei R. Wiener Repunze von ı Wrehine y0% stempel von 1809/10 (R’7885).

-ber oben und unten breit ausladende Profile. F

216 Große Vase, getrieben, teilvergoldet. Am Der Hals am Rand gebogt und abnehmbar, der abgestufte Fuß aus gebündelten Voluten bestehend. Zwei Fischweibchen dienen als Hen kel. Über und über mit Akanthus und

ziert, auf der Wandung zwei ov ale Reliefs, Herbst und Winter darstellend.

Festons ver:

2} e H. 62 cm. dem f f ®, 7 Augsburg, um 1700. Von Nicolaus Ostertag (f 1741), R°?738. Französischer Einfuhr- thlael: stempel seit 1893 (R° 5907). Tafel

217 Becher, vergoldet und getrieben. Die Kuppa unten ; undet und wie der abgesetzte Fuß ge-

rippt. Am Lippenrand graviertes Bandelwerk. H. 7 cm. j Augsburg, um 1700. Von Philipp Stenglin (tätig 1696— 1744), R’ 778. Aeekafı af

Q

218 Becher, getrieben und teilvergoldet. Auf der geraden, nach oben sich wenig erweiternden

Wandung zwischen Akanthuslaub zwei Ovalfelder mit folgenden Darstellungen: r. Lilie

im Felde. Inschrift: Inclita virtus. 2. Sich neigende Tulpe. Inschrift: Ab e languesco.

H. 9,2 cm.

Are dor Augsburg, um 1700. Von Cornelius Poppe (} 1723), R’ 731.

219 Deckelbecher, getrieben und teilvergoldet. Die glatte, nach oben sich wenig erweiternde Wandung unter dem en mit graviertem, unten mit getriebenem Bandelwerk ver- ziert, ähnlich der Deckel. Auf drei Kugelfüßen. H. 14 cm.

77:

al. Augsburg, um 1718. Be R? 222. Meisterzeichen F im Herz, R’

220 Ziergefäß in Form einer Muschel, getrieben und ve rgoldet. Die Muschel belegt mit einem

er Adlern begleitet von den Figuren des Krieges und des Friedens. Die auf der Unterseite mit

Akanthusranken ver

een Darauf ein Herrscher, in einem vor gen sitzend,

V zogenen

zierte Muschel wird von vier hockenden Chinesen getragen. Das Ganze

rare von einem Adler mit (leerem) Schild bekrönt. H. 19,8 cm. Augsburg, um 1700. Beschau R°®203. Meisterzeichen MM, wahrscheinlich Michael Mayr, + 1714 (R’691 k). Aus der Sammlung Carl Mayer Rothschild. Aukt.-Katalog Paris 1gır, Nr. 87. Tafel 52. 221 Deckelhumpen, getrieben und vergoldet. Auf der zylindrischen Wandung weißsilbernes Relief: Bacchus in den Wolken über einem Altar, um den Mars und Ceres (?) knien. Auf dem i Deckel und dem ausladenden Standring Landschaften zwischen Blattwerk. Der Griff aus aM Yy geschweiften Cförmigen Bügeln gebildet. H. 21,3 cm.

Augsburg, vor 1700. Von Dominikus Saler

Leningrader Beschau- und ;

Meisterzeichen des späten 18. Jahrh. Gegenstück vom glei

(aber mit anderer

"Darstellung) im Schloßmuseum Berlin.

Tafel 49.

52

222 Deckelbecher auf K

elfüßen, getrieben, teilvergoldet. Die glatte, gerade Wandung mit einem weißsilbernen Relief ummantelt. Dargestellt ist Moses, der die Ägypter im Roten Meer versinken läßt, hinter ihm die geretteten Juden. Der mit gedrehten Rippen, Bl 1 m graviertem Bandelwerk verzierte Dec

ttern und

von einem freiplastischen Rebenzweig bekrönt. ; Du H. 26,8 cm. Sn Deutsch, Anfang ı8. Jahrh. Im Boden der Stempel von Düsseldorf, ähnlich R? 1846, mit Jahresbuchstabe N und einem ungedeuteten Meisterzeichen (Kleeblatt). Auf dem Deckel Augsburger Beschau- und Meisterzeichen des Philipp Stenglin (} 1744), R’ 778.

223 Spitzpokal aus Rhinozeroshorn in vergoldeter Fassung. An der spitzen Kuppa über g riefeltem Sockel die vier Erdteile in Gestalt reichgekleideter stehender Zepter. Als Schaft dienen zwei eine runde Scheibe über

tinnen mit

ich haltende Putten. Am Fuß in

f ’B YE Hochrelief ein Adler und ein mit einem Elefanten kämpfendes Rhinozeros. Auf dem von t 7 7 , einem Putto bekrönten Deckel ein Fries mit spielenden Kindern. H. cm.

L (On Ip ıR Augsburg, Anfang ı8. Jahrh. Fassung von Johannes Engelbrecht ($ 1748), R? 814. Tafel 54.

224 Schälchen, getrieben und vergoldet, oval, auf der gerippten und geschwungenen Wandung

gravierte Rocaillen. H. 2,2 cm, Durchm. 12,2 cm.

Y B8 Augsburg, 1739/41. Beschau R? 243. Meisterzeichen (steigender Löwe) nicht bei R. he 225 Becher, getrieben und teilvergoldet. Auf der geschweiften, nach oben sich erweiternden Wandung getriebene und gravierte Borten mit Bandelwerk auf gepunztem Grund. H. 9,4 cm. / Augsburg, um 1740. Beschau R?242. Meisterzeichen IM. (Nicht der von R. dafür vor-

2 EEE vllak Kto) geschlagene Johannes Mittnacht, f 1732.)

226 Große Tischmenage, weißsilbern, aus Untersatz, Mittelstück und acht Einzelteilen bestehend. Mit dem Wappen der Markgrafen von Baden-Baden.

a) Längliches, gebogtes Tablett mit reich profiliertem Rand, auf vier Rocaillen stehend. Mit 1) Holz unterlegt, das ein Muster bildet. Beschau R’244. Von Gottfried

Ayo ER R? 909. Durchm. 54,5 cm.

termann,

b) Aufsatz, bestehend aus vier durchbrochenen Stützen mit Rocaillen und Blüten, von denen vier Kerzenarme abgehen. In der Mitte länglicher Fruchtkorb, darunter stehend ein inblättern. Beschau R? 257.

kleines Schälchen und weiter 6 Schälchen in Gestalt von W Meisterzeichen LB (R? 930). H. 26 cm.

c) Sahnenkännchen mit Löffel und Zuckerstreuer, bauchig, auf eingezogenem Fuß, verziert mit Bl R? 259. Meisterzeichen ICR im Rechteck. H. 20 cm.

ütenzweigen. Die hohen Deckel durchbrochen und von Blumen bekrönt. Beschau

d) Zwei Dosen mit Klappdeckel, innen vergoldet. Muschelförmig, die Wandung godron- niert. Auf vier Füßen stehend. Beschau R?’ 243. Von Joh. Christoph Treffler (R? 919). Durchm. 10,2 cm.

Augsburg, 1740/60. Von verschiedenen Meistern.

Tafel 60.

53

227 Scherenschleifer. Auf einem mit einer vergo

NW / Hırkar

/ Imst / Uyrreher

dıe Kadk oe

Ideten Silberplatte belegten Elfenbeinsockel steht ein Scherenschleifer, mit dem rechten Fuß den auf einer Karre stehenden Schleifstein in Bewegung setzend. Rock und Hose bestehen aus Perlmutter, der Schurz aus Schildpatt, die

Knöpfe und Nägel und die Schleifräder aus Stein, das übrige aus Elfenbein. H. 18,5 cm. Deutsch (Augsburg ?), Anfang 18. Jahrh. Tafel 56.

); heut yıı 9

228 Frau am/Spinfrad. Vergoldete Gruppe mit Steinen und Perlmutter. Auf hohem Stuhl sitzt

Ur j2 7 12 Hu IE INBIHEN

die nit Diadem und Steinen geschmückte Frau am Spinnrad, neben ihr ein Putto aus Elfen- bein, auf der hohen Stuhllehne ein Vogel. (Venus und Amor?) Der Fußboden aus Perl- mutter und Steinen gemustert. Im geschweiften, breitgerippten Sockel, der mit Steinen und aufgelegten Blättchen verziert ist, vier Dosen, deren Deckel außen mit gravierten Perl- mutterplatten bzw. Steinen, innen mit erotischen Bildern oder Spiegeln belegt sind. H. 14,6 cm.

Deutsch (Augsburg?), Anfang 18. Jahrh. Ohne Marken.

Tafel 57.

229 Holzfigürchen mit Elfenbein und Silber. Küchenjunge, in der Hand ein Nest mit einem

4) }

TAarcıtokaıı

brütenden Vogel. Stehend. Fleischteile, Kragen und Hemd aus Elfenbein, die Knöpfe aus kleinen Brillanten. Auf vergoldetem, mit getriebenem Bandelwerk und Steinen verziertem

Silbersockel. H. 14,1 cm.

© Süddeutsch, ı. Hälfte 18. Jahrh.

230 Löwe, massiv gegossen und vergoldet, vorwärtsschreitend, auf einem mit durchbrochenen Or-

namenten verzierten Ebenholzsockel. H. 8 cm.

Süddentsch, 17. Jahrh. Ohne Marken.

ch,

231 Elfenbeinhumpen in vergoldeter Fassung. Auf der Wandung eine bergige Landschaft mit

Up, pP v2 Ay HVT. TUR /

I 7 Yhrtreittt

Tieren, die miteinander kämpfen, und einem Ritter im Kampf mit einem Bären. Standring und Deckel mit Akanthusranken verziert, auf dem Deckel ein Putto mit Jagdhorn. Der Sförmige Griff als Delphin gestaltet. H. 25 cm.

Süddentsch, Ende ı7. Jahrh. Fassung München. Beschau ähnlich R? 3448. Meisterzeichen MV (R?’3518 [?]). Ein Elfenbeinhumpen von der Hand des gleichen Schnitzers im Residenzmuseum München (Berliner, Bildwerke des Nat.-Mus. München 1926, Nr. 872).

Tafel 56.

232 Becher aus Steinbockhorn in vergoldeter Fassung. Die zylindrische Wandung beschnitzt mit

7 Jar

einer Landschaft mit Männern auf der Jagd nach Steinböcken und anderen Jagdszenen. Auf dem Deckel springender Steinbock aus dem gleichen Material. Fußring und Deckel aus Silber mit reliefiertem Bandelwerk und gerippten Rändern. H. 18,5 cm.

Süddentsch, 1. Hälfte 18. Jahrh. Beschau undeutlich. Meisterzeichen IAZ. (Bei R. fälsch- lich für Schwäbisch-Gmünd gehalten [R’2198].) Ähnliche Becher im Nat.-Mus. München (Kat. IV, Nr. 852/55) und im Schloßmuseum Berlin. Vorbesitzer Karl Mayer Rothschild. Aukt.-Katalog 1885, Nr. gr. ;

Tafel 49.

54

233 Pferd, gegossen, ziseliert und vergoldet. Fein modellierter steigender Hengst, die Hinterhand und der Schweif auf einer naturalistischen Bodenplatte mit Baumstümpfen, Steinen und Pflanzen. H. 19,6 cm.

K

Jr h (Url Frankfurt a. M.(?), um 1600. Beschau: Adler im Rautenfeld, Meisterzeichen CW (?) (beide

1

VIUTER nicht bei R.) A yr ı Tafel 42.

Vu

234 Kristallpokal mit Deckel, in Goldemailfassung. Die Wandung der schlanken, vierfach ge- bogten Kuppa unten verdickt und mit dem Kopf eines mit dem goldenen Vlies ge- schmückten Fürsten unter einem Adler verziert. Gegenüber Trophäen. An den Schmalseiten zwei Löwenköpfe und darüber zwei stehende Krieger, am Schaft und Fuß Straußenfedern.

"ik alt Am gewölbten Deckel zwei Seepferdchen, Krebs und Schildkröte. Der Schaft und Kuppa 1, + /' verbindende Goldring und der Reif um den Fuß mit weißem Bandgeschlinge auf schwarzem iu Grund. Die Kristalle im Deckel und Fuß mit natürlichen Sprüngen. H. 31 cm.

Deutsch, Ende 17. Jahrh. Vielleicht aus der Gondelach-Werkstatt in Kassel. Tafel 48.

235 Kleiner Deckelhumpen, getrieben, teilvergoldet. Auf der zylindrischen Wandung drei Flügel- putten und große Barockblumen, ähnlich der Deckel. Kräftiger Standring. H. ır cm. Leipzig, 1678/80. Von Hans Scholler (Meister 1642), R? 3045. Jahresbuchstabe D. (Ahn- liches Stück in der Kirche von Lomnitz. S. Graul, Alte Leipziger Goldschmiedearbeiten Aıırkıg ıgıo, Tafel 48.d).

RRRRON

236 Räucherpfanne. An langem, dünnem Holzstiel ein Dreifuß mit runder, durchbrochener Pfanne und halbkugeligem Behälter darunter. H. 4 cm. My d /heag Altenburg, 17. Jahrh. Beschau R’ so und Feingehaltsstempel. rerkimw 7

237 Deckelpokal, getrieben und vergoldet. Auf der birnenförmigen Wandung Rollwerk mit Masken und Blumen, abgestufter, ähnlich verzierter Fuß, der Schaft als Vase gebildet. Der von einem Landsknecht gekrönte Deckelaufsatz kann abgenommen und der im Inneren mit a) einem Hirsch verzierte Deckel als dreifüßiges Schälchen verwendet werden. H. 39,5 cm.

WEM Bützow (Mecklenburg), Ende 16. Jahrh. Meisterzeichen ungedeutet (R? 1476).

Tafel 48.

238 Traubenpokal mit Deckel, getrieben und vergoldet. Eiförmige, in regelmäßigen Reihen ge- buckelte und auf dem Deckel von einem Weinstock bekrönte Kuppa. Auf dem hohen, mit gezogenen Buckeln verzierten Fuß ein weißsilberner Bacchusknabe als Schaft. H. 52 cm.

or Vs ‚6/14 Hamburg, Mitte 17. Jahrh. Beschau R* 2341. Meisterzeichen aufrechter, nach links ne Al A n . .. .. . . : i > schreitender Bär oder Löwe. (Nicht bei R.) NT - ee y, Tafel so. NMArVergen: fr

239 Deckelbüchse, getrieben und vergoldet. Auf dem kugeligen Körper von Schweifwerk um- rahmte Felder mit Fruchtstücken, in den Zwischenräumen Blütenknospen. Der flach gewölbte Deckel mit ähnlichen Verzierungen, auf dem eingezogenen Fuß Pfeifenwerk.

/ } H. 16,3 cm, Durchm. ı2 cm. Maas Hamburg, Anfang ı7. Jahrh. Beschau ähnlich 2333. Meisterzeichen (nach links schreitender Adler mit rechtsgewendetem Kopf) nicht bei R. Niederländischer Einfuhr- stempel R’ 7555. Tafel 53.

3u

een =

Te [IE

\ H # os

rundete Kuppa auf ab- Emblemen, dazwischen

ausladende, unten

det. Wenig der Wandung drei ovale Felder m

- 5 R 240 Becher, getrieben und teilve

gesetztem schlichtem Fuß. Au : chte. H. 10,5 cm.

Füllhörner und Fr n W.

18, 18. Jahrh. Beschau mit dem

ROH Hamburg, An

stons belegte

rehte, mit F

en und teilvergoldet. Der spiralig ge le, mit ei

241 Ein Paar Leuchter Schaft hat die Fe

und die (zugehör

getriel - J ) n ads; n einer Säule. Der breit ausladeı

©?) Traufschale reich mit Frü

deckte Fuß

em Teller

Blumen und Tud ängen in Relief

verziert. H. 28,3 cm. las, um 1700. Meisterzeichen L im umrandeten Oval. Auf der Traufschale Danziger u- und Meisterzeichen des Peter Rohde III (Czihak, Edelschmiedekunst in Preußen II,

S. 68). Österreichischer Freistempel für 1809/10 (R’ 7884) und Repunze (R’ 7876).

Tafel 55.

Be, Br

ndung

bias.

242 Schraubflasche aus Elfenbein, in vergoldeter Fassung, die Ränder gerippt. Auf der W in Hochrelief die Flucht nach Agypten, dahinter der von einem Engel geführte To

H. 18,5 cm.

OL

-h oder niederländisch, 17. Jahrh.

Schnitzerei norddeut ),} for : = £ MAR Fassung Berlin, 2. Hälfte 17. Jahrh. Von Daniel Männlich d. A. (1625—ı701), R’ ı17r p.

(Aus der Sammlung Agath, Breslau).

Tafel 56.

h

243 Münzbecher mit Deckel, getrieben und teilvergoldet. Auf der geraden, nach oben leicht sic erweiternden Wandung drei Reihen von Münzen (meist braunschweigische) zwischen gra- ter Deckel mit Kugel-

vierten Rocaillen und Blüten. Auf drei Kugelf Ähnlich ver Prrutauıt knauf. Auf dem Lippenrand graviert: G.L.M. H. 19,6 cm. [979 re : 7 /rrımamae Berlin, Mitte 18. Jahrh. Von Müller (R? 1206). Vf

Anutrdi Tafel 53.

244 Kinderrassel, getrieben, weißsilbern. Durchbrochene, mit Rocaillen und Blüten verzierte Birne,

daran vier Schellen, langer glatter Stiel. L. 18,8 cm.

Ipı ech ß Berlin (2). Ohne Beschau. Meisterzeichen IGL (vielleicht 1190). VUOMLERGEE h 245 Deckelhumpen, vergoldet, die zylindrische Wandung mit einem weißsilbernen, durchbrochenen Netz dichter Weinranken überzogen, darin drei Reliefs (Bacchusknabe, Jäger und Liebes- paar). Am Deckel getriebene, zum Teil aufgelegte Akanthusranken. Glatter, S

miger

Henkel. H. 19,5 cm.

Neiße, um 1700. Meisterzeichen FH (R? 3660).

Tafel 49.

246 Kinderrassel, teilvergoldet. In der Mitte des Stieles ein durchbrochener Knauf, an dem vier Schellen hängen. Die als Beißer bestimmte Spitze vergoldet. L. 14,5 cm.

247 Eule als Trinkgefäß, getrieben und graviert, weißsilbern, innen vergold

oldet, die Augen mit Steineinlagen. Auf einem Stock sitzend, um die Füße Ringe mit Schellen

. Auf dem runder

Sockel gravierte Mauresken, darüber eine

schild mit Hausmarke. H. 16,7 cm.

Auf der Unt

ippte Platte. e Wappen-

6) Du ANARR hau wm

(?), um 1600. Ohne Marken.

ar 44.

Becher (sogen. Stauf), getrieben, teilv ılanker, Lt N hohe Boden durch ein waagerechtes Profil abgesetzt. Auf der W « elwerk und Sr Pflanzen. H. 16,8 cm. 4719 7) 3 s m B HAPE Schweiz (?), ı. Hälfte 17. Jahrh. Am Lipg ötet

ergoldet. Von s

AB unter einem Stern) nicht bei R.

Sperber, getrieben, teilvergoldet. Der weißsilberne Vogel, dessen Kopf abnehmbar ist, steht auf einem hohen, in der Mitte eingezogenen Untersatz, unten getriebene Akanthusranken mit Vögeln. H. 27,5 cm.

ramlatım Neuenburg (Schweiz), 2. Hälfte 17. Jahrh. Von Nicola:

Tafel 44.

Matthey (R® 8923).

250 Pokal, getrieben und vergoldet. Die glockenförmis ıppa unterhalb des Profiles mit

Zügen verziert, am Lippenrand ır Monogr:

H. 20,3 cm. 4 0

nme. Gerippter Balusterschaft und Fuß.

Merılıyy;,, Im 1600. Vielleicht Zürich. Meisterzeichen HD. L [71 U 1 Tafel 53.

251 Salzfaß, getrieben, mit gegossenen Verzierungen und Silberschmelzen. Der im Grundriß quadratische, oben und unten profilierte Sockel steht auf vier vorspringenden Klauen. An den Ecken dünne Säulchen, oben der Napf. Der Deckelknauf als Vase gebildet und von einem Krieger bekrönt. Auf der Wandung vier von gravierten Maures

1 umgebene Rauten, 1Otdarin zwei getriebene Reliefs (Anbetung und Himmelfahrt) und zwei transluzide Silber- schmelze (Verkündigung und Marienkrö Der blaue Grund mit farbigen Eichen- zweigen verziert, die Figuren in Gelb, Grün und Violett, die Fleischteile in Silber). Auf dem Deckel die vier Evangelistensymbole in Si

2 7 RER

lber auf blauem Grund. Dazwischen Frucht-

stücke. H. (über alles) 34,53 cm. Die Emails 8,5 cm hoch. (Die Farben stellenweise ab- geplatzt und ergänzt.)

England, Mitte 16. Jahrh. Die Emails Fr lfte 14. Jahrh. Ohne Marken. (Vgl. das Salzfaß der Vintners Company, abgebildet Burlington Magazine I, S. 360, Plate II.)

Tafel 58 und Tafel 59.

Steinzeugkrug in vergoldeter Fassung. Rheinischer Steinzeugkrug, gesprenkelt und kugelig,

mit geradem Hals und breitem, flachem Henkel. Fußring und Deckel mit getriebenen

Köpfen in Kartuschen und mit Fruchtbündeln verziert. Am Hals gravierte Behänge mit

; Vögeln, Insekten und Schnecken, die Daumenruhe als geflügeltes Fischweibchen gebildet. Y £ Pf ypß El, 25,2 cm.

Fassung: London, 1588/89. Beschau (R’7167), Jahresmarke L (R® 7167), Meisterzeichen HC zwischen Hand mit Hammer (Jackson, English Goldsmiths and their marks r. Aufl., S. 105).

Tafel 61.

378

z D d = £einvesprenkelter rheinischer Steinzeue 253 Steinzeugkrug in vergoldeter Fassung. Kugeliger, feingesprenkelter rheinischer Steinzeugkrug

mit geradem Hals und flachem, breitem Henkel. Fußring, Hals und Deckel in einer mit reliefierten Masken in Kartuschen und Fruchtbündeln verzierten Fassung. Der Deckelknauf als Löwe, die Daumenruhe als Frauenkopf gebildet. Am Griff die Jahreszahl 1586 wii ke Höhe 24,8 cm.

Die Fassung englisch. Exeter, 1586. Von Easton. Jahresbuchstabe C. (Jackson, English

Goldsmiths and their marks, ı. Aufl., S. 313.)

Tafel 61.

254 Ein Paar Salzfässer, gegossen und ziseliert, mit Teilvergoldung. Auf einem aus lappigem Knorpelwerk bestehenden dreifüßigen Sockel ein Putto, der die auf seinem Kopf liegende muschelförmige Schale mit der Hand stützt. Die Putten weißsilbern, das übrige vergoldet. Die auf Delphinen reitenden, Muscheln und Korallen haltenden Putten sind als Gegenstücke gestaltet. Die Schalen am Ende aufgebogen und gehöhlt. H. 24 cm.

Amsterdam, 1639—43. Von Jan Lutma d. A. (1584 [?]—ı1669). Beschau unvollständig Das Meisterzeichen (Herz im Schild) teilweise von dem Quittungsstempel J des 19. Jahr- hunderts (R? 7554) verdeckt. Auf einem Stück der Jahresbuchstabe M für 1643. (E. Voet jr., Merken van Amsterdamsche Goud- en Zilversmeden 1912, Nr. 33, und S. ır4/r15.

Tafel 62.

255 Ein Paar Salzfässer, gegossen und ziseliert, mit Teilvergoldung. Wie die vorigen, aber im Oberteil abweichend. Die ebenfalls als Gegenstücke gedachten Putten (Knabe und Mädchen), mit Algen und Korallen in der Hand, halten stärker verknorpelte Schalen über sich. H. 24 cm Amsterdam, 1639—43. Von Jan Lutma d. Ä. (1584 [?]— 1669). Beschau- und Meister- zeichen wie bei den vorigen. Auf einem Stück die Jahresmarke H für 1639.

Tafel 62.

256 Pokaluntersatz (Becherschraube), gegossen und ziseliert, mit Teilvergoldung. Auf einem aus Knorpelwerk gebildeten Dreifuß ein auf einem Faß sitzender Bacchusknabe mit Pokal und Trauben, darüber ein knorpeliger Knauf mit Tiermasken und drei geschweifte Bügel zum Halten des (fehlenden) Glaskelches. H. 24 c

eurer K Haag, Mitte ı7. Jahrh. Beschau ähnlich R?7620. Jahresbuchstabe M (1642?). Meister- Ansgar zeichen undeutlich. W Tafel 63. ( a ra 3 /

257 Tintenfaß, in Gestalt einer Eule auf einer Büchse, getrieben. Der weißsilberne ziselierte Vogel

(Kopf abnehmbar und mit eingelegten Augen) sitzt auf einer als Pfeifchen benutzbaren

Stange, vor ihm ein Frosch. Der mit Akanthus, Rollwerk und Früchten verzierte und ver-

;, goldete Gelbgußdeckel der Büchse abhebbar, darunter zwei Tintenfässer. Der ‚Uamıı Eule gelötet. H. 27,3 cm.

schwanz der

acer, Gent, Ende 16. Jahrh. Beschau R? 5267. Meisterzeichen R°? 5283. (Vom gleichen Meister i i Humpen in Form einer Eule in der Sammlung Karl Mayer Rothschild. Aukt.-Katalog ıgr:

Nr. 78. Preis 35 300 Frs.) Tafel 64.

253 Elster, weißsilbern, getrieben und gegossen. Auf einem Blattkranz stehend, an dem Schnecken und Eidechsen kriechen, das Gefieder fein ziseliert, in den Augen Glaseinlagen, der Kopf abnehmbar.

h uk Antwerpen, 1663. Beschau R’5o35. Jahresbuchstabe: gekröntes F (R? 5066). Meister- zeichen undeutlich. Französischer Einfuhrstempel (R? 5907).

Tafel 64.

259 Platte, getrieben und vergoldet. Runde Form, der Rand bogig gezackt. Der Standring mit gotischen Vierpässen durchbrochen. In der Mitte des erhöhten Bodens ein Löwe, umgeben

von Blattwerk und Grotesken in zwei Kreisen. Auf dem Rande gegenständige Putten,

Sphinxe und Greifen zwischen Ranken mit Tieren, Kindern usw. Durchm. 25,7 cm.

\ Bysleechpuui 5 Spanien, 16. Jahrh. Marken: L und B, ungedeuter.

7

Rbrrerf Tafel 65. N 2 Yrarı 260 Platte, getrieben und vergoldet. In dem stark erhöhten Boden der runden Schale ein Wappen. In der umlaufenden Zone reliefierte Drachen, mit Schilden und Masken in den Zwischen-

räumen. Auf dem Rande langhalsige Drachen und Fabeltiere zwischen Satyrn und Schilden. Niedriger Fuß. Durchm. 28,3 cm.

AU Spanien, 16. Jahrh. Französischer Einfuhrstemmpel von 1893, R? 5907. Tafel 65.

D rot:

261 Kanne, gegossen und vergoldet. Eiförmiges, oben abgeplattetes Gefäß mit abgeschnürtem

Ausguß und Fuß. Der Sförmige Griff mit Blattwerk verziert. Die Wandung durch einen

Reif unterteilt und mit plastischen Buckeln, Zügen und Engelsköpfen belegt. Die reiche

7 „Gravierung, aus Akanthus, Fruchtbüscheln und Rosetten bestehend, von der Vergoldung (Prrkikenfast ganz überdeckt. H. 28,3 cm.

Spanien (?), Anfang ı7. Jahrh. Ohne Marken.

262 Buckelpokal mit Deckel, getrieben und vergoldet. Die oben und unten sechsfach gebuckelte

Kuppa in der Mitte eingezogen und mit Knorpelwerk, Blumen und Früchten verziert.

Hoher eingezogener und gebuckelter Fuß und Deckel. Auf dem letzteren eine Vase mit

Un Hulk Blumen. Als Schaft dient ein weißsilberner Knabe mit Kranz und Palmblatt. H. so cm.

; Riga, Mitte 17. Jahrh. Beschau R?7498. Meisterzeichen GW, vielleicht Gregor Winter. /Yr 29 Air (Neumann, Verzeichnis baltischer Goldschmiede. Riga 1905, S. 73, Nr. 448).

Tafel 5o.

263 Deckelhumpen, vergoldet und graviert. Auf der mächtigen Wandung gravierte Frucht- gehänge und Vögel, auf dem Deckel Akanthusranken und Putten, ein Wappen umgebend. Daumenruhe und Füße als Kugeln gebildet, die aus Früchten in Blatthüllen bestehen. Kräftiger, auf dem Rücken verzierter Griff mit Wappenschild. H. 21 cm, Durchm.

Atttıı 16,4 cm.

Stockholm, um 1700. Beschau R’8453. Meisterzeichen IS, vielleicht Johann Schenk oder

Schmitt R?’8634. Daneben die Beschau von Leningrad und ein russisches Meisterzeichen.

Tafel 49.

No

a . SDR Zuppa ı und oben sechsfach g xelt 264 I Zuppa unten und oben seci stacı g kelt, Fuß Deckelbekrönung b aluster mit Bügeln Or Moskau, 18. 4 sisterzeichen LM ü reis im Herzschild. I rer edeuteter ı 1 1 Bra an 265 / Be etrieben und ve let. Auf de gebu ıckelten Kuppa

uß, hol ı mit einem Wi

er uf drei

L Bez 11 266 EB echer, etri e ben und vergolde

Jandwerk und verstreute Rocaillen. H. 8,8 cm.

/ Moskau, nach Mitte ı8. Jahrh. Mit ı

fg

ilbern. Auf dem ovalen, mit Blun nengehängen verzierten Sockel ein

267 Öllampe, getrieben, weiß

Silen, in der linken Hand die Lampe emporhebend, um deren Fuß sich eine Schlange

ringelt. Der halbkugelige, von einer Vase bekrönte Behälter hat am Rande vier durch

An Ketten hängen drei Instrumente herab. H. 47,5 cm.

ılich R? 7406 A.

Köpfe verzierte

Italien, ı. Hälft Tafel

268 Zuckerstrener, getrieben, weißsilbern. Vasen rmig, der Fuß eingezogen. Auf dem gebauchten Unterteil ein Rautennetz mit Blattrosetten; glatter Hals mit grav iertem Wappen, der hohe

Deckel durchbrochen und graviert. H. 22,4 cm.

a > £ P en Pr: R k en Amsterdam, ı. Hälfte 18. Jahrh. Jahresbuchstabe L. Meisterzeichen RD über geviertem

ndischer Ausfuhrstempel R’7558. Feingehaltsmarke R’ 7545.

hen auf einem

: DER rieben. Beide Figuren

269 Zwei Büttenträger, weißsilbern, g ierten Sockel, der von

runden ve

* sechsfach gebogten Platte mit darunter os

Fröschen getragen wird. Der Mann im ärmellosen Wams, geschlitzter Hose mit Tasche und ıbe und einen Stab. Die Frau in Rock und Mieder sek mit

Messer, in den Händen eine’ 2

Wıyal Acllı Korb und Stab. Beide tragen eine aus Blutjaspis bestehende Bütte auf dem Rücken und

/ einen blütenartigen Hut auf dem Kopf. H. 17,5 cm. Mehrere Marken.

Tafel 63.

270 Sechs Leuchter, getrieben und gegossen, teilvergoldet. Der kantige Sc haft und der gebogte Fuß

Die runde, abgesetzte Tülle mit

mit B ee u almetten im Regencestil verz

gerippten Profilen. H. 20,5 cm.

1

on BMi en BM im Rechteck mit geschweift

; München, 19. Jahrh. Meisterzei MR (Da) mit R? 3585 ?) Hatelesza

Rändern. (Identisch

60

Aynloumt

Bo v. WW

gu

IH

ekvuhtllee 3

271 Zweiteili Wolle

.< MÖBEL

Nr. 271 298

ger Wandschirm. Beide Teile oben leicht gebogen. Kanevasstickerei in farbiger und Seide in gros und petit point. Jeder Teil besteht aus vier verschiedenen Stücken.

1. Teil: In einem Oval von Blumenkranz umgeben Begegnung Jakobs mit Rahel. Darunter

„schmal

e gewirkte Borte und zwei verschiedenfarbige Felder mit Barockranken. 2. Teil:

{ ; i ; DEE F ; RE ee In einem Park sitzt eine Dame in Zeittracht, Lyra spielend, ihr zur Seite liegt ein Löwe.

Barockornament rahmt das Ganze. Die übrigen drei Stücke gleichen denen des ersten Teils. Jeder Teil 132x61 cm. Süddeutsch, Anfang 18. Jahrh.

272 Kleines Kabinett aus Holz, vollständig mit

und S

Vorde

vorne

PL

serei in farbiger Seide in petit point ilber verkleidet. Auf einem flachen, ornamental gemusterten Sockel Aufbau mit zwei r- und zwei Seitentüren mit Figuren, Ranken und Tieren. Nach Öffnung der Türen drei, seitlich je zwei Schübe, deren Vorderseiten durch farbige Seidenstickerei auf

weißer Seide verziert sind. Auf dem Aufbau steht ein Kasten, dessen Tür nach unten auf- klappt, darauf Figuren in Landschaft. Hinter der Tür zwei Schübe. Auf dem Kasten eine

ornamental verzierte Koffertruhe. Hinterwand mit Ausbuchtungen, der Form des Ganzen

angepaßt und ornamentiert. 52

24 cm.

Süddeutsch, Anfang 18. Jahrh.

Tafe

7I.

273 Spieltisch aus Eichenholz. Platte: Kanevasstickerei in Wolle und Seide in gros und petit point.

Mittelfeld: Neptun Dreizack schwingend, in einer Muschel stehend, von Seepferden gezogen, Venus in einer Muschel sitzend und Amor auf einem Delphin reitend. In vier Eckfeldern FOR die vier Erdteile. Alle fünf Felder von roten Linien und Barockranken umrahmt. 85x78 cm.

Sticke

274 Kaminsc werk,

rei: Süddeutschland, Anfang 18. Jahrh.

birm. Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide auf schwarzem Grunde. Bandel- Ranken, Halbfiguren und Masken in gros point umrahmen ein Feld mit spielenden

Kindern zwischen zwei Bäumen in petit point. Rückseite schieferblaue Seide mit einzelnen

,„ Blätte Frankreich oder $

Ola Tafel

275 Kaminschirm. Eichenholz.

rn gemustert. 95%78 cm. üddeutschland, Anfang 18. Jahrh.

72 72.

Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide auf schwarzem

Grunde. Barocke Blumen und Blätter in gros point umrahmen ein Feld, darin Schauspiel-

szene mit vier Figuren und Bäume mit phantastischen Früchten in petit point. 80x62 cm.

Tafel

Stickerei: Frankreich oder Deutschland, Anfang 18. Jahrh.

72 72.

61

ckerei in farbiger Wolle und Seide in gros und petit point. Rücken:

276 ]. Bezug: Kanevassti " I Rn Kavalier zieht in einem zweirädrigen Wagen Gitarre spielende Dame. Sitz: Juno in Wolken. ee \ Merle e nkelbraun gestrichen. 1IOox64 cm. / Beides von Ranken und Bandelwerk umrahmt. Gestell dunke g 4 If Tareekes, Deutschland, Anfang 18. Jahrh.

N > N FO . | ee Aue 7 Kessel aus Nußholz. Bezug: Kanevasstickerei ın farbiger Wolle und Seide. Rücken: barockes Rankenwerk in gros point umrahmt ein Feld

) j Vögel zwischen Barockranken. 125 x66 cm.

] mit zwei Figuren in petit point, Sitz: zwei

Otto Bezüge: Deutschland, Anfang 18. Jahrh.

>-8 Zwei Sessel aus Nußholz. Bezug: Kanevasstickerei in farbiger Wolle in gros point. Rücken und Sitz: Rosettenornament und Zwickelfüllung. Jeder Sessel 99% 71 em. Deutschland, Anfang 18. Jahrh.. Tafel 68. ? R u) f . . mn 1 1r . Sessel, geschweiftes und geschnitztes Gestell. Kanevassticker gros und petit point. Rücken und Sitz: großer Rosenstrauß durch Schleife zusammengehalten

i in farbiger Wolle und Seide in

auf weißem Grunde. 102x73 cm. Frankreich, 1. Hälfte 18. Jahrh.

>80 Vier Sessel aus Nußholz. Bezüge: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide. Auf dem Rücken allegorische Darstellung der vier Jahreszeiten in petit point auf hellem Grunde. Sitze: barockes Rahmenwerk in gros point, darin zweimal Fuchs und Hund und zweimal je 2) zwei Vögel in petit point. Jeder Sessel 101x68 cm. aelıch Bezüge: Deutschland, Anfang 18. Jahrh. Tafel 67.

ofa und zwei Sessel aus Nußholz. Bezüge: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide. Rücken des Sofas: breite Barockumrahmung in gros point, darin fünf tanzende und musi- zierende Figuren. Sitz: vier Vögel zwischen Bäumen mit großen Blumen. Rücken der beiden db wer dur Sessel: je ein Paar in antikisierender Tracht. Sitze verwandte Motive wie beim Sofa. Sofa 162x104 cm, jeder Sessel 101 x69 cm.

Va ut ji

22: Ol Bezüge: Deutschland, 1. Viertel 18. Jahrh. UV 3 j a Tafel 66.

>82 Zwei Sessel aus Nußholz. Bezüge: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide. Rücken: barocke Blumen und Ranken umrahmen ein Feld, darin Harlekin und Harlekine in petit 7 > N point. Sitze gleiche Umrahmung wie in den Rücken, Mittelfeld Blumenkorb und Stauden BAUNZA %., mit Libellen. r02x70 cm. / Bezüge: Deutschland, ı. Viertel 18. Jahrh. Tafel 67.

283 Drei Sessel aus Eichenholz. Bezüge: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide. Rücken: 1. „1, . . . = . Barockschnörkel in Rot und Blumenranken in gros point umrahmen ein Feld, darin Figuren in Landschaft. Die Sitze haben ähnliche Motive. Jeder Sessel 113 x70 cm.

), Bezüge: Deutschland, ı. Viertel 18. Jahrh. / Tafel 68. Inlu Var

j a

2 ! Wlan Mit

284 Fußbank, oval. Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide auf schwarzem Grunde in gros point. Zwischen großen Barockformen Gitarre spielende Dame und Dienerin. 55x39 cm.

5 Araduel Bezug: Deutschland, ı. Viertel 18. Jahrh. 4 .hutrer

285 Fußbank, oval. Kanevasstickerei in farbiger Wolle in gros point. Phantasieblumen. 48x36 cm.

BER Bezug: Deutschland, ı. Hälfte 18. Jahrh.

286 Kleine Koffertruhe aus Holz mit Schloß und halbrundem Deckel. Bezogen mit Kanevas- stickerei in farbiger Wolle in petit point, Schuppenmuster mit schwarzen Konturen. Oben auf dem Deckel in achteckigem Felde Wappen, von einem Kranz umrahmt, mit der Jahres-

Zi zahl 1747 und den Buchstaben BCL. An den Seiten Eisengriffe. Innen weißgelb gestreifter

: Aufkinnor Seidenstoff. 43x29x22 cm.

J Deutschland, 1745.

7 Wr Y

287 Viereckiger Kasten aus Holz, mit Schloß. Auf dem Deckel, willkürlich aneinandergesetzt,

die Darstellungen zum Teil nicht zusammenhängend, farbige Seidenstickerei auf Kanevas. Anbetung der Hirten, Verkündigung, Jakobs Traum, Jakob ringt mit dem Engel. Der UERE übrige Teil des Kastens mit neuem, grünem Seidendamast bezogen. Innen gestreifter, röt- AA licher Seidenstoff (Ende 18. Jahrh.). 50x40x 12 cm.

Stickerei: Deutschland, 17. Jahrh.

288 Kapsa. Kanevasstickerei in farbiger Seide und Gold. Maria mit dem Kinde in Blumengarten. An den vier Seiten Blumenranken. Gesichter ausgefallen. 25x24x4 cm.

England (?), 17. Jahrh.

289 Garnitur aus Sofa und fünf Sesseln. Bezüge in Wolle und Seide gewirkt. Auf bräunlichem Grund in einer reich bewegten Bordüre aus goldfarbenen Rocaillen und bunten Blumen auf den Sitzen Lafontainesche Fabeln, auf den Rücklehnen Schäferszenen in der Art Watteaus.

) x Auf den Armlehnen kleine Blumenmotive in Rocaillenrahmung. Vergoldete Möbelgestelle Jrwelıel im Stile Louis XV.

! Ink, Beauvais, um 1750. ; Tafel 69.

290 Garnitur aus Sofa, fünf Stühlen und zwei Sesseln. Die Bezüge in Seide gewirkt. Auf weißem Grund in einer Umrahmung von zartfarbigen Blumen auf den Rücklehnen Eisvögel, Wiede- hopfe, Pirole und Eichelhäher, auf den Sitzen Blumensträuße. Auf den Armlehnen kleine Blumenmotive. Auf den Lehnen des Sofas in goldfarbenem, blumenbekränztem Rahmen

tetı 0/&chäferszene. Auf dem Sitz Medaillon mit laufenden Hunden. Zum Teil restauriert, die vergoldeten Möbelgestelle im Stil Louis XVI.

Fu,

Aubusson, um 1780. Tafel 70.

291 Toilettenkasten in Form eines Kielflügels aus hellem und dunklem Birkenholz. Die Kanten mit facettierten Nägeln verziert. Der Kasten ruht auf fünf runden Beinen. Im Innern Tastatur mit drei beweglichen Tasten, die zum Einstellen eines Spielwerks dienen, und Toilettengeräte, aus Perlmutter geschnitzt. H. 17,5 cm, Br. 20,5 cm, T. 30,5 cm.

Wien, um 1820.

Tafel 71.

m Nußl Iber-

292 Toilettenkasten

be

Im Innern Schreibgarnitur

hlägen. Aufbau in drei Etagen, von einer IS

b) - die sich zum Teil nach Abna er, die sich zum leıl nacı \bna

er ineM 3ehei ıme der bekrönender und eine Menge Geheimfäd me der bekrönenden IE, öffnen lassen. Die Silberbeschläge graviert. H. 55 T. 16,5 cm. ha ; WIR Wie rn 7 Vien, um 1790. / A Tafel VRR 17 Tafel 71.

Schubkästen auf vier Beinen. Ges

293 Kleine Kommode aus Nußholz. Körper mit zwei

Form. In der Platte eingelegter Stern. läge und Schuhe aus Goldbronze. Das Beschlag- stück auf der geschweiften Unterkante des Körpers spätere Zutat. H. 25,8 cm, Br. 36,5 cm, T.,22.cm.

Ih , Deutsch, um 1760.

Bezraer Tafel 71.

ce

294 Puppenhaus. Drei Stockwerke mit je zwei Räumen. Im Erdgeschoß Laden und Küche, im 94 pt J 2

peisezimmer, im zweiten Stock Schlaf- und Wohnzimmer. Reiche,

ersten Stock Salon und $ aber nicht einheitliche Möblierung. Hauptsächlich Renaissance, Barock, Rokoko, aber auch

iebenes Inventar.

viel Biedermeier. Dazu Haus- und Küchengeräte, Lampen usw. Ge Gehäuse modern. H. 145 cm, Br. 120 cm, T. 53 cm.

Tafel 73.

295 Puppenladen. Gehäuse mit nach hinten abfallendem Pu

T- 1

Innern Regale, Schubkästen und Ladentisch mit reichem Inventar. H. 55 cm, Br. 66 cm, T. 41 cm.

1/ , Mia + Deutschland, Mitte 18. Jahrh. N 296 Tisch (furniert). Vier schlanke Beine mit Steg und Tischkasten. Darauf achteckige, obloı Platte mit durchbrochenem Geländer. In die Platte eingelassen Gouachebilder in der / Angelika Kauffmanns. In der Mitte Hektors Abschied (im Oval), acht Trapezfelder mit den a vier Jahreszeiten und Grotesken auf dunkelblauem Grund begleiten friesartig die T ey kante. Dazu Schutzplatte aus Mahagoni. H. 79 cm, Br. 75 cm, T. 56 cm. IH Datiert 1806 und undeutlich bezeichnet rechts auf der les Ovalbildes.

297 Kommode. Geschweifter Körper mit zwei Kästen auf vier wungenen Beinen. Auf der

Wandung Blumen in verschiedenfarbigen Hölzern eingelegt. Griffe, Felderumrahmungen, Schuhe usw. aus Goldbronze. Platte aus gelbem, buntem Marmor. H. 87,5 cm, Br. 145 cm,

7 T. 62 cm. Frankreich, Stil Louis XV.

297a Kommode. Geschweifter Körper mit zwei Kästen auf vier geschwungenen Beinen. Auf der Wandung Blumenzweige in dunklem Holz auf hellem Grund eingelegt. Reiche Montierung in Goldbronze. Platte aus gelbem, buntem Marmor. H. 88 cm, Br. 147 cm, T. 63 cm.

Frankreich, Stil Louis XV.

J

I..f / 7 NMNANMKAOUUN

hen i ee: ee: 298 Großes Bureauplat. Palisander und Rosenholz mit reichen ziselierten Goldbronzebeschlägen. Platte mit brauner Maroquinlederbespannung. H. 84 cm, Br. 207 cm, T'. 95,5 cm.

Frankreich, Stil Louis XV.

un 64

7 pi

TALLUHEUNLöcher zum Durchziehen des Aufhängefadens. Durchm. 38,5 cm.

N

/

XI. MAJOLIKEN UND FAYENCE

Nr. 299. 337

299 Große Schüssel, in Blau, Gelb, Ocker und etwas Grün bemalt. Rand und Kehlung mit großen (A, Akanthusranken und zwei Füllhörnern bedeckt. Im Fond das Wappen der Orsini di Patigliano (Lucca) von Bandschlingen umrahmt. Rückseite gelb glasiert. Im Fußring zwei

Löcher zum Durchziehen des Aufhängefadens. Durchm. 42,5 cm. Deruta, Mitte 16. Jahrh.

300 Schüssel mit Frauenkopf, in Blau, Gelb, Ocker und Grün bemalt. Der Rand in sechs durch gestreifte Bänder getrennte Felder geteilt, die abwechselnd ein Rankenmotiy und Schuppen- muster zeigen. In der Vertiefung das Brustbild eines jungen Mädchens mit gestreiftem Hals-

> ytuch und turbanartiger Kopfbedeckung, dahinter Spruchband mit der Inschrift: „LA COR-

VorVZURaf, NELIA BELLA.“ Die Rückseite seladongrün glasiert. Am Rand und am Fußrand etwas

j bestoßen. Kleine Reparatur auf einem Rankenfeld des Randes. Durchm. 39 cm. Fauı N Dermei um 1490.

V Tafel 75.

301 Schüssel mit Damenbild, in Blau, Ocker, Grün und Gelb bemalt. Der Rand in ı2 Felder ge- teilt, von denen drei ein Rankenmotiv, drei Schuppenmuster und sechs ein grünes Blatt auf ocker und gelbem Grund, von blauweißen Bändern begrenzt, zeigen. In der Vertiefung auf blauem Grund das Profilbrustbild einer Dame mit turbanartiger Haube und großem Schleier. Links davon ein Spruchband mit der Inschrift „MENMETOE“. Die Rückseite grün glasiert

de und mit drei dunklen Schnörkeln bemalt. Im Fußring zwei Löcher zum Durchziehen des Aufhängefadens. Durchm. 41 cm.

Deruta, um 1490.

Tafel 74.

302 Schüssel mit Kriegerkopf, in Blau, Gelb, Ocker und Grün bemalt. Der Rand in sechs durch ge- streifte Bänder getrennte Felder geteilt, die abwechselnd ein Rankenmotiv und Schuppen- muster zeigen. In der Vertiefung auf blauem Grund das Profilbrustbild eines römischen

' Kriegers mit phantastischem Helm. Die Rückseite erbsgrün glasiert. Im Fußrand zwei

1 Deruta, um 1480.

[

Tafel 75.

65

303 Schüssel, in Blau und bräunlicher Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rand zwischen zwei Reifen Spitzbogenfries, in der Kehlung Schuppenborte. Im Fond spitzbogiger Vierpaß. Die Zwickel und Öffnungen der Bogen mit stilisierten Blumen gefüllt. Rückseite braun glasiert. An der Innenkante des Randes Farbausbesserungen. Durchm. 26,5 cm.

Deruta, Anfang 16. Jahrh.

In hellem Blau und gelblicher Lüsterfarbe entsprechend

304 Schale, gebuckelt, auf niedrigem Fuß. : 1 hliger Stern. Die Außenseite weiß glasiert. Re-

der Buckelung bemalt. In der Mitte vierstra pariert. Durchm. 24 cm, H. 5,5 cm.

q / 14 Deruta, Anfang ı6. Jahrh.

305 Schüssel, flach, mit schmalem Rand und erhöhter Mitte, in Blau und bräunlicher Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rande einfacher, in der Kehlung reicherer Spitzbogenfries, dessen Of- nungen und Zwickel durch Blumen ausgefüllt werden. Auf der erhöhten Mitte vierstrahliger, von Blumen umgebener Stern. Außenseite weiß glasiert. Die Glasur an den Kanten teil-

vn Dreh weise abgerieben. Durchm. 34 cm. d m Deruta, Anfang 16. Jahrh. Ä

Tafel 74.

Blau und blaßgelber Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rand Borte aus großen und großes Wappen mit drei Ziborien Wappen ist mit dem der

306 Schüssel, in kleinen Blumen. In der Kehlung Arkadenfries. Im Fond und Querbalken zwischen den Buchstaben F.R.C.O. (Das Lebrun de Rochemond [Normandie] identisch.) Sprung. Durchm. 29 cm.

Deruta, Anfang 16. Jahrh.

307 Teller, flach, mit leicht abfallendem Rand, in etwas Blau und Rot und rotbrauner Lüster- farbe gemalt. Das Muster, das ein B im Zehneck umgibt, ahmt godronnierte Buckel nach. Auf dem Rande Zickzacklinien. Rand leicht bestoßen. Durchm. 22 cm.

4 Gubbio, Anfang 16. Jahrh. | I Qas 308 Großer Teller mit Reiter aus einem Triumphzug. Schalenförmig, ohne abgesetzten Rand. In Hellblau, Gelb, Grün und etwas Ocker gemalt. In einer Landschaft reitet ein Jüngling, der einen Lorbeerzweig in der Hand hält, auf einem Pferd, das Zehen statt Hufe hat, als Ein- horn aufgezäumt ist, und dessen Zaumzeug mit Schellen und Glocken verziert ist. Hinter dem Jüngling auf der Satteldecke ein Affe. Neben dem Pferd läuft ein Hund. Die Unter-

seite weiß glasiert und mit vier blauen Blumenmotiven verziert. Gekittet. Durchm. 32 cm.

Faenza, um 1500.

Tafel 74.

309 Schüssel mit Leopard. Flach, mit breitem Rand, bemalt in Blau, Ocker, Grün und etwas Rot. Auf dem Rande zackiges Bandgeflechtmuster in Blau und Weiß, dessen Zwickel mit grün- gelben bzw. roten kleinen Blattmotiven ausgefüllt sind. Im Mittelfeld ockerfarbener Leopard & j auf grünem Boden, auf dem drei blaue Pflanzen wachsen. Im Mittelfeld zwei gebohrte Mpultiltehi Löcher, von denen eins durchgehend. Glasur an mehreren Stellen abgesprungen. Durchm. 35 cm. Faenza, Anfang 16. Jahrh.

Tafel 74.

310 Schale, gebuckelt, auf niedrigem Fuß. In Dunkelblau, Ocker, Gelb und Hellblau bemalt. Die Innenseite in Felder, ungefähr den Buckeln entsprechend, geteilt, die abwechselnd gelbe Ranken auf dunkelblauem Grund und hellblaue Ranken und Delphine auf ockerfarbenem Grund zeigen. In einem sechseckigen Feld mit eingezogenen Seiten das Bild eines Franzis- Ai h. kaner-Heiligen auf gelbem Grund. Auf einem der als Muscheln gebildeten und blau und yimdh gelb bemalten Buckel der Außenseite das Wort „MARTO“ in blauer Schrift. Durchm. 22,5.cm, El. $.cm, Faenza oder Castel Durante, um 1550.

Tafel 76.

311 Schale auf niedrigem Fuß, gebuckelt und godronniert, mit erhöhter Mitte, in Hellblau, Dunkel- blau, Ocker und etwas Grün bemalt. Hellblaues Rankenwerk auf dunkelblauem bzw. gelbem Grund. In der Mitte Kniestück einer Frau mit Stab in einer Landschaft. Die Außen-

D , seite weiß mit blauem und gelbem Rankenwerk. Fuß und Rand ausgebessert. Durchm. MUST 23,5 cm, H. 6 cm. Faenza oder Castel Durante, um 1550.

Tafel 76.

312 Schale, gebuckelt, mit erhöhter Mitte, auf niedrigem Fuß, in Grün, Gelb, Ocker, Blau und Hell-

blau bemalt. Die Innenseite in Felder, den Buckeln entsprechend, aufgeteilt und mit

Pflanzen, Muscheln und Delphinen verziert. Im Mittelfeld das Christkind auf einem Hügel

Y , sitzend. Auf der Außenseite sind die Buckel als Muscheln gebildet und mit Blau und Gelb ohurwioger bemalt. Sprung. Durchm. 25,5 cm, H. 7,5 cm.

Faenza oder Castel Durante, Mitte 16. Jahrh.

313 Fliese mit Beweinung Christi, rechteckig, in Blau, Gelb, Grün, Ocker und Manganviolett ge- malt und mit Weiß gehöht. Im Vordergrund Christus von den drei Marien und Martha

beweint, weiter zurück Petrus, Joseph von Arimathia, Nicodemus und Johannes. Im

Dar ua ah Hintergrunde Golgatha. Die Darstellung folgt genau einem Stich Marc-Antons nach Raffael / ER (B,37). Eine Ecke leicht bestoßen. H. 24,2 cm, Br. 20 cm, Dicke 2,3 cm.

Ss

Faenza, um 1550.

Tafel 75.

314 Zwei Kannen, in Gelb, Blau, Grün und Ocker bemalt. Der Körper von einem Sechseckmuster mit Palmetten bedeckt. Vorn unter dem Ausguß ein großes Wappen in Rollwerkkartusche von einem Lorbeerkranz umgeben. Darunter Schriftband: „Triaca Dadromaci“ bzw. „Mel

7, Roto Cholatto.“ Als Henkel zwei Delphine. Glasur teilweise abgesprungen und ausgebessert.

Arch H. 42 bzw. 44 cm. Florenz, 2. Hälfte 16. Jahrh.

315 Zwei kleine Teller, in Ocker, Blau, Grün und Gelb bemalt. Groteskenwerk aus Harpyen, Chimären, Sphinxen Putten usw. rahmt das Wappen der Kresen von Kresenstein und

Kraftshof, das ein blaues Schwert auf braunem Grund zeigt. Die Rückseite weiß glasiert,

# rn) mit blauen Reifen. Bei einem Reparatur am Kopf des rechten Puttos. Durchm. 25 cm.

nel‘ 9 Urbino, 2. Hälfte 16. Jahrh.; für Nürnberg gearbeitet. Vahaac

Mm 67

höht. Über die ganze Fläche gemalt Landschaft und einem Architektur- egende Frau, rechts steht ein

316 Teller in Gelb, Ocker, Blau und Grün bemalt, mit Weiß ge allegorische Darstellungen des Sacco di Roma. Vor einer s teil erschlägt links ein Mann mit Adlerkopf eine am Boden li

Amor, der einen Globus auf den Schultern trägt. An einem Mauervorsprung, an dem eine Keule lehnt, hängt ein Wappen. Auf der Rückseite in blauer Schrift „Dal fortunato Carlo

= ; Roma afflitta“ „nora“. Ein Stück der gleichen Serie im Schloßmuseum, Berlin. Durchm.

EN... { Miremubr cm.

Urbino, um 1540 von F. Xanto Avellı.

Tafel 76.

317 Flacher Teller mit dem Raub der Europa, in Blau, Gelb, Braun, Grün, Weiß und Schwarz bemalt. In einer Landschaft mit Bäumen und Architektur vorn eine Rinderherde und Europa auf dem Stier. Im Mittelgrund drei fliehende Mägde. Auf der Rückseite Inschrift in Blau: „Di Giove in tauro.“ (Aus Sammlung Emden.) Zwei Ausbesserungen am Rande.

NN / To gi uR AF, Durchm. 26 cm.

YPp / , Urbino, um 1550. d (a A U AU? | Tafel 76.

318 Flache Platte aus Mezzamajolika mit leicht erhöhter Mitte. Sgrafittotechnik, in Blau, Gelb und Grün bemalt. Auf dem Rand vier Delphine, deren Schwänze in lappigen Blättern enden. Im Fond ein Wolf. Rückseite unglasiert. Glasur leicht irisiert. Sprung. Durchm. 27,6 cm.

4 [x Iyiolh age OVereaiete, 16. Jahrh. Kife co I, Derpel Me MH

/ '319 Reliefbrustbild aus gebranntem Ton mit farbiger Zinnglasur. Auf hellblauem Grunde bärtiger Kopf eines Apostels in rotem Unterkleid und grün und blauem Mantel. Gelber Heiligen-

schein. In modernem, rundem Goldrahmen. Durchm. 41 cm.

UM 0) am Kaf

Florenz, Mitte ı5. Jahrh., Robbia-Werkstatt.

320 Tiefe Schüssel, in Gelb, Grau und Grün bemalt. Auf dem schmalen Rand grüne Borte. In der Kehlung Lilien, Putten und Fruchtgehänge mit Papageien. Im Fond Darstellung der Venus, die den Amor mit der Rute schlägt, der mit zwei Putten Blindekuh spielt. Mehrfach ge- sprungen und ausgebessert, in runden Goldrahmen gefaßt. Durchm. 32,5 cm.

Castelli, um 1700.

321 Kleiner Teller mit sehr breitem Rand und kleiner Vertiefung. In Kobaltblau und mattbräun-

licher Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rande zwei große Blattmotive und zwei Flechtmuster

h zwischen blauen Reifen. In der Vertiefung vierfach unterteilte konzentrische Ringe. Auf In dt der Rückseite Muster aus schmalen und breiten Streifen. Durchm. cm.

Spanisch-maurisch, um 1500.

322 Kleiner Teller, mit roter Goldlüsterfarbe bemalt. Auf dem Rand vier Pflanzenmotive, die durch vier pyramidenförmige Gewächse getrennt werden. Im Fond ein Vogel zwischen Pflanzen. Die Rückseite ähnlich wie der Rand behandelt. Am Rand etwas bestoßen.

Ar Un m Durchm. 21,3 cm.

Spanisch-manrisch, 16. Jahrh.

323 Große Schüssel mit erhöhter Mitte. Mit ockergelber Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rande neun Dreiblätter in flachem Relief, dazwischen Rankenwerk. Rankenborte auf der Kehlung. Die erhöhte Mitte in sechs Felder geteilt, von denen drei ein Pflanzenmotiv, drei ein aus- gespartes Rad zeigen. Auf der Rückseite mehrere Streifen. Im Rand Loch zum Aufhängen. Glasur mehrfach abgeschabt. Verschiedene Reparaturen. Durchm. 39,5 cm.

Spanisch (Valencia), um 1500.

Aalıl Erilenh

324 Große Schüssel, in Ocker, Gelb, Braun, Grün und etwas Blau bemalt. Auf dem Rand Borte aus Schlangenlinien und Rosetten. Im Fond zwei Bäume und ein Baumstumpf, auf dem In ein großer Vogel sitzt. Die Rückseite weiß glasiert. Durchm. 42 cm. vovtd Spanien, 17. Jahrh. 325 Ein Paar Reiter, Fayence, in Kupfergrün, Bolusrot, Gelb, Schwarz, Hellblau und etwas Gold bemalt. Auf einem Sockel in Form eines langen Achteckes, der an den Seiten marmoriert, 7 auf der Oberfläche grün bemalt ist, schreitet das rötliche Pferd mit rotem Zaumzeug und 4 (rnoudaubunter Satteldecke. Der Reiter trägt blaue Hosen, eine gelbe Weste, einen roten Rock und ul einen schwarzen Dreispitz. H. 23 cm, Br. 19 cm. A alıı Delfl, um 1700.

326 Drei Delfler Vasen. Zwei kantige Flaschen- und eine achtkantige Stangenvase. Auf weißem Grund in Eisenrot, Schwarz und Gold bemalt. Gartenarchitektur mit Blumen, Vögeln und . einem Chinesen, der ein katzenartiges Tier am Bande führt. Am Hals Blumenborte und v Aaumsku Blattfries. Etwas repariert. H. 22 cm. Delf, um 1700, bezeichnet APK (ligiert) No.8. Werkstatt des Adriaen Pynacker. Tafel 77.

327 Teller, in Blau, Bolusrot, Schwarz, Gold und etwas Grün bemalt. Auf dem von blauen Wellen

eingefaßten Rand abwechselnd der rote Adler Brandenburgs und der schwarze Adler

Preußens, dazwischen das bekrönte goldene FR. Im Fond in einem roten Lorbeerkranz mit

£ blauen Bändern der preußische Adler und die Königskrone, umgeben von der Kette des

MU kun Schwarzen Adlerordens. Auf der Rückseite in Bolusrot sechs kleine Blütenzweige und die Marke APK (ligiert). Durchm. 22 cm.

Delfl, um ı7o1. Werkstatt des Adriaen Pynacker. Aus einem Service für Friedrich I. Tafel 77.

328 Teller, in Blau, Bolusrot und Gold gemalt. Dekor in der Art der Imari-Ware mit Blumen, Tieren und Wolken. Auf der Rückseite in Rot sechs kleine Blumenmotive und die n ‚Marke APK (ligiert). Größerer Sprung. Durchm. 21,5 cm. /MMui0KeDelf, um ı700. Werkstatt des Adriaen Pynacker. Tafel 77.

329 Teller, in Blau, Bolusrot, Gold und etwas Grün bemalt. Rand mit regelmäßiger Kante aus Voluten und stilisierten Blumen verziert. Im Fond halten ein roter und ein goldner Löwe ein Allianzwappen, angeblich das der Grafen Malaspina; darunter ein hellblaues Schrift-

A, band: „Decus et Tutamen.“ Sprung. Durchm. 22,5 cm. AUT Delft, Ende 17. Jahrh. Tafel 77.

69

ugelpostamenten, mit dem rechten bzw.

sgrün und erdbraun staffierten Kirschenzweig haltend. ganviolett und Hellblau mit

330 Ein Paar große Papageien, auf weiß glasierten K

linken Fuß einen manganviolett, moo Die monumental stilisiertren Körper Moosgrün, Ockergelb, Man

manganbrauner Zeichnung in Scharffeuerfarben bemalt. H. 32 cm.

Flörsheim, um 1775. Marke: Monogramm FH (ligiert) und Staffiererzeichen W in Mangan.

0) A YUNUMUMA MIMUIUM pafel 78.

ase und einem Paar Deckelvasen, Fayence, bemalt mit großen, Blumen und Sträußen im gelben Fond, Fasanen auf Felsen ufe gelbe Pinienzapfen.

331 Satz von einer flötenförmigen.V lebhaft bunten „chinesischen“ und Bäumen in goldumränderten Vierpaßreserven. Als Deckelknä:

An der inneren Mündung der Flöte grüne Blattborte. Deckelränder, eine Deckelvase am 7 Körper, eine am Hals repariert. H. der Flöte 40 cm, der Deckelvasen 45 cm. IN Warschau, um 1780. Marke: W, zweimal in Grün, einmal in Braun.

Tafel 78.

332 Schüssel mit schmalem Rand, auf niedrigem Fußring. Auf dunkel blaugrünem Grunde in Schwarz, mit Kreisen, Zackenbändern, Pflanzenranken und Bandschlingen in verschiedenen 7 k Zonen bemalt. Die Rückseite grün, mit einigen dunklen Strichen verziert. Glasur teilweise

zerkratzt und irisiert. Fehlstelle an der Innenkante des Randes. Durchm. 24 cm.

Syrien, 13.—14. Jahrh.

333 Kleine Schüssel, schalenförmig, mit abgesetztem, schmalem Rand, auf niedrigem Fußring. In

Kobalt, Manganviolett und Schwarz bemalt. Auf dem Rand Borte aus blauen und

schwarzen Strichen und Punkten. In der Vertiefung acht Felder, die durch blaue und rote

Streifen geteilt sind und die abwechselnd ein Rautenmuster in blauer und Blattwerk in

Wir schwarzer Zeichnung zeigen. Die Rückseite mit schwarzen und blauen Strichen verziert. Glasur stark irisiert. Durchm. 21 cm.

Sultanabat, 13.—14. Jahrh.

334 Kleine Schale mit ausgebogtem Rand, in Kobalt, Türkisblau und Schwarz bemalt. Auf dem Rande und in der Kehlung, die in fünf Felder geteilt ist, Blattwerk. Im Fond liegendes Tier (Gazelle) zwischen Pflanzen. Auf der Rückseite Borte aus Punkten und Strichen.

0) Glasur zum Teil stark irisiert. Verschiedene Ausbesserungen. Durchm. 2r cm.

IMUeL a 2 Sultanabat, 13.—14. Jahrh. An. Hana

/ 335 Bauchige Deckelvase, bemalt in Grün, Eisenrot, Gelb und Manganviolett. An der Schulter Chrysanthemumblüten und Rankenwerk, am Körper Päonienblüten, Felswerk und Bambus in rotem Schuppengrund. Scharffeuerblaue Ringe. Am Deckel Fische zwischen Blüten.

7 H. 33,7 cm. vonLy China, letzte Ming-Zeit, Mitte 17. Jahrh.

336 Bauchige Deckelvase, bemalt in Scharffeuerblau, Eisenrot, Kupfergrün und Seladongrün mit groteskem Felswerk, Vögeln, Magnolien und Blütenzweigen in eisenrotem Schuppengrund. d H. 33,8 cm. Mur China, K’ang-Hsi, Frühzeit.

337 Kanne in Flaschenkürbisform, mit steilem Ast als Ausguß und Eidechse als Griff. Blaudekor: Blumen in abgeteilten Feldern. Leicht beschädigt. H. 16,5 cm.

China, 16. Jahrh. Wan-Li.

A er

XL.

MINIATUREN, GOLDDOSEN UND KLEINGERÄT

Nr. 338 383

338 Emailminiatur: Herkules und Omphale. Hufeisenförmige Platte. Nebeneinander sitzen Her-

kules mit der Spindel und Omphale mit Bogen, Pfeil und Löwenfell, er mit rotem, sie mit blauem Gewand. Neben einer von einem Putto hochgehaltenen grünen Draperie fliegt ein Amor herab, der den Bogen auf Herkules abschießt. Schmaler Silberrahmen. H. 7,8 cm, Br. 6 cm.

Süddeutschland, um 1670.

339 Miniatur einer jungen Dame mit Tasse. Auf Elfenbein, oval; Hüftbild. Hochtoupiertes Haar

lese

A

mit links herabfallenden Locken; im Haar eine Perlenkette und ein hellblaues Band. Weißgelbliches Kleid mit Halbärmeln. Sie gießt aus einem blauen Becher eine dampfende Flüssigkeit in eine blaue Unterschale, die sie mit der Linken vor die Brust hält. Der Hinter- grund olivgrün. Goldhinterlegt, in steinbesetztem Rahmen, darüber silberne, mit Rosen und vier roten Steinen besetzte Krone. Steinbesetzter Anhänger. Rückseite verglast als Medaillon. H. (mit Rahmen) 7 cm, Br. 4,5 cm.

England, ı. Hälfte 18. Jahrh. (?).

Tafel 82.

340 Vier Gouache-Landschaflen in reichen Bronzerahmen. Die rechteckigen, sehr fein gemalten

27, A EX

Bildchen zeigen italienische Ruinen- und Flußlandschaften mit zierlichen Staffagefiguren. Die gegossenen, vergoldeten Bronzerahmen mit reichem Laubwerk, Rocaillen und Blumen- gehängen; oben in der Mitte ein nach unten blickender Adler mit ausgebreiteten Schwingen. H. (mit Rahmen) 15,5 cm, Br. 14,5 cm.

Italien oder Frankreich, Mitte 18. Jahrh.

Tafel 79.

341 Miniatur einer jungen Dame mit Federhut. Auf Elfenbein, ovales Brustbild, der Kopf nach

rechts gewendet. Braune Augen; braunes, in Locken auf die Schultern fallendes Haar, darauf ein dunkler Hut mit weißer Straußenfeder. Hellblaues Kleid mit weißem, faltigem Brusteinsatz. Blaugewölkter Hintergrund. Links bezeichnet AP 1786. Der zart orna- mentierte Rahmen und die Rückseite aus Gold. Goldene Anhängeöse. H. 5 cm, Br. 4,1 cm.

‚‚Von Andrew Plimer (1763—1337).

MU Tafel gr.

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342 Miniatur eines Herrn in blauem Rock. Auf Elfenbein, oval; Brustbild schräg, der Kopf nach

vorn gewendet. Bartloses Gesicht mit blauen Augen; das grau gepuderte Haar seitlich breit gelegt. Blauer Rock mit Silberknöpfen und weißes Jabot in aufgeschlagener weißer Weste, Graugewölkter Grund. Links bezeichnet IS. 1792 I. Der schmale Rahmen und die Rückseite aus Gold; oben zwei Kettchen mit Hängeöse. H. 6 cm, Br. 4,5 cm.

Von John Smart (1741—1ı811), 1792 in Indien gemalt.

Tafel 81.

343 Miniatur einer jungen Dame mit Lockenhaar in reich emailliertem Rahmen. Auf Elfenbein,

hrunlı Ya ( ehe

AUNCAIRK

oval. Der nach links geneigte Kopf mit braunen Augen und reich gelocktem, gepudertem Haar, durch das ein blaues Band geschlungen ist. Ausgeschnittenes weißes Kleid mit Spitzen- besatz und blauen Bändern. Graublau gewölkter Hintergrund. Der breite Goldrahmen mit einem blauemaillierten inneren Reif und einem äußeren Reif mit goldener Lorbeer- ranke auf weißem Grund. Oben quergelegtes kleines Oval mit schmalem Lorbeerreif, darin vorn braune, gitterförmig gelegte Haare, hinten blaues Email. Die Rückseite des Bildes weist in der Mitte ein verglastes Oval auf, darin eine von goldener Schleife gefaßte braune Locke; ringsum ein Kranz von Perlen, eine blauemaillierte Zone und ein Lorbeerreif auf weißem Grund. Zwei Ketten vereinigen sich oben in einer blauemaillierten Glocke mit Kettchen und Spiralbommeln. H. (ganz) 12,5 cm, Br. 5,8 cm.

Wahrscheinlich von George Engleheart (1750— 1829). Tafel 81.

344 Miniatur eines Herrn in braunem Rock. Auf Elfenbein, oval. Hüftbild; der Kopf leicht nach

links gewendet. Bartloses Gesicht mit kräftiger Nase und dunklen Augen; das Haar ge- pudert und leicht gelockt. Brauner Rock mit Goldknöpfen, gelbliche Weste und weißes Jabot. Der Hintergrund blaugrau gewölkt. Die Fassung Bronze vergoldet; an den schmalen Rahmen ein doppelt gedrehtes Tanzband gelegt. H. (mit Rahmen) 8 cm, Br. 6,8 cm.

Frankreich, um 1780; vielleicht von Louis Licardi (1746— 1825). Tafel 82.

345 Miniatur einer jungen Frau mit Früchten. Auf Elfenbein, rechteckig. Kniestück. In wallendem

rotem Gewand, das die linke Brust freiläßt, steht die blondgelockte Frau neben einem Stein- postament. Sie hat Äpfel in den Händen, die sie in den Fruchtkorb legt. Waldiger Hinter- grund mit See. Unten bezeichnet Fr. Romanelli. Schildpattrahmen mit kleinen ornamen- tierten Silberleisten. H. (ohne Rahmen) 17,2 cm, Br. ı1,3 cm, mit Rahmen 23% 17,3 cm.

Von Fr. Romanelli (Daten unbekannt), Ende 18. Jahrh.

346 Miniatur einer jungen Dame mit Federboa. Auf Elfenbein, oval; Hüftbild, nach vorn blickend,

M) map

der leicht geneigte Kopf mit schwarzem Haar, bedeckt von viereckiger, gemusterter Mütze. Gelbrot changierendes Kleid mit tiefem Ausschnitt. Um die Schultern eine graue Federboa gelegt. Die beringte Rechte erhoben, der Ellbogen auf einen blaubedeckten Tisch gestützt. Graugrüner Hintergrund. In vergoldetem, ringsum von weißsilberner Akanthusborte ein- gefaßtem, rechteckigem Silberrahmen. H. (ohne Rahmen) ır cm, Br. 8 cm; mit Rahmen 14,8% 12 cm.

Um 1830.

347 Miniatur einer jungen Frau mit Kind. Auf Elfenbein, oval. Die braungelockte Dame sitzt auf einem grünbezogenen Stuhl. Sie trägt ein dunkelblaues, tief ausgeschnittenes Kleid mit Agraffe am Oberärmel und Rose vor der Brust. Über dem linken Arm einen gestreiften Schal. Sie umfängt mit beiden Armen einen blonden Knaben in weißem Hemd, der auf ihren Schoß klettert und den Kopf zum Beschauer nach vorn wendet. Im Hintergrund ein tiefroter Samtvorhang, der links einen grauen Pilaster und einen wolkigen Landschaftsaus- schnitt freiläßt. In vergoldetem Bronzerahmen. Unter dem Glas der Rückseite schwarzer Stoff. H. (mit Rahmen) 12,5 cm, Br. 10 cm.

Um 1830.

348 Goldene Dose. Rechteckig, mit geschweiften Flächen. Auf dem Deckel getriebene Schäferszene in Ruinenlandschaft; auf den Seiten gravierte Rocaillen und Blumen; unter dem Boden gra- vierte Architektur in Rocaillerahmung. L. 6,7 cm, Br. 5,6 cm, H. 3 cm.

Frankreich (?), Mitte 18. Jahrh.

Proloccheuge ve

349 Goldene Dose mit geschnittenen Stahlauflagen. Rechteckig, die Kanten mit Wellenborten.

Auf allen Flächen aufgelegt sehr fein geschnittene und durchbrochene Stahlreliefs. Auf dem

Deckel Venus und Adonis in reichen Rocaillen, auf den übrigen Flächen Putto mit Hund,

Fan Tiere und Vögel in Landschaften. Der überall durchscheinende Goldgrund gepunzt und mit luaıckat (landschaftlichen Andeutungen graviert. Ohne Marken. L. 8 cm, Br. 6 cm, H. 3,8 cm.

Frankreich oder Deutschland, um 1750. Tafel 80.

350 Goldemaildose, rechteckig. An den Ecken Säulen, an allen Kanten mäanderartige Goldborten auf weißem Emailgrund. Auf allen Flächen ovale Emailbildchen; obenauf Tierverkäufer und butternde Frau, unter dem Boden Knabe mit Gemüse, auf den vier Seiten Kinder, alle in der Art Greuzes. In den Zwickeln goldene mit blauem Email gefüllte Bögen. Am

HalPipteı Lippenrand der Dose: „Tiron et Ducrollay Bij"‘ du Roy a Paris.“ Marken: r. Pariser Jahresbuchstabe y für Gold für 1762/63; 2. Pächterstempel des Jean Jacques Prevost (1762/68). 3. Meistermarke des Jean-March Tiron, gen. Tiron de Manteuil (erwähnt 1748

X / Äonkera fe bis 178r) (vgl. Henry Nocq, Le Poingon de Paris, Bd. IV, S. 56—57). L. 6,7 cm, Br. 5 cm.

H. 3,8 cm. Paris, 1762/63. Tafel 81.

351 Schildpattdose mit Damenporträt. Die runde Dose und der Deckel aus blondem Schildpatt

mit mehrfarbiger Goldfassung und eingelegten Goldpiqu&-Mustern. Auf dem Deckel unter

Glas auf Elfenbein das Miniaturbildnis einer Dame. Sie sitzt auf rot bezogenem Sofa vor

/ einem Tischchen mit Mappe und Kreidestift und hält ein Blatt mit gezeichnetem Herren- 77 ziel, wporträt in der Rechten. Hellblaues Seidenkleid mit blauem Schultertuch; auf dem braunen Lockenhaar ein beigefarbener Hut mit blauen Bändern. Dunkler Hintergrund. Rechts auf

gegittertem Postament eine Vase, auf deren Fußplatte die Signatur: HOYER. Durchm.

8 cm, H. 3,6 cm. Von Cornelius Hoyer (* 1741 in Hammermölen, } 1804 inKopenhagen), dem „bedeutendsten dänischen Miniaturmaler des 18. Jahrh.“ (Thieme-Becker).

Tafel 81.

73

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Ust Op: 3 nhilı

3556

352 Goldene Dose mit Miniaturmalereien. Oval, die Ränder mit verschlungenen Band- und Zweig-

friesen in zweifarbigem Reliefgold. Eingelegt unter Glas im Deckel und Boden zierlichste Gouache-Miniaturen: Aufbruch zur Jagd mit Kutsche und Jagdfrühstück. Auf den ge- bogenen Seitenflächen ebenso vier rechteckige Bildchen: Herren und Damen am Ufer, Meute, Überfahrt über den Fluß, Reiter am Brunnen. Marken: 1. Pächterstempel des Jean Jacques Prevost (1762/68); 2. Jahresbuchstabe D für 1767|68; 3- Meisterstempel mit J. B.... (nicht zu bestimmen); zwei weitere Marken. L. 7,4 cm, Br. 5,5 em, H. 3,4 cm.

Paris, 1767/68; die Miniaturen jedenfalls von Louis Nicolas Blarenberghe (1716— 1794). Tafel 80.

353 Vernis-Martin-Dose in Goldfassung. Oval. Die Felder mit zarter Lackmalerei verziert: auf

dem Deckel junges Mädchen mit Amor auf dem Schoß, einen Brief lesend, daneben schnäbelnde Tauben; auf dem Boden Liebesembleme und Tauben auf Wolken, auf der Wandung Musikinstrumente. Die fassenden Goldränder fein mit Blumenranken graviert. Das Innere mit Schildpatt gefüttert. Grünes Schlangenhaut-Etui. L. 9,3 cm, Br. 6,5 cm, H. 4 cm.

Paris, um 1770.

Tafel 82.

354 Goldemaildose mit Miniaturporträt einer Dame. Die runde Dose mit guillochiertem, ge-

punktetem Boden und Seitenwandung. An den vier Rändern emaillierte Borten mit grünen Blättern und roten Perlen zwischen weißen Reifen. Im Deckel unter Glas das Hüft- bild einer jungen Frau in lilafarbenem Schnürleib mit weißen Ärmeln, auf der Lockenfrisur weißes Häubchen. Dunkler, landschaftlicher Hintergrund. Am Außenrand der Dose ein- graviert: „a Berenice Homberg, nee a Plimouth le 6 juillet 1769, m. le 10 Decembre 1797.“ Im Boden die Marke des Pariser Goldschmieds Joseph-Etienne Bleczy (Meister 1768, tätig bis nach 1806; vgl. Henry Nocq, Le Poingon de Paris, Bd. I, S. 137) und zwei andere Stempel. Durchm. 8,8 cm, H. 2,3 cm.

Die Miniatur von Peter Adolf Hall (1739—1793)-

Tafel 81.

olddose mit Miniaturporträt eines Herrn. Oval, mit gerauteten Flächen. Auf der Seiten-

wandung vier Rundmedaillons, darin in mehrfarbenem Gold kleine Schäfer- und Musik- embleme; die Ränder mit kleinen Blattborten in grünem Gold. Im Deckel unter Glas das Miniaturporträt eines Herrn mit Perücke und dunkellila Rock auf graugrünem Grund. Goldschmiedemarken: Pariser Poingon de Charge des Pächters Jean Bapt. Fouache (1774 bis 1777) und verschiedene andere, nicht zu entziffernde Marken. L. 6,7 cm, Br. 5 cm, El. 2,5 cm,

Paris, um 1775.

Tafel 82.

356 Goldene, mit Halbedelsteinen eingelegte Dose. Rechteckig; die Flächen bestehen aus ovalen

Reifen von braunem Bandachat, durch die von der Mitte aus nach außen breiter werdende Bänder von rotem Achat gesteckt sind. Auf dem Deckel in der Mitte ein goldenes Oval mit einem aus farbigen Steinen eingelegten Blumenbukett. An den Seitenkanten Treppen- muster mit roten Steinen. L. 6,7 cm, Br. 4,8 cm, H. 3,4 cm.

Von Johann Christian Neuber in Dresden (1735— 1808).

Tafel 81.

74

357 Taschenuhr mit Goldemailgehäuse. Auf dem Rückdeckel Emailmalerei: Auffindung Moses’, , ringsum reliefierte Ranke mit grünen Emailblättern und Perlen als Blüten. Das Werk signiert: Berthond & Paris. Durchm. 4,8 cm. N Paris, um 1775. (UN Tafel 81.

358 Chätelaine mit Uhr aus stark vergoldeter Bronze mit Emailgrisaillen auf braunem Grund in Medaillons, die von Lambrequins aus blauem, transluzidem Email umgeben sind. An einem

Haken mit breitem Vorderblatt vier Karabinerhaken an kleinen Kettengliedern. Daran

y zwei goldemaillierte Schlüssel (vgl. R’Nr. 5910). In der Mitte breites Band aus drei Apr er, großen und acht kleinen Gliedern. Am Ende Karabinerhaken für die Uhr, die ein äußeres

- f. / Gehäuse hat, das der Chätelaine entsprechend dekoriert ist. Das eigentliche Uhrgehäuse aus Stheuket « Gold. Das Werk bezeichnet „Robert Allam London No. 1638“. L. (insgesamt) 17,8 cm,

) in. =’ ‚Br. 5,5 cm. Yslmw N. / Chätelaine: Frankreich, um 1770, Uhr: London, 1775/76. (Vgl. R? Nr. 7130, 7140, 7200.)

359 Kleine, runde Golddose mit Emailminiatur. Die Dose auf Deckel, Boden und Seitenwandung zart graviert mit verflochtenen Bändern. Im Deckel eingelassen und in silbernem, mit ed Steinen besetztem Rahmen das graugemalte Brustbild eines antiken Mannes auf blaugrauem MÄRE f Grund. Mehrere Marken. Durchm. 4 cm, H. 2,2 cm. 7 Ay uErankreich, um 1780. Tafel 8ı.

360 Goldemaildose in Eiform. Breitere Flächen mit dunkelblauem Email werden gerahmt von einer Mittelzone und zwei Kappen aus Gold mit reliefierten und farbig emaillierten Blumen- ranken. Am Rande des Deckels in weißem Email die Inschrift: Rien n’est trop bon bom ce

Fotıkı “vw g’on aime. Stempel: Wahrscheinlich der des Pariser Goldschmiedes Pierre-Denis

k Chaumont (erwähnt von 1777— 1793). Vgl. Henry Nocq, Le Poingon de Paris, Bd. I, Plusı ur S. 249; ein bekröntes X und ein verschlagener Stempel. H. 6,5 cm, Durchm. 4,6 cm. Paris, um 1790.

Tafel 81.

361 Goldemaildose. Flach, rechteckig, mit abgeschrägten Kanten. Auf dem Deckel eine Eber- jagd in Email auf hellblau guillochiertem Grund, die Seiten und der Boden mit violettem n Email gefüllt. Die Ränder oben und unten zeigen einen zart reliefierten Rankenfries mit 7 da bunten Emailblüten und -blättern. Im Innern zweimal eingeschlagen ein B. L. 9,7 cm, Br..5,5 cm,.El..1,3.Cm. Frankreich oder Schweiz, Anfang 19. Jahrh.

Li LauhWa Tafel 82.

362 Zwei Schildpattdosen mit Portätminiaturen. Die Dosen hochrechteckig mit Klappdeckel. Die

Goldfassung mit zartornamentierten Borten; an der vorderen Schmalseite ein Adler über Pfeilbündel. Auf den Ecken des Deckels aufgelegte goldene Lorbeerkränze (einer etwas W ,, defekt). In die Deckel eingelassen zwei achteckige, goldgerahmte Miniaturen:

a) Brustbild einer Dame in weißem, ausgeschnittenem Kleid, mit gelbem Schal und rot ge-

bundenem, blumenbesetztem Strohhut.

75

b) Brustbild eines Herrn mit grauer Perücke, blauem Rock und weißer Halsbinde. Blaues Ordensband; kleiner Orden an rotem Band und der Ordre du Saint Esprit. Graublauer Hintergrund. Beide Miniaturen bezeichnet: C. Henard ı800. H. 9 cm, Br. 7,5 cm, IR assIcm-

Von C. H£nard, tätig in London (1785 und 1798/99) und Paris (1806— 1812).

Tafel 82.

363 Uhr und Spieldose, Goldemail. Die rechteckige goldene Dose dreigeteilt, mit drei Deckeln. Die

drei Deckelfelder mit perlbesetzten Bogenfeldern, darin emailliert in der Mitte ein Kinder- paar, rechts und links Blumenvasen. Die Mittelfelder der Längsseiten mit Musikinstrumenten bzw. Blumen in Email, das Mittelfeld des Bodens mit einem Paar. Alle übrigen Flächen mit dunkelblauen und lilafarbenen Rauten. Der Mittelkasten leer, im linken eine Uhr und ein kleines Emailbild, im rechten Kasten ein Spielwerk und mechanisch bewegte Figuren (Musikanten und Springer) in vierfarbigem Goldrelief auf emailliertem Grund. Dabei ein alter und ein neuer Schlüssel. Dreimal eine Marke: bekröntes M. L. 9,4 cm, Br. 4,6 cm, H. 2,1 cm.

L. 9,4 cm, Br. 4,6 cm, H. 2,1 cm.

Genf, um 1825.

Tafel 82.

364 Schildpattdose mit Damenporträt. Die runde Dose und der Deckel aus blondem Schildpatt

mit zartornamentierter Goldfassung. Auf dem Deckel unter Glas auf Elfenbein das Miniaturbildnis eines Harfe spielenden jungen Mädchens in gelbem Kleid und blauweißer Spitzenhaube über dem blonden Lockenhaar. Durchm. 8,2 cm, H. 2,6 cm.

Frankreich, um 1800.

Tafel 82.

365 Goldemail-Anhänger mit Petschafl. In Form eines weißen Hundes mit grünem Halsband,

dessen Leib aus einer Barockperle besteht. Unter der Fußplatte achteckiger geschnittener Bergkristall mit einem Amor und der Umschrift „Quand je renve tout bransle“. Baluster- förmiger Anhänger mit zwei Perlen. H. 5,ı cm.

Deutschland oder Frankreich, ı8. Jahrh.

366 Stock mit goldenem, mit Halbedelsteinen eingelegtem Knauf. Der Knauf fast zylindrisch,

oben leicht gewölbt. Ober- und Unterkante des Knaufes mit einer eingelegten Ver- gißmeinnichtborte; dazwischen drei von Perlen gefaßte Ovalfelder, in denen kleine bunte Blumensträuße. Die Zwischenräume mit einem Gitter aus rotem Achat gefüllt. Auf der Wölbung ein bunter Blumenstrauß; Borte aus Perlen und Achatsteinen. Der Stock: Malakkarohr mit Quaste. L. des Stockes gr cm; der Knauf H. 5,5 cm, Durchm. 3 cm. Von Johann Christian Neuber in Dresden (1735— 1808).

Tafel 80.

367 Stock mit silbervergoldetem, steinbesetztem Knauf. Der Knauf mit drei reliefierten Halb-

figuren, deren Unterleib und Arme durch grüne Steine in Silberfassung angedeutet sind. Dazwischen Ranken und Rocaillenmotive, ebenfalls mit grünen und roten Steinen besetzt. Auf der Wölbung roter Mittelstein und Kranz von grünen Steinen. Der Stock: Malakka- rohr mit grüner Quaste. Dabei schwarzes Lederetui. L. des Stockes 102 cm; der Knauf H. 6,8 cm, Durchm. 3,8 cm.

Deutschland, um 1760.

Tafel 80.

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368 Miniaturrahmen in Form eines Anhängers aus Gold. Den ovalen Bildausschnitt faßt auf der

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einen Seite ein Blattfries, auf der anderen ein ähnlicher aus blauem transluzidem Email ein. Um den Rand läuft ein Tau aus Perlen und gedrehtem Golddraht. Innen auf einem Haar- geflecht die Chiffre MLPS aus graviertem Goldblech geschnitten. Die andere Seite leer. H. 8,5 cm, Br. 7 cm.

Ende 18. Jahrh.

369 Dose, Email auf Kupfer. Rechteckig, mit geschweiften Seitenflächen. Auf weißem Grund auf dem

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Deckel, dem Boden und den langen Seiten farbige Watteau-Szenen in goldener Umrahmung aus Rankenwerk und Blumen. Auf den kurzen Seiten Kinderszenen in Blau. Innen im Deckel Gebirgslandschaft in Purpurcamieu. Im Innern des Dosenkörpers goldene Blumen- ranken. Vergoldete Kupferfassung. H. 3 cm, Br. 8,7 cm, T. 7 cm.

Deutschland, um 1740.

370 Dose, Email auf Kupfer. Runde Form mit sechs Graten in vergoldetem Bandgeflechtmuster.

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Auf rosa und rotem Mosaikgrund abwechselnd Blumen und Medaillons mit Figuren in Landschaft. Letztere fallen auf dem Klappdeckel weg. Im Innern des Deckels Blumen- strauß. Silberne Fassung. Stempel auf der Fassung: Paris 1779/80. (Vgl. R 3 Nr. 6408 und Nr. 6513.) Durchm. 6,5 cm, H. 4,5 cm.

Bilston, 2. Hälfte 18. Jahrh.

371 Kleine Dose, Email auf Kupfer, Schachtelform mit abgerundetem Klappdeckel. Auf blau und

rot gemustertem Grund von vergoldeten Reliefrocaillen eingefaßte Reserven mit bunten Blumensträußen. Kupferfassung. H. 6 cm, Br. 3,2 cm.

Bilston, Mitte 18. Jahrh.

372 Flakon, Email auf Kupfer mit Reliefdekor, farbig bemalt und vergoldet in Form einer

bauchigen Flasche. Kleine Blumen in Rocaillenumrahmung. Vergoldete Kupfermontierung. H. 7,8 cm. Bilston, Mitte 18. Jahrh.

373 Flakon, Email auf Gold in Form einer flachen Vase von bewegtem Umriß. Die Wandung

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durch Rocaillen in Felder geteilt, die mit Email transluzide und mit Blumen gefüllt sind. Im Boden eingelassener Karneol mit geschnittenem Männerkopf mit Helm. H. 6,1 cm, Br. 3,2 cm.

England, um 1760.

374 Flakon in Vasenform aus Blutjaspis in reicher, goldener Fassung aus polierten Rocaillen und

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matten Blumen, die Fuß, Kanten, Schulter und Hals des Flakons bedecken. Als Stöpsel dient ein Vogel in bunter Emaille. H. 6,6 cm.

England, um 1750.

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375 Flakon mit Uhr, Email auf Kupfer. Auf gelbem Grund von farbigen Rocaillen umrahmt

/ 7, Ko, VARTA

Reserven, die einmal ein Mädchen, das ein Kaninchen an sich drückt, zeigen, das andere Mal Bauern beim Blinde-Kuh-Spielen. Die Fassung, bestehend aus Bodenplatte, Hals und Stöpsel, aus Gold. Im Stöpsel eingelassen kleine Uhr, bezeichnet „W. Plughes, London“. Auf der Rückseite Kranz aus blauen transluziden Blumen, darin eingelassenes Emailbrust- bild einer Dame als Schäferin. H. 9,7 cm, Br. 3,6 cm.

England (?), Mitte 18. Jahrh.

LE

376 Flakon aus blau-weißem Steinzeug, kreisrunde flache Form. Auf beiden Seiten in einem Kranz spitzer Blätter Reliefdarstellungen antikischer Szenen. Auf der Dickung Entrelacs-Borte. Verschraubung aus vergoldetem Silber. H. 7 cm.

d ZURDAIEG Josiah Wedgwood, um 1790.

Cl

4

mit bunten Farben und Gold bemalt. Flache, schmale Form.

377 Flakon aus facettiertem Milchglas, le e auf phantastischen Instrumenten musizierend.

Vorn ein älterer und ein jüngerer Chines Auf der Rückseite Ruine, die zu einer Pagode umgestaltet ist, an einem Gewässer. Goldene, godronnierte Verschraubung. H. 8,7 cm, Br. 3,5 cm.

England, Mitte ı8. Jahrh.

378 Fläschchen in gesticktem Beutel. Das Fläschchen flach tropfenförmig aus violettem Glas mit Facettschliff und silberner Fassung mit Verschraubung. Im Innern kleiner Pinsel. Dazu passendes Beutelchen aus lila Seide mit Chenille und Goldfäden gestickt, auf der einen Seite das Heilige Herz Jesu, auf der andern das Lamm mit dem siebenmal versiegelten Buch. L. (des Fläschchens) 8 cm, Br. 4,2 cm.

ı8. Jahrh.

379 Kanonenmodell. Kupfer, graviert, und vergoldete Bronze. Die Lafette, die in einem Kasten endigt, aus graviertem Kupfer, Räder, Lauf, Putzer und Hellebarde aus vergoldeter Bronze. Verschiedene Armaturen aus Eisen geschnitten. L. 11,4 cm, H. 4,5 cm.

a Yacı it £L Nürnberg, Ende 16. Jahrh.

7 380 Kanonenmodell aus vergoldeter Bronze. Die in einem Kasten endigende Lafette graviert. Verschiedene Armaturen aus Eisen geschnitten. L. ıı cm, H. 4,1 cm. 2 Nürnberg, Ende 16. Jahrh. OU 381 Kanonenmodell aus vergoldeter Bronze. Die in einem Kasten endigende Lafette graviert. Die Räder und verschiedene Armaturen aus Eisen geschnitten. L. 10,6 cm, H. 3,7 cm. A Nürnberg, Ende 16. Jahrh. cr 382 Petschafl, aus grauer Lava geschnitten. Auf einem balusterförmigen Sockel mit Akanthus- blättern die Büste Tassos mit Lorbeerkranz. H. 9,5 cm. Do. Italien, Anfang 19. Jahrh. RAM 383 Nußknacker. Buchsbaum, geschnitzt. Oberer Teil in Form einer Amme, die ein Kind säugt. Am Griff Kurven und Culots. H. 25,5 cm. Frankreich, um 1720.

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XI.

PACHER

Nr. 384 401

384 Fächer mit Zauberkunststück. Das Gestell aus Elfenbein geschnitzt, bemalt und vergoldet. Rocaillen und Medaillons mit Blumen und Instrumenten. Auf der Fahne eine Treillage,

2 N der eine Dame sitzt, der ein junger Mann ein Zauberkunststück vorführt, drei weitere UyrVekr&X Damen sehen zu. Auf der Rückseite kleine Landschaftsvignette. Radius 27 cm. 2)

0% ol Frankreich, um 1760.

/

385 Fächer mit dem Altar Amors. Gestell aus Perlmutter geschnitzt, vergoldet und versilbert. Medaillons mit Putten, Blumen, Vasen und Festons. Die Deckstreben am oberen Ende aus t Elfenbein, das mit facettierten Stahlnägeln verziert ist. Die Fahne auf der Vorderseite mit N F mehreren Schäferpaaren bemalt. In der Mitte hält ein junger Mann das bekränzte Bild Praumofecpmors, zu dem ein Mädchen von einem Putto geführt wird. Auf der Rückseite ein schlafendes und ein kranzbindendes Mädchen in einer Landschaft. Eine Strebe gebrochen.

Radius 25,5 cm.

P Frankreich, um 1760.

386 Fächer mit Diana. Gestell aus geschnitztem Perlmutter mit Gartenarchitektur, Tieren,

Blumen und Früchten bemalt. Auf der Fahne aus Vogelpergament in einer Landschaft

Diana als Jägerin, von Nymphen begleitet, auf der Rast. Auf der Rückseite in Blumen-

, „7 , „umrahmung drei Figuren (Latona, Apollo, Diana [?]) in einer Landschaft. Beschädigung “9° an den Stäben rechts außen. Radius 28,5 cm.

A, N N Jaaırdl Frankreich, um 1750. , 2 olıaklf 387 Fächer. Das chinesische Gestell aus Perlmutter mit Päonien in Vierpaßfeldern geschnitzt und vergoldet. Auf den Außenstegen die durchbrochene Schnitzerei rot unterlegt. Auf der g8 . Fahne aus Vogelpergament Gärtnerpaar und Kinder in einem Garten. Auf der Rückseite / £ R i /MAeUAIFErr SG] menbindendes Mädchen unter einem Baum. Radius ca. 28 cm.

fr ; NaLı vChina und Frankreich, Mitte 18. Jahrh.

388 Fächer mit Bocciaspielern. Aus dünnen Elfenbeinplättchen mit Lackfarbe bemalt. In einer Landschaft sehen zwei Damen einem Boccia spielenden Bauernpaar zu. Auf der Rück- seite Flußlandschaft mit Schwänen. Der innere Teil des Sektors sowie die äußeren Streben mit Chinoiserien bemalt. Radius 20 cm.

Frankreich, Anfang 18. Jahrh.

79

Aus dünnen Elfenbeinplättchen mit Lackfarben bemalt. r Höllenschlund auftut, entführt Pluto auf einem linnen am Boden kniend. Auf

389 Fächer mit Raub der Proserpina. In einer Landschaft, in der sich rechts de Wagen, den Amor lenkt, Proserpina, links entsetzte Gespie der Rückseite Landschaft mit Burg. Umrahmung: Chinoiserien. Radius 21 cm.

Frankreich, Anfang 18. Jahrh.

SUN AA

390 Fächer mit Moses. Das Gestell Elfenbein durchbrochen, geschnitzt, bemalt und vergoldet, mit Rocaillen, Voluten, Putten, Blumen und Tieren. Auf der Fahne aus Vogelpergament vorn Flußlandschaft, in der die Tochter des Pharao Moses aus dem Wasser ziehen läßt.

WE, Rechts hinter einem Busch die Mutter, links die Schwester mit einem Körbchen. Auf der

/A Am Rückseite Blumenstrauß. Radius 29 cm.

Frankreich, um 1730.

391 Fächer mit Landschaften. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt, farbig bemalt und em Schwan, Putten und Kinder in reicher Rocaille-

A quatre couleurs vergoldet. Leda mit d Die Fahne aus Vogelpergament zeigt auf einem

umrahmung mit Blumen und Vögeln. IR ma Grunde, der ostasiatischen Brokat nachahmt, acht verschieden große Felder von lebhaftem 1 Umriß mit Landschaften und Seestücken mit Figuren. Auf der Rückseite in einer Land- Htiohtın schaft Kinder beim Spiel. Radius 30 cm. Frankreich, um 1750.

Tafel 86.

392 Fächer mit Kleopatra. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt und & quatre couleurs vergoldet.

In reicher Rocailleumrahmung mit Putten der Auszug eines Kriegers ins Feld. Auf der Fahne aus Vogelpergament große vielfigurige Szene; Kleopatra empfängt Antonius. Auf der Rückseite eine antikisch gekleidete Dame vor einer Säulenarchitektur sitzend, bekommt

/ von einem jungen Mann einen Brief. Rechts zwei Dienerinnen, links Amor einen Pfeil

aus dem Köcher ziehend. Radius 29,5 cm.

Frankreich, um 1740.

Tafel 86.

393 Fächer mit Hochzeit. Gestell aus Perlmutter geschnitzt mit Goldauflagen & quatre couleurs. Antikische Hochzeitsszene, Nymphen, Putten und Vasen. Auf der Fahne aus Vogel- pergament vielfigurige Szene einer Hochzeit in einer Kolonnade. Auf der Rückseite Schäferpaar. Radius ca. 28 cm.

7 ä ! en? MAMUNHE 2 AUFERT Frankreich, um 1760.

394 Fächer mit Obsternte. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt mit verschiedenfarbigen Gold- auflagen in Rocailleumrahmung. Die Fahne aus Vogelpergament zeigt in einer Umrah- mung aus farbiger Rocaille mehrere Schäferpaare sowie Frauen und Kinder bei der Apfel-

( K und Birnenernte. Auf der Rückseite ein Paar in einer Landschaft. Radius 27 cm.

verher Frankreich, um 1750.

395 Fächer mit Don Quichote. Das Gestell Elfenbein geschnitzt mit eingelegten Kreisen aus Perl- mutter und Vergoldung. Auf der Vorderseite der Fahne Don Quichote auf der Wild- schweinjagd. Auf der Rückseite ein Paar im Garten an einem Tisch sitzend, den eine

sleclwst Dienerin deckt. Radius 29,5 cm. Upg Frankreich, um 1730.

3

v

396 Fächer mit Doppelfahne. Das Gestell Elfenbein geschnitzt und bunt bemalt. Jagdszene, Tiere und Blumen in Rocailleumrahmung. Auf der oberen Fahne Schäferszene in einer Landschaft von zwei kleinen en camaieu gemalten Szenen begleitet. Auf der Rückseite

\ Landschaft. Die untere Fahne ähnlich bemalt in gleicher Aufteilung. Radius 26,5 cm.

“ılın bastenge, Frankreich, um 1740.

Mandns‘ Ehuausree 34

{ 397 Fächer mit Vogelnest. Das Gestell aus Schildpatt geschnitzt mit Vergoldung & quatre

couleurs. Frauen und Putten in Rocailleumrahmung. Auf der Fahne Landschaft mit Y), Schäfern und Kindern. In der Mitte eine Dame unter einem Baum, der ein Herr ein N vo Vogelnest bringt. Rückseite Landschaft mit Mädchen. Radius 27 cm. KauudloomngFrankreich, um 1750.

N m Rn

398 Fächer mit Amor als Mundschenk. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt mit Gold- und Silberauflagen. Musizierende Paare in Rocailleumrahmung. Auf der Fahne aus Vogel- pergament ein Paar im Garten tafelnd, wobei Amor den Wein einschenkt. Auf der Rück- seite Schäferpaar in Landschaft. Radius 26,5 cm.

Frankreich, um 1750.

Yn umma

\ Du A U

399 Fächer mit Amor und Uhr. Das Gestell Perlmutter geschnitzt mit Vergoldung & quatre

couleurs. Putten und tanzende Paare in Rocailleumrahmung. Auf der Fahne Landschaft

n mit Schäferpaaren und Amor unter einem Baum, an dem eine Uhr hängt, auf die ein

Hulfholı Putto zeigt. Die Umrahmung ahmt chinesischen Brokat nach. Auf der Rückseite Schäfer- / ‚paar mit Vogelbauer. Radius 27 cm.

G, Auffgwiy Frankreich, um 1750.

400 Fächer mit Schäferszene. Das Gestell Perlmutter geschnitzt mit Vergoldung & quatre couleurs. Vasen, Blumen und Figuren. Die Fahne Papier, bemalt. Vorn Gartenlandschaft mit einem Herrn, der einer sitzenden Dame eine Blumenranke bringt, wobei Putten

Ina log assistieren. Am Rande rechts ein Schäfer, links eine Schäferin. Auf der Rückseite eine

ER Landschaft mit einem Schäfer, der einer Schäferin in der Ferne winkt. Radius 28 cm.

Ak Atı DV MER Frankreich, um 1760.

4or Fächer. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt mit Gold- und Silberauflagen. Herr und Dame in Rocailleumrahmung. Auf der Fahne aus Vogelpergament auf grüngeblümtem Grund drei Felder mit Schäfern in Landschaften. Auf der Rückseite Dame, an einem 4 Baum sitzend, vor einem See. Radius 27 cm. b (79 Oro90% Frankreich, um 1750.

81

zen En de Zu & was

XIV. KILSSEN

Nr. 402 441

402 Zwei Stücke einer Bordüre, in Wolle und Seide gewirkt. Helle Töne des Gelb, Blau, Rot und Grün auf weißem Grund. Beschlag- und Rollwerk von Blumen, Vögeln, Putten und Karyatiden belebt. Die Mitte des oberen Streifens durch ein ovales Feld mit Amor, die

liegendes Oval mit Prometheus, die Viertel durch große sitzende

des unteren durch ein ), Br. 390 cm; b) H. 46 cm, Br. 300 cm.

Y Frauengestalten betont. a) H. 5o cm (bzw. 64 cm \ nr aan Brüssel, Mitte 16. Jahrh. / (Vgl. Goebel I, 2 Nr. 86, 152 und 157.) Tafel ıro.

403 Streifen, in Wolle und Seide gewirkt. Auf dunkelblauem Grund in Gelb, Weiß, Grün und

Rot Grotesken, Früchtesträuße mit darauf sitzenden Vögeln und Blumensträuße in Vasen

Bi in mehrfacher Wiederholung. Teil eines großen Stückes. Die Figur an der rechten Kante

el hält ein Stück Volute, das zu einem Wappen oder dergl. gehört. Kleine Stellen ur restauriert, umstochene Seitenkante. H. 20 cm, Br. ı55 cm.

7 da Hpazının. Niederlande, Anfang 17. Jahrh.

404 Kissen mit Christkind. Die Platte aus Wolle und Metallfäden gewirkt. Auf rotem Grunde von einer Blumenranke umgeben die Marterwerkzeuge. Davor liegt in einem Körbchen das Christkind, das eine kniende Nonne anbetet. Die Lücken zwischen den dargestellten Gegenständen sind durch Blumen ausgefüllt. H. 44 cm, Br. 44 cm.

Südwestdeutschland, datiert 1600.

Tafel 88.

Imyorciaceı

405 Wappenkissen. Die Platte aus brauner, gelber, rosa, grüner und schwarzer Wolle und Seide gewirkt. Auf dunkelbraunem Grunde mit großen Blumen halten zwei Löwen einen mit Lorbeer gerahmten ovalen Schild, auf dem auf hellbraunem Grund zwei Wappen liegen. C 1, A Unterhalb des linken Wappens eine Wirkermarke. H. 52 cm, Br. 53 cm. TrozıUNAf Norddeutschland, Anfang 17. Jahrh. N Tafel 87.

406 Wappenkissen. Die Platte aus blauer, roter, gelber, grüner und weißer Wolle und Seide

gewirkt. Auf dunkelblauem Grund die Wappen der Averberg und der Gevekote, umgeben

; von einem Kranz aus Lorbeer, Blumen und Früchten, in den Eckzwickeln Blumenzweige. Yan (er H. 61 cm, Br. 57 cm.

y ! / Westfalen, datiert 1620.

Ar oamD » "Tafel 88.

82

407 Wappenkissen. Die Platte aus blauer, roter, gelber, grüner und weißer Wolle und Seide gewirkt. Auf dunkelblauem Grunde die Wappen der Averberg und der Gevekote, umgeben von einem Kranz aus Lorbeer, Blumen und Früchten, in den Eckzwickeln Blumenzweige. Restauriert. H. 61 cm, Br. 57 cm.

Westfalen, datiert 1620.

mn J / MURE Wm , Tafel 88.

9, vr or

408 Wappenkissen. Aus blauer, weißer, roter, gelber und grüner Wolle gewirkt. Auf dunkel- und hellblau in der Art eines Damastgewebes gemustertem Grunde liegen die Wappen Yu ohth der Frievendt und der Widtfeld. H. 62 cm, Br. 59 cm. V , ı Norddeutschland, um 1600. UUMDMUW Tafel 88.

409 Kissen mit Jüngling. Die Platte in gelber, grüner, roter und blauer Wolle und Seide gewirkt. Um das runde Mittelfeld, das einen an einem Baumstumpf knienden Jüngling zeigt, ein Kranz aus Tulpen, Rosen und anderen Blumen. Verschiedene Reparaturen. H. 52cm, 1 Br. 55 cm. (n Molker Hamburg, um 165c.

(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

)) 7% Insel

410 Kissenplatte, in Wolle und Seide gewirkt. Ein Kranz von roten und weißen Tulpen und

Rosen mit grünem Blattwerk auf dunkelblauem Grund faßt das runde Mittelstück ein, das eine Königin in goldbraunem Kleid unter einem blauen Baldachin zeigt. Vor der Königin liegt ein toter Mann. Eine danebenstehende Frau in rotem Kleid ersticht sich. Ar Im Hintergrund Architektur. Oberer und unterer Rand ergänzt. H. s2 cm, Br. 58 cm.

Hamburg, um 1660. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

4ıı Kissen mit Christus, die Kinder segnend. Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Um das runde Mittelfeld, das Christus, die Kinder segnend, und viele Nebenfiguren zeigt, das vor- nehmlich in blauen, roten und gelben Tönen mit weißer und gelber Höhung gehalten ist, Vrvof,t { schlingt sich ein Kranz aus naturalistisch behandelten Rosen und Tulpen auf dunkelblauem , Grund. Ränder restauriert. H. 53 cm, Br. 57 cm. “ya 1104 Hamburg, um 1660. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

412 Kissenplatte mit Hl. drei Königen, in blauer, gelber, grüner, brauner, weißer und rosa Wolle und Seide gewirkt. In einem Kranze aus großen Tulpen, Rosen und Nelken auf dunkel-

) "blauem Grund das runde Mittelfeld mit der Darstellung der Anbetung der Hl. drei

Nohtthıluue;Könige. Stark restauriert, Ränder erneuert. H. 54 cm, Br. 57 cm.

Hamburg, um 1660.

(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

413 Kissen mit Salbung Davids. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Um das runde Mittel- feld in vorwiegend blauen und rotbraunen Tönen mit gelben und weißen Lichtern, das die Salbung Davids durch Samuel zeigt, schlingt sich ein Kranz aus purpurrosa und

Tim kupferfarbenen Blumen mit grünen Blättern und blauen Schleifen. Kissenrückseite

hr broschierter Damast. H. 53 cm, Br. 56 cm.

Ih ji U, ‚„ Hamburg, um 1660. UT mx Bl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

gen

Tr ee

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Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Um das runde hristus und einem Krieger (Hauptmann von Kaper- grünen Tönen mit hellen Lichtern zeigt, schlingt Ipen auf dunkelblauem Grund.

414 Kissen mit Christus und Krieger. Mittelfeld, das eine Szene zwischen C naum?) in vorwiegend roten, blauen und sich ein Kranz aus naturalistisch gebildeten Rosen und Tu Die Figuren z. T. dunkel konturiert. Mehrere Ausbesserungen. H. 53 cm, Br. 57 cm.

om ykeuıv Hamburg, um 1660. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

415 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in gelber, rosa, grüner und weißer Wolle und Seide gewirkt, die Zeichnung schwarz konturiert. Die Königin von Saba kniet vor dem stehenden König Salomo, neben dem ein Knappe das Pferd hält. Im Hintergrunde Gefolge

und Landschaft. Die rahmende Borte modern. H. 37 cm, Br. 37 cm.

j Hamburg, um 1655. u: (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 95 c.)

416 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in gelber, rosa, blauer, grüner und weißer Wolle und Seide gewirkt. Im quadratischen Mittelfeld, das von einer Borte aus Blumenvasen, Blumen und Blumengirlanden eingefaßt wird, kniet die Königin von Saba vor dem stehenden Salomo, im Hintergrunde Gefolge, Pferde und Landschaft. Kleine Stellen , restauriert. H. 54 cm, Br. 52 cm. Madorgnr Hamburg, um 1610. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 98 a.)

417 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in roter, blauer, grüner, gelber und weißer Wolle und Seide gewirkt. Im quadratischen Mittelfeld, das von großen Rosen, Tulpen und Nelken, die aus einer Vase aufwachsen, eingefaßt wird, die Königin von Saba vor Salomo, der auf einem Schimmel reitet. Im Hintergrund Landschaft. H. 52 cm, Br. 53 cm.

22 OD % rare t Hamburg

£ g, um 1615. / 2 BR (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 96 a und Nr. 98 a.) nrrTpve

& Tafel 88.

418 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in roter, blauer, grüner, gelber und weißer Wolle und Seide gewirkt. Im quadratischen Mittelfeld, das von einer Borte aus großen Tulpen, \ Rosen und Nelken eingefaßt ist, in einer Landschaft die Königin von Saba vor dem auf Do: ham einem Pferd reitenden König Salomo. H. 52 cm, Br. 57 cm. Hamburg, um 1610. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 98 a.)

Tafel 88.

419 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in roter, blauer, grüner, gelber und weißer Wolle und Seide gewirkt. Im quadratischen Mittelfeld, das von einer Borte aus großen Tulpen, Rosen und Nelken eingefaßt ist, in einer Landschaft die Königin von Saba vor dem auf

Vet einem Pferd reitenden König Salomo. H. 52 cm, Br. 57 cm. {

y J J Hamburg, um 1610.

Aanı ollo- Mar (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 98 a.)

420 Kissenplatte mit Simson, gewirkt in blauer, grüner, gelber, roter, schwarzer und weißer Wolle und Seide. Im quadratischen, von Fruchtgirlanden eingefaßten Mittelfeld halten zwei Engel mit Palmenzweigen auf einem Hintergrund von Rosen, Tulpen und kleinen Blumen ein rundes Feld mit der Darstellung des Simson mit dem Löwen. Mehrere Stellen 2 3 abgenutzt, restauriert. H. 54cm, Br. 54 cm. Wonchsuner Niedersach Niedersachsen, um 1620. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 86 b.)

421 Kissenplatte mit Engeln, gewirkt in gelber, brauner, rosa, hellblauer, grüner, roter und weißer Wolle und Seide. Im quadratischen Mittelfeld, das von einer streng stilisierten Blumenborte eingefaßt ist, stehen zwei Engel mit Palmenzweigen auf einem Grunde von

Blumen. Der braune Grund ergänzt. H. 55 cm, Br. 57 em. A, a4, Scleswig-Holstein (?), um 1615. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 98 c.)

422 Kissen mit Paar. Die Platte in roter, grauer, grüner, weißer und schwarzer Wolle gewirkt. Rundes, von einem Blumenkranz gerahmtes Mittelfeld, darin ein stehendes Paar. In den Eckzwickeln Blumen, Einhörner und Vögel auf schwarzem Grund. H. 5ocm, Br. 47 cm.

Schleswig-Holstein, um 1680. Mask fh (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 100a und ıo1 d.)

Tafel 88.

423 Kissen mit Schäferpaar. Die Platte in Seide und Wolle gewirkt. Im runden Mittelfeld in

Landschaft Herr und Dame als Schäfer gekleidet, zwischen ihnen Amor. Als Umrahmung

Kranz aus Rosen, Tulpen, Nelken, Türkenbund usw. auf schwarzem Grund. Die

n) Figuren und Blumen in hellen Tönen des Gelb, Rot und Grün mit reichlicher Weißhöhung. Wascı a, F- 56 cm, Br. 56 cm.

Niedersachsen (Hamburg?), um 1680. Tafel 88.

424 Kissen mit Brautpaar. Die Platte in Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Im quadra-

tischen Mittelfeld reicht eine Dame einem Herrn mit Federhut und Schaftstiefeln eine

Rose. Zwischen beiden Amor und die Buchstaben AMP. Als Umrahmung Bordüre aus

Tulpen und Sternblumen, die aus Vasen hervorwachsen. Blumen und Figuren in Gelb,

u Rosa, Weiß und etwas Blau und Grün auf goldbraunem Grund. Als Kissenrückseite Akon broschierter Seidenstoff des 18. Jahrh. Restauriert. H. so cm, Br. 55 cm.

Niedersachsen, datiert 165(o).

425 Kissen mit Pfau. Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Auf gelbem Fond in hellen Tönen des Grün, Rot und Blau Voluten, Blumen, Ranken und Behangwerk, in das eine Girlande gehängt ist, auf der ein Pfau sitzt. Kleine Stellen restauriert. H. 53 cm,

Br. 46 cm.

Niederdeutsch, 2. Hälfte 17. Jahrh. An (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 100 d.)

Tafel 87.

85

Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Auf gelbem Fond in hellen

"Tönen des Grün, Rot und Blau Voluten, Rankenwerk und Blumen, in das eine Girlande pagei sitzt. Ausgebessert, rechts und links moderne Kanten

broschierter Seidenstoff des 18. Jahrh. H. 52 cm, Br. 45 cm.

426 Kissen mit Papagei.

gehängt ist, auf der ein Pa angesetzt. Die Kissenrückseite

L R

A fehl Niederdeutsch, 2. Hälfte 17. Jahrh. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 100 d.) Tafel 87.

427 Kissen mit Einhorn. Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Auf schwarzem Grund rote "Tulpen und grüne Blätter, darin graues Einhorn. Stark restauriert. H. 45 cm, Br. 56 cm. m®) Niedersachsen, 2. Hälfte 17. Jahrh. Frau ole Mkerdigatel 87. brauner, rosa und weißer Wolle und Seide

m naturalistisch behandelten Kranz aus lung des Jonas, der vom Fisch ans Land

428 Kissenplatte mit Jonas, in blauer, gelber, grüner, gewirkt. Im runden Mittelfeld, das von eine! N ; Rosen und Tulpen eingefaßt wird, die Darstel al eL, gespien wird. H. 54 cm, Br. 55 cm. Ne m ol Nun Niederlande, um 1660. “vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

j it Hl. drei Königen. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Im runden Mittel-

429 Kissen mi feld, das von einem Kranz aus roten Rosen und grünem Blattwerk auf dunkelblauem

Grund umgeben ist, die Anbetung der HI. drei Könige in gelben, blauen und roten Tönen mit hellen Lichtern. Ränder ergänzt, Grund ausgebessert. H. 53 cm, Br. 55 cm. Niederlande, um 1660.

(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

Tafel 87.

430 Kissen mit Flucht nach Ägypten. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Im runden, von einem Blumenkranz aus roten Blüten und grünen Blättern umgebenen Mittelfeld die Flucht 2. nach Ägypten in Rot, Blau, Gelb und Grün mit hellen Lichtern. H. 54 cm, Br. 58 cm. rel Aatı Ke9_ Niederlande, um 1660. Mari Tafel 87. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.) 431 Kissen mit Anbetung der Hirten. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Um das runde Mittelfeld, das die Anbetung der Hirten in vorwiegend hellen Tönen des Gelb, Rot, Blau wer. mit weißen Höhungen auf rotbraunem Grund zeigt, Rahmen aus Rollwerk und großen al obıreks Blumen. H. 52 cm, Br. so cm. ; Niederlande, um 1660.

egern } ) Tafel 87.

/

432 Kissenplatte mit Melchisedek, in blauer, gelber, grüner, roter, weißer und rosa Wolle und Seide gewirkt. Im runden Mittelfeld, das von einem naturalistisch behandelten Blumen- a kranz auf dunkelblauem Grund eingefaßt wird, Abraham in Kriegertracht vor Melchisedek. Irnelset) Im Hintergrunde eine Hütte, Bäume und mehrere Assistenzpersonen. H. 55 cm, Br. 60 cm. W 7% Niederlande, um 1670. VURE, (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)

433 Kissen mit Tobias. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. In einer Flußlandschaft mit einem Wald eine Brücke und ein Dorf, vorn der junge Tobias, der den Fisch fängt. Neben ihm der Engel und das Hündchen. Die Darstellung ist in vorwiegend hellen Tönen des Blau, Rot, Gelb und Grün gehalten. Die rahmende Borte durch moderne Zu- tat verbreitert. H. sıcm, Br. 52cm. Yaldralı Flandern, Mitte 17. Jahrh. Tafel 87.

434 Kissen mit Heimkehr des Tobias. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Vorn links der junge Tobias mit dem Engel. Weiter zurück die Hütte, aus der der blinde Vater und die Mutter heraustreten, während Tobias und der Engel von rechts herankommen. Bäume und etwas Landschaft. Die Darstellung ist in vorwiegend hellen Tönen des Blau, Rot,

h Gelb und Grün gehalten. Die Kissenrückseite broschierter Seidenstoff des späten

Ko 18. Jahrh. H. 53 cm, Br. 54 cm. Flandern, Mitte 17. Jahrh.

Tafel 87.

435 Kissen. Die Platte in vorwiegend gebrochenen Tönen des Grün, Gelb, Rot, Braun und Weiß in Wolle und Seide gewirkt. Großer Strauß aus Rosen, Tulpen und anderen Blumen in einer Glasvase auf rotbraunem Grund. Wahrscheinlich aus dem Teil einer Bordüre gemacht. Restauriert. H. 56. cm, Br. 43 cm.

R np s Y Wil l Brüssel, um 1700.

436 Kissenplatte oder Rücklaken mit der Geschichte der Susanna, aus Seide, Wolle und Metall- fäden gewirkt, in vorwiegend hellem Gelb, Blau, Rosa und Weiß. Das querrechteckige

Mittelfeld wird von einer Bordüre aus Karyatiden und Blumengirlanden eingefaßt. Es

zeigt unter drei von Säulen getragenen Bögen die Geschichte der Susanna. Im ersten Feld

7, > Susanna mit zwei Mägden, im zweiten die Überraschung durch die beiden Greise, im OR FLORZOR dritten die Verhandlung vor dem Richter. H. cm, Br. 102 cm.

v Sheldon, Francis Hickes, um 1605. (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 125 b.)

Tafel 92.

437 Kissen mit Salome. Die Platte aus gelber, roter, blauer und grüner Seide und Wolle gewirkt.

Das quadratische Mittelfeld, das unter einem von Pilastern getragenen Bogen das Gast- mahl des Herodes zeigt, wird von einer Borte eingefaßt, die oben und unten die Dar-

Fr, stellung einer Hasenjagd, rechts und links Blumen- und Fruchtsträuße, die aus Vasen

a hervorwachsen, zeigt. Zwei der Vasen werden von Frauen auf dem Kopf getragen.

Etwas zerschlissen. H. 49 cm, Br. cm.

Sheldon, Francis Hickes, um 1605.

(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 124 c.)

Tafel 88.

438 Kissen mit verlorenem Sohn. Die Platte in gelber, roter, blauer und grüner Seide und Wolle mit Metallfäden gewirkt. Im Mittelfeld, das von einer Bordüre aus Blumen, Grotesken und Behangwerk ggrahmt wird, der Abschied des verlorenen Sohfes. H. cm, Br. 48 cm.

0) Wahrscheinlich Erklnd (Sheldon), um 1610. vd l i 87

roter, blauer und grüner Seide, Wolle und

439 Kissen mit Abraham. Die Platte in gelber, Metallfäden gewirkt. Im Mittelfeld, das von einer Bordüre aus Blumen, Grotesken und

Behangwerk gerahmt wird, Abraham mit den beiden Engeln beim Mahl. H. 53 cm,

7, N) Wal: LCÄt , Br. 48 cm. Heası L Wahrscheinlich England (Sheldon), um 1610.

440 Kissen. Als Platte Teil einer Bordüre, in Wolle und Seide gewirkt. Grüne Blätter und gelbe, weiße und blaßrote Rosen, Tulpen und andere Blumen auf dunklem Grund. Etwas aus-

gebessert. H. 42 cm, Br. 60 cm. { Ir Norddeutschland, Mitte 17. Jahrh.

441 Zwei Stücke einer Bordüre, aus Wolle und Seide gewirkt. Je drei gelb gerahmte Felder enthalten auf dunklem Grund eine Vase mit großen Sträußen aus Rosen, Tulpen, Nelken usw. An drei Seiten moderne Borten angesetzt. a) H. 243 cm, Br. 47 cm; b) EI. 232m,

Br. 45 cm.

AYın VIE Norddeutschland (?), Mitte 17. Jahrh.

XV. TAPISSERIEN

Nr. 442 464

442 Teil eines Wandbehanges mit der Heimsuchung, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. In einer Landschaft in grünen, gelben und blauen Tönen mit Tieren und Pflanzen stehen Maria in rotem Kleid und blauem Mantel, Elisabeth in gelb-rötlichem Kleid und eben- solchem blau gefütterten Mantel. Über Maria ein Spruchband: „Min lei(b) machet gros den heren“, über Elisabeth: „Min frucht im lib neigt sich got zu eren“. Die Abrundung des unteren Teils sowie die Montierung in Form einer Kappa in späterer Zeit vor-

0) Arselaım . “% genommen. Mehrere Stellen restauriert. H. 83 cm, Br. 86 cm.

Nordschweiz, um 1505. (Abgebildet bei Goebel III, ı Nr. 40.) Tafel 89.

443 Bildwirkerei, aus Wolle, Seide und Goldfäden gewirkt. In einer Landschaft mit Blumen und blauem Himmel sitzt eine Frau mit rotem Kleid und gelbem Hut. Vor ihr ein zitronen- gelber Sittich. Darüber zwei Spruchbänder: „Wilt han has und neit“, „Ich wil von der 2 y welt lan wolt got ich het ....... getan“. Rechts und links bunte Borte. H. 66 cm, Aazabı /ctu%Br. 57 cm.

Nordschweiz, Mitte 16. Jahrh.

Tafel 89.

7 444/ Tischdecke mit der Taufe Christi, in Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Vornehmlich

= gelbe Töne mit Grün, Blau und wenig Rot. Bordüre aus Pflanzen, Grotesken und Behang- werk. In den Mitten der Seiten Wappen, in den Ecken die Evangelisten-Symbole. Im

Yet Mittelfeld Taufe Christi mit vielen Begleitfiguren, oben Gottvater. Im Hintergrund j Wald, in dem links Tiere, rechts der predigende Johannes zu schen sind. H. 98 cm, An Hos| Br. 115 cm. Brüssel, datiert 1575 (neben dem obersten Wappen). Tafel 90.

445 Streifen mit dem verlorenen Sohn, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Säulen teilen die Fläche in fünf Felder, von denen vier die Geschichte des verlorenen Sohnes zeigen, und zwar: ı. den Abschied, 2. ein Gastmahl, 3. den Schweinekoben und 4. die Rückkehr. Das schmalere Mittelfeld wird von einem Wappen, das von einem ovalen Lorbeerkranz eingefaßt ist, eingenommen; darüber die Inschrift: „Sebastianus P:Rex:“, in den Bogen- zwickeln: „Luce 1,5 1,5 XVI“. Die Darstellung vornehmlich in hellen Tönen des Blau, Rot, Grün, Gelb und Weiß. H. 27 cm, Br. 193 cm.

Norddeutschland, um 1600 (nach früheren Stichen).

89

roter, blauer und grüner Wolle und Seide gewirkt. In einer Bordüre Karyatiden, Rollwerk und allegorische d, dessen obere Hälfte von der Verkündigung durch eine Säule halbiert, rechts die

Auf Keilrahmen. Moderner Gold-

446 Tapisserie, aus gelber, aus Blumen, die aus Vasen hervorwachsen,

Figuren, das hochrechteckige Mittelfel Mariä eingenommen wird und dessen untere Hälfte, ED) Anbetung der Hirten, links die Hl. drei Könige zeigt. % 790fıe£ rahmen. H. 160. cm, Br. 120 cm. y Wismar, um 1600.

(Abgeb. bei Goebel III, 2 Nr. 115 a.) Tafel gr.

447 Tapisserie oder Tischdecke mit biblischer Episode, in gelber, roter, blauer, grüner und weißer Wolle und Seide gewirkt. Um das quadratische Mittelfeld, das ein Zeltlager mit Kriegern und im Vordergrund zwei davonlaufende Männer mit Beutestücken zeigt, Bordüre mit Blumenvasen, Lauben, Satyrn und Frauengestalten auf weißem Grund. Kleinere Beschädi-

gungen und Ausbesserungen. In modernem Goldrahmen. H. 124 cm, Br. ı17 cm. Hamburg, 1. Hälfte 17. Jahrh.

(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 93 b.)

Tafel 92.

< 7 & je MA Uni men

448 Tapisserie, aus brauner, gelber, blauer, roter und grüner Wolle und Seide gewirkt. In einer Bordüre aus Blumen und Fruchtgirlanden, die in der Mitte der Seiten von ovalen Roll- werkkartuschen mit wilden Tieren unterbrochen wird und in der oberen Ecke Wappen zeigt, das hochrechteckige Mittelfeld: in einer hohen geschmückten Halle eine Hochzeits- DAR; gesellschaft. Im Vordergrund Christus, Wasser in Wein verwandelnd. H. 92cm, masbor 9X Br. 75 cm. Hamburg, ı. Hälfte 17. Jahrh. Tafel 90.

449 Große Tischdecke, Wolle und Seide gewirkt. Auf dunkelblauem Grund bunte verstreute Blumen, an den Ecken von roten und blauen Bändern zusammengehaltene Blumensträuße, in der Mitte von einem Blumenkranz gerahmtes farbiges Rundbild: Rebekka und Elieser am Brunnen. H. 230 cm, Br. 310 cm.

% Amsterdam, um 1650. WA lu: « (Vgl. Goebel I, 2 Nr. 488 a.) Tafel 93.

450 Tapisserie, aus Wolle und Seide gewirkt. In einer Bordüre, die als Bronzerahmen mit Lorbeerkranz gebildet ist, Winterbild nach Lucas v. Leyden. Vorn große Figuren, Markt- frau, junges Paar, vornehmer Herr, dem die Schlittschuhe festgemacht werden. Weiter zurück Menschenmenge und Schlittschuhläufer. Im Hintergrund Dorf auf einem Hügel mit brennendem Gehöft, zu dem Leute mit Löschgeräten laufen. H. 310 cm, Br. 295 cm.

N [e ) T, k: sog Gen Niederlande, Ende 17. Jahrh. ; Tafel 94.

f, ' 9 Minislioten

4sı Tapisserie, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Allegorie auf den Erdteil Europa. In einer Landschaft mit Fluß, Gebirge und Gebäuden sitzt „Europa“ unter einem von Säulen getragenen Baldachin, auf dessen Stufen Mitren, Kronen und Blumen liegen. Mit einem Zepter weist sie auf Bellona, die auf türkische Waffen tritt und über deren Kopf ein Adler schwebt, mit der Linken auf eine Kirche, vor der Amor auf einem Pferd reitet.

90

Am linken Rande sitzen ein Flußgott und eine Frau mit einem Fruchtstrauß. Rechts 7 stehen zwei Frauen, von denen eine ihr Zepter einem Löwen in den Nacken setzt. Der tn 49 Vordergrund wird von einem Stilleben aus Attributen der Künste und Wissenschaften ; / , ingenommen. Reich bewegte Bordüre aus Trophäen, Blumen, Früchten, Vögeln, V.AAfT ‚Muscheln und einer Kartusche mit der Inschrift: „Europa“. Nach einem Karton von ji L. van Schoor. Signiert links auf den Stufen des Thrones. H. 330 cm, Br. 5ı5 cm. Brüssel, letztes Viertel 17. Jahrh. Werkstatt des Aelbert Auwercx. Brüsseler Marke und Bezeichnung rechts unten an der Bordüre.

Tafel 95.

452 Tapisserie, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Allegorie auf den Erdteil Amerika. Sieben Frauen mit Federkronen und starkfarbigen, z. T. gestreiften Gewändern sind am Strande des durch viele Schiffe belebten Meeres gelagert und beschäftigen sich mit Waffen, Tieren und Schätzen des Landes. Vorn rechts Vasen mit Perlen, Erz und Goldbarren. Reiche belebte Bordüre aus Trophäen, Blumen, Vögeln, Früchten und einer Kartusche mit der Inschrift: „America“. Nach einem Karton von L. van Schoor. Signiert rechts auf einem Goldbarren. H. 330 cm, Br. 495 cm.

Brüssel, letztes Viertel 17. Jahrh. Werkstatt des Aelbert Auwercx.

Brüsseler Marke und Bezeichnung rechts unten an der Bordüre.

(Vgl. James H. Hyde, L’iconographie des quatre parties du monde dans les tapisseries, Gazette des Beaux Arts 1924.)

Tafel 96.

453 Tapisserie, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Allegorie des Reichtums. Vor einem Palast mit einem reich gestalteten Garten sitzt eine Frau auf einer Estrade, die mit einem orientalischen Teppich belegt ist, unter einem blauen Baldachin. Neben ihr ein Tisch mit Brokatdecke, auf dem Schmuckkästen, Gold- und Silbergeräte aufgestellt sind. Eine Frau mit Straußenfederkopfputz hält Perlenketten, eine Mohrin ein Füllhorn mit Getreide und eine Kniende einen Blumenkorb. Am Boden liegen ein Fruchtfüllhorn, Silbergeräte, Gold usw. Reich bewegte Bordüre aus Trophäen, Blumen, Muscheln und einer Kartusche mit der Inschrift: „Abundantia“. Wohl nach einem Karton von L. v. Schoor. H. 325 cm, Br. 325 cm.

Brüssel, letztes Viertel 17. Jahrh. Werkstatt des Aelbert Auwercx. Brüsseler Marke und Bezeichnung rechts unten an der Bordüre. (Vgl. Goebel I, 2 Nr. 339.)

Tafel 97.

454 Folge von vier Bildteppichen, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. In einer Blumen- bordüre rundbogig geschlossene Szenen aus dem Leben eines Fürstenpaares. a) Vor einer Gartenarchitektur sitzt die Fürstin an einem Tisch; der Fürst schenkt ihr Rotwein ein.

nstrauß vor einer Grottenarchitektur.

O) b) Der Fürst reicht der Fürstin einen Blun

‘AR yelre{ c) Fürst und Fürstin im Staatskleid promenierend. Über ihnen zwei schwebende, Kronen 4

i- 9 haltende Putten. Ihr Yolfpa) Das Fürstenpaar in einer Kutsche mit dem Spiegelmonogramm G. W.S. auf dem Schlag und zwei Mohren auf dem Tritt, von Pagen begleitet. H. 210 cm, Br. 150 cm. Deutschland, um 1700. Tafel 98 und 99.

9I

455 Tapisserie, aus Wolle und Seide gewirkt. In einer schmalen Blumenbordüre Szene aus einem Roman. Zwei Krieger, von denen der ältere, bärtige einen Turban, der jüngere einen Helm mit Federbusch trägt. Zwei Löwen, ein Affe und eine Schildkröte vor der Türe eines Palastes. Links öffnet sich der Hintergrund in einen Garten mit Springbrunnen, Teppich- beeten und Lusthäusern. Die Bordüre am unteren Rande verkürzt. Die Darstellung links eingeschlagen. H. 240 cm, Br. 250 cm.

Flämisch, um 1700. (Vgl. Goebel I, 2 Nr. 174.) Tafel 100.

456 Tapisserie, aus Wolle und Seide gewirkt. In einer Landschaft, die links von einem Gebäude begrenzt wird, aus dem verschiedene Personen treten, der Abschied des jungen Tobias, dem der Engel vorauseilt. Bordüre aus C-Kurven und Blumen auf blauem und gelbem Grund. H. 305 cm, Br. 290 cm.

Niederländisch, Anfang 18. Jahrh.

Ma ighıau 4 AtuTafel ıor.

457 Tapisserie, aus Wolle und Seide gewirkt. „Die vier Weltteile.“ In einem Park mit Lust-

häusern vorn rechts unter einem Baum eine gedeckte Tafel, an der exotische Leute sitzen.

Links bei einem Brunnen ein Kredenztisch, an dem sich vier Diener zu schaffen machen.

L Bordüre aus C-Kurven und Blumen auf gelbem und blauem Grund. Gleiches etwas huıa ihn 2YE) erweitertes Stück in österreichischem Staatsbesitz. Bordüre angesetzt. H. 300. cm, Br. 280 cm.

4

Bo, Brüssel, Manufaktur des Pieter van der Borght, Mitte 18. Jahrh. 6 RE Bordüre Niederländisch, Anfang 18. Jahrh. Farbige Abbildung bei Goebel I, 2. Tafel 102.

458 Tapisserie, aus Seide und Wolle gewirkt. Landschaft mit Bauern bei der Ernte und requi- rierenden Soldaten. Von einem bronzefarbenen Schlängelband gerahmt. Untere rechte Ecke eines großen Stückes. Die Bordüre an der linken Seite und oben angesetzt. In modernem

(0 Goldrahmen. H. 152 cm, Br. 101 cm. / lvererre‘ Brüssel (2), 1. Hälfte 18. Jahrh. (Vgl. Goebel I, 2 Nr. 297.)

459 Tapisserie, Wolle und Seide gewirkt. Hafenszene nach Teniers. Rechts ein Brunnen mit krönender Neptunfigur, an dem rastende Reiter und Pilger sich erquicken. Links Fisch- händler; im Hintergrunde Schiffe, Leuchtturm und ansteigendes Küstengelände. Bordüre

K,, in der Art eines Bronzerahmens. Bordüre rechts angesetzt. H. 335 cm, Br. 460 cm. aller Niederlande, Mitte 18. Jahrh. (Vgl. Goebel I, 2 Nr. 299, 312, 313.) Tafel 103.

460 Kaminschirm, aus Wolle und etwas Seide gewirkt. Auf blauem Grund ein spanisches Familien- wappen mit Helm und rotweißen Helmdecken. Brauner Schild mit acht Muscheln, darauf der Herzschild mit zwei Wölfen unter einem Baum, an dem ein Kessel über einem Feuer

”) hängt. (Vgl. Cordova de Lizaur und Saz.) Als Bordüre weißes Wellenband auf mattrotem nborgor Grund. Geschnitztes Nußbaumgestell im Stil Louis XVI. H. gr cm, Br. 76 cm.

N Niederlande (?), 17. Jahrh.

v (Vgl. auch John Böttiger, Tapisseries A Figures ..., Stockholm o. J., Taf. 7.)

92

461 Kaminschirm, aus Wolle und Seide gewirkt. Treillage von rosa Blumen, gelben Trauben, dunkelgrünen Blättern berankt, auf denen ein Papagei sitzt. Vorn sitzt ein Eichhörnchen neben Äpfeln, im Hintergrund Blick in eine Landschaft. Holzgestell im Stil Louis XIV. H. 82 cm, Br. 70 cm.

Gobelins, Ende 17. Jahrh.

Joyao Tafel 72.

462 Kaminschirm, Wolle und Seide gewirkt. Auf grauem Grund in reich bewegter Bordüre aus goldgelben Rocaillen und farbigen Blumengirlanden Landschaft mit einem auf einem } Baumstamm eingeschlafenen Jäger in roten Kniehosen und blauem Wams, auf dessen Ge- Angler sich ein Rebhuhn niedergelassen hat. (Nach Boucher.) In modernem vergoldetem Sa Gestell. H. 69 cm, Br. 60 cm. Beauvais, um 1750.

463 Kaminschirm, Seide gewirkt. Auf gelbem und weißem Grund blaue Blumenvase von Ranken, Blumen und Lorbeergehängen in rosa, hellgrünen und goldgelben Tönen umgeben. In modernem vergoldetem Gestell im Stil Louis XVI. H. 66 cm, Br. 45 cm.

Morales Aubusson, um 1780.

464 Kaminschirm, Seide und Wolle gewirkt. Auf cremefarbenem Grund eine Bronzevase mit einem Strauß aus Rosen, Nelken, Mohn und Winden in zarten rosa, hellblauen, grünen und gelben Tönen. Oben seitlich ausgebessert. In modernem vergoldetem Gestell. H. 87 cm, Br. 64 cm.

An e Aubusson, um 1820. mama

L (Vgl. Goebel II, 2 Nr. 307.) rer.

A aıek

( Ns

xXVI.

LERPECHE

Nr. 465 470

465 Gebetteppich in Wolle geknüpft, in lichten Farben. Nische schieferblau. Ornamentierte Borten verschiedener Breiten. 180% 135 cm.

cr i I, ch Giordes, 18. Jahrh.

466 Gebetteppich in Wolle geknüpft. Nische türkisblau. Ornamentierte Borten verschiedener Breiten in rötlichen Tönen. 185 x 130 cm. 7 Y Giordes, 18. Jahrh. A) Nam [) 7 Gebetteppich in Wolle geknüpft, in lichten Farben. Nische ziegelrot mit ornamentierten Borten verschiedener Breiten. 190% 125 cm.

Giordes, ı8. Jahrh.

a

4

468 Gebetteppich in Wolle geknüpft, in lichten Farben. Nische hellgrün mit ornamentierten Borten verschiedener Breiten. 205 x 140 cm. % f Giordes, 18. Jahrh. Da, Aıler 469 Knüpfteppich in farbiger Wolle. Weiße breite senkrechte und waagerechte Bänder mit persischer Schrift in Schwarz, auf den Überschneidungen mit Rosetten belegt, umrahmen N je vier Felder, darin Bäume, Strauchwerk, stilisierte Landschaften, Blumenvasen usw. Breite am Ülrel Borten mit Rosetten und Ranken und schmale Begleitborten. 610%415 cm. Täbris, 19. Jahrh.

470 Knüpfteppich in farbiger Wolle. Ausgebogtes Mittelfeld, Rosette und Palmetten mit Ranken- werk auf blauem Grunde mit Blattrand eingefaßt, wird von Ranken mit Palmetten und Rosetten auf rotem Grunde umrahmt. In den Ecken auf blauem Grunde Palmette mit

Ar Blättern. Breite gemusterte Borte mit Begleitborten verschiedener Breiten. 450% 350 cm.

Täbris, 19. Jahrh.

XVv1.

TEXTIL LLEN

Nr. 471 639

471 Decke aus rotem Seidendamast. Muster symmetrisch. Große Vase, darin Äpfel und Ähren, umrahmt von Akanthus- und Barockranken. Eingefaßt mit roter Seidenfranse, mit rotem 7 Stoff abgefüttert. 160 x 108 cm.

LA, a Italien, ı. Hälfte 17. Jahrh.

472 Zwei Seidenstoffe. Grund rot. Symmetrisches Muster in Reihen versetzt, gelb. Kübel mit Blumenstrauß in Palmettenform, von Blattranken umrahmt. Eingefaßt von gelber Seiden- borte und roter Seidenfranse. Grund hellrot. Symmetrisches Muster weiß, grün und dunkelblau. Blattranken bilden Rautenfelder, darin stilisierter Blumenstrauß. 70x55 cm; 134 X 32 cm.

2

17 dar Spanien, 17. Jahrh.

473 Seidenbrokat. Grund hellgelb, mit kleinen Sternen und Punkten in sich gemustert. Symmetri- sches Muster mehrfarbig. Blumenzweige in Reihen geordnet. 207% 160 cm.

_ Erankreich, Mitte 18. Jahrh. Bydeuhsuı 474 Seidenbrokat. Auf weißem Grunde, senkrecht gemusterte Streifen verschiedener Breite in Damast, dazwischen abwechselnd bunte und blauweiße Blumenranken, 178 x 150 cm. 01 Frankreich, Mitte 18. Jahrh. Mecıe arıeı UR

475 Seidenbrokat, bannerartig zugeschnitten, nach unten spitz auslaufend und geschlitzt. Grund grüner Damast. Symmetrisches Muster Gold, Silber und mehrfarbig. Rokokoranken in D. Gold und Phantasieblumen. 247x130 cm. am Frankreich, ı. Hälfte 18. Jahrh. Merır 476 Decke. Mittelteil, auf weißem Atlas gemusterte verschlungene Bänder in Weiß, dazwischen kleine bunte Blumensträuße und goldene Blütenzweige. Breiter Rand aus Silberbrokat. Auf fliederfarbenem Grunde Wellenranke in Weiß und Grün, daran bunte Blumensträuße. WUn, Schieferblaues Taftfutter. 155 x 127 cm. he Frankreich, Mitte 18. Jahrh. Wlssarr Alla oe a IE N Grund cremefarben mit waagerechten Wellenlinien in Silber. Muster Gold und bunt. Nach rechts und links gewendete Schwertlilienstauden. 123 x 96 cm.

Frankreich, Mitte 18. Jahrh.

9):

d gelbe Seide mit Spuren

478 Zwei Decken aus geschnittenem und ungeschnittenem Samt. Grun i von Goldlahn. Symmetrisches Muster roter Samt, unvollständig. Teile von großen Formen Idspitze. Grund gelbe Seide mit Spuren von Silber-

und vier Quasten. Eingefaßt mit Go Ilständig. Barockranken, Blätter und Blüten.

0) h lahn. Symmetrisches Muster, grüner Samt, unvo I URCIE Eingefaßt mit Goldborte. 55x47 cm; 58x 57 cm. Ä Italien, Ende 17. Jahrh.

479 Seidenbrokat. Auf rotem Atlasgrunde mehrfarbige Flieder- und Rosenzweige, dazwischen Gitterlaube mit Vogel auf Zweig. 228x 178 cm. Frankreich, Mitte 18. Jahrh. Gl, , Tafel 109. Hd ii 2 480 Zwei Decken aus Goldbrokat. Auf Goldgrund in Silber und bunten Farben Phantasieformen, Nelken, Tulpen und Blätter. An drei Seiten mit Silberspitze eingefaßt. Auf weißer Seide symmetrisches Muster, bunte Blumen mit Goldblättern. Eingefaßt mit irischer Häkel- spitze. 48x 32 cm; 72x70 cm.

Spanien, ı. Hälfte 18. Jahrh.; Frankreich, Mitte 18. Jahrh.

7 WR wet

481 Vier Seidenbrokatdecken. Auf gelbem Grunde, unvollständiges symmetrisches Muster in bunten Farben, Ranken mit großen Blumen umrahmen Landschaft. Eingefaßt mit Gold- borte. Auf gelbem Grunde, Blumenzweige in bunten Farben und Silber. Eingefaßt mit

Silberspitze. Auf weißgrauem Grunde, symmetrisches Muster, Rokokoranken in Gelb,

) dazwischen bunte Blumen verschiedenster Art. Eingefaßt mit Goldspitze. Auf rotem

vondo Grunde mit Goldlahn durchschossen, Blumenranken, bunt und Gold. Eingefaßt mit Gold- spitze. 49 x 49 cm; 56 x 5o cm; 59x 52 cm; 63 x 5ocm.

Frankreich, Mitte ı8. Jahrh.; Spanien, 1. Hälfte 18. Jahrh.

482 Zwei Seidenbrokate. Auf rot